Nach über fünf Jahren Entwicklungspause schickt Microsoft einen neuen Internet-Browser ins Rennen. Kann der Internet Explorer 7 nun gegen den heimlichen Favoriten Firefox bestehen?
Wenn eine Software nach mehr als fünf Jahren Stillstand immer noch auf vier von fünf Internet-Rechnern läuft muss sie entweder besonders gut sein - oder ihr Hersteller hat sich wirklich geschickt angestellt.
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Im Fall von Microsoft darf man Letzteres unterstellen: Die Tatsache, dass das Bill-Gates-Imperium den Internet Explorer als festen Bestandteil des fast unumschränkt marktbeherrschenden Windows-Systems ausliefert, hat nicht umsonst den Wettbewerbsförderern der EU Kopfschmerzen bereitet.
Trotzdem breitete sich in den vergangenen Monaten, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda, eine für Microsoft gefährliche Seuche aus: Der aus Resten des einstigen Browser-Pioniers Netscape entstandene und frei erhältliche Firefox fand mehr und mehr Freunde, weil er dem Konkurrenten schlichtweg technologisch überlegen war.
Zudem besitzt er Funktionen, an die Microsoft bei der Programmierung des IE 6 vor fünf Jahren noch gar nicht denken konnte - im Internet vergeht die Zeit bekanntlich besonders schnell.
Unter anderem deshalb entschieden sich die Windows-Erfinder, der ganzen Welt mit der Version 7 eine neue, stark verbesserte Ausgabe des Internet Explorers zu übergeben - und nicht nur, wie zuvor geplant, den Käufern der künftigen Windows-Version Vista. Allerdings wird beim download überprüft, ob man eine nach Ansicht von Microsoft legale Windows-Version auf dem Rechner hat.
Die finale Version gibt's zunächst nur in englischer Sprache, die deutsche Version soll im November folgen. Bei der Betrachtung der neuen Internet-Browser fällt vor allem eines auf: Microsoft hat sich mächtig darum bemüht, endlich wieder aufzuholen.
So führt der IE 7 nun endlich Tabbed Browsing ein: er öffnet (auf Wunsch) nicht mehr für jede Internet-Seite ein ganz neues Fenster, sondern stellt sie auf einer neu angelegten Karteikarte, einem Tab, dar.
Das ist eines der Features von Firefox, das wesentlich zur Übersichtlichkeit beiträgt. Beim Internet Explorer kann man nun zusätzlich eine Ansicht einschalten, die verkleinerte Vorschau-Bilder der gerade aktiven Tabs zeigt. Das ist praktisch, wenn man aus dem im Kartenreiter gezeigten Titel nicht schlau wird.
Die Menüleiste hat Microsoft kräftig aufgeräumt: nur noch "Seite" und "Extras" stehen standardmäßig zur Verfügung. Und noch etwas gibt es beim IE7, was Firefox schon längst hat: nun steht ein Eingabefeld oben rechts zur Verfügung, in dem man direkt Suchanfragen formulieren kann.
Bei beiden Konkurrenten darf der Anwender bestimmen, an welchen Suchdienst die Anfrage gehen soll. Microsoft schlägt natürlich ganz unschuldig "Windows live" vor
Aber die Konkurrenz schläft nicht, die endgültige Version des neuen Firefox 2 steht in diesen Tagen als Download, auch in Deutsch, zur Verfügung. Der sieht zunächst nicht anders aus, als die Vorgängerversion 1.5 Symbole und Erscheinung wurden zwar aufgehübscht, die Änderungen sind jedoch minimal.
Am deutlichsten fällt noch das zusätzliche Kreuzchen in den Tabs auf, mit denen man die Reiter mit einem Klick schließen kann. Mittlerweile auch serienmäßig: eine Liste der zuletzt geschlossenen Tabs, damit sie schnell wieder geöffnet werden können. Früher ging das nur über ein Erweiterungsmodul.
Eine Rechtschreibprüfung für Textboxen gehört jetzt auch zum Standard, sie kann beliebig um Sprachen ergänzt werden.
Unter der Oberfläche haben sowohl die IE- als auch die Firefox-Programmierer an Sicherheitsthemen gearbeitet. Ein Phishing-Schutz soll zum Beispiel bei beiden Programmen verhindern, dass die User irrtümlich gefälschte Websites öffnen und dort PIN-Nummern und ähnliches eintippen.
Ein schickes Internet-Explorer-Feature ist die Zoom-Funktion: sie vergrößert, wie eine Lupe, nicht nur die Schriften, sondern die gesamte Webseite. So bringt das Programm auch Seiten derart aufs Papier, dass nichts abgeschnitten wird.
Zu den kleineren, aber im Alltag nützlichen Verbesserungen gehört auch beim Explorer eine Rechtschreibprüfung: sie macht in längeren Eingabefeldern auf Tippfehler aufmerksam.
Insgesamt kann nun keiner der beiden Browser mehr einen großen Vorteil erzielen. Die Frage, Internet Explorer oder Firefox zu installieren, steht aber ohnehin nicht an. Irgendwann im November wird sich bei all denjenigen, die für ihren Windows-PC die "automatischen Updates" aktiviert haben, ein Fensterchen öffnen.
Ein Klick genügt dann, und der neue Microsoft-Browser landet automatisch auf der Festplatte. Manchmal geht es auch nicht anders: es gibt immer noch Webdesigner und Design-Programme, die Seiten "optimiert für Internet Explorer" erstellen.
Wer auf solche Seiten nicht verzichten will, muss wohl oder übel beide Programme auf dem Computer haben. Doch der Marktanteil des Internet Explorers ist in Sachen Sicherheit ein Vorteil für Firefox.
Hacker nutzen aus purer Faulheit eher die Sicherheitslücken des viel weiter verbreiteten Internet Explorers aus. Firefox-User hatten dadurch in der Vergangenheit weniger Ärger mit Sicherheitslücken und Hackerangriffen.
(sueddeutsche.de)
Griechenland und die Euro-Zone
Ein Klick genügt dann, und der neue Microsoft-Browser landet automatisch auf der Festplatte. Manchmal geht es auch nicht anders: es gibt immer noch Webdesigner und Design-Programme, die Seiten optimiert für Internet Explorer erstellen.
Das kann man so lakonisch hinnehmen, man kann (und sollte) aber den Schwarzen Peter der mächtigen Firma Microsoft zuschieben, die schlicht nicht willens waren und ist, die Webstandards des W3C-Konsortiums zu befolgen. Dadurch verhielt sich der Internet Explorer einfach nicht so, wie man es als Webprogrammierer erwartet. Da aber nun mal der Kunde nicht mündig ist (auch wenn das auch von der SZ immer wieder so gerne behauptet wird), wurde aber von der breiten Masse der technisch schlechtere IE verwendet, weil er halt geschickterweise von MS vorinstalliert wurde. Passend dazu glänzt die MS-Software Frontpage schließlich v.a. auch dadurch, den erzeugten Code auf den IE maßzuschneidern...
Um Arbeit zu sparen, haben einfach viele Programmierer dann schlicht nur die schmutzigen IE-Implementierungen verwendet -- mit der Folge, dass andere Browser, die sich an die offiziellen Standardempfehlungen hielten das Nachsehen hatten. Ich empfinde es als Hohn, wenn man einer so boomenden Firma wie Microsoft dieses "Versehen" nachsieht. Es war und ist schlicht ein absichtlich eingebautes Mittel, um den Wettbewerb auf dem Browsermarkt zu unterbinden. Technische Laienautoren wie auch hier in der SZ taten dann das ihre dazu, und bescheinigten der Konkurrenz eine schlechtere Programmierarbeit...
Ein Klick genügt dann, und der neue Microsoft-Browser landet automatisch auf der Festplatte. Manchmal geht es auch nicht anders: es gibt immer noch Webdesigner und Design-Programme, die Seiten optimiert für Internet Explorer erstellen.
Das kann man so lakonisch hinnehmen, man kann (und sollte) aber den Schwarzen Peter der mächtigen Firma Microsoft zuschieben, die schlicht nicht willens waren und ist, die Webstandards des W3C-Konsortiums zu befolgen. Dadurch verhielt sich der Internet Explorer einfach nicht so, wie man es als Webprogrammierer erwartet. Da aber nun mal der Kunde nicht mündig ist (auch wenn das auch von der SZ immer wieder so gerne behauptet wird), wurde aber von der breiten Masse der technisch schlechtere IE verwendet, weil er halt geschickterweise von MS vorinstalliert wurde. Passend dazu glänzt die MS-Software Frontpage schließlich v.a. auch dadurch, den erzeugten Code auf den IE maßzuschneidern...
Um Arbeit zu sparen, haben einfach viele Programmierer dann schlicht nur die schmutzigen IE-Implementierungen verwendet -- mit der Folge, dass andere Browser, die sich an die offiziellen Standardempfehlungen hielten das Nachsehen hatten. Ich empfinde es als Hohn, wenn man einer so boomenden Firma wie Microsoft dieses "Versehen" nachsieht. Es war und ist schlicht ein absichtlich eingebautes Mittel, um den Wettbewerb auf dem Browsermarkt zu unterbinden. Technische Laienautoren wie auch hier in der SZ taten dann das ihre dazu, und bescheinigten der Konkurrenz eine schlechtere Programmierarbeit...
Schade, dass der Verfasser des Artikels nicht noch mit einem Hinweis folgenden Browser erwähnt: OPERA.
Er ist auch frei aus dem Internet herunterzuladen, verfügt wie der Firefox über viele Funktionen, und die Benutzeroberfläche ist komplett frei zu gestalten. Dazu hat er viele weitere Profi-Features.
Leider ist er viel zu wenig bekannt, hier kann man ihn runterladen:
http://www.opera.com/
schaut schön aus der Neue . viele ist jedoch vom Firefox abgeschaut.
Allerdings diese geht halt nich überall.
Am besten für mich ist der Netscape 8.1.2.
Der kann Taps und zwar soviel man will auf anklicken.(ohne rechte Maustaste)
In der Darstellung kann man zwischen IE und Firefox wählen.
Er hat eine tolles Individualprogramm.
Für mich der Beste auch nach eingehender Prüfung des IE 7.0
Leider ist der Netscape nur in Englisch erhältlich.
Gruß
Karlgold
Es gibt auch, für alle die es noch nicht wissen, denn es ist eines der meist runtergeladenen Firefox Plugins, den IE Tab. Damit zeigt Firefox alle Seiten, die leider nur mit dem Internet Explodierer anzusehen sind, problemlos an. Es erscheint dann in der unteren Browserleiste ein kleines Symbol mit dem man mit einem Klick von Firefox auf IE umstellen kann. Ich persönlich habe seitdem ich dieses Plugin installiert habe alle Seiten ansehen können.
Paging