Durchschnittlich 25-mal schneller sollen US-Bürger künftig im Internet surfen können. Doch einigen Fernseh- und Radio-Stationen drohen durch den Plan herbe Verluste.
Die USA bereiten einen ehrgeizigen Ausbau ihres Internets vor. Die zuständige Regulierungsbehörde legte am Montag einen Plan vor, unter dem der Zugang zu dem Netz im Schnitt um das 25fache beschleunigt wird und zahlreiche Regionen erstmals einen schnellen Anschluss erhalten sollen.
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90 Prozent der US-Bürger sollen künftig schnellen Anschluss an das Internet haben. (© Foto: iStock)
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Auch der Mobilfunk soll mit erweiterten Frequenzen von dem Ausbau des Breitband-Netzes profitieren. Der Plan bildet die Grundlage für die Gesetzgebung des Kongresses und wird am Dienstag offiziell von der Bundeskommission Kommunikation FCC verabschiedet.
Rund 100 Millionen Amerikaner und damit ein Drittel der Bevölkerung hätten noch keinen schnellen Anschluss an das Internet, stellt die FCC in ihrem Plan fest. "Wie Elektrizität vor einem Jahrhundert ist heute das Breitband-Netz die Basis für wirtschaftliches Wachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Wettbewerbsfähigkeit und einen höheren Lebensstandard."
TV-Sender vor Problemen
Die Vorschläge sehen vor, 90 Prozent der Bürger mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. Laut des Planes sollen langfristig unter anderem Radio- und TV-Sendefrequenzen für den Mobilfunk freigeschaufelt werden, was wiederum einige Sender vor Probleme stellen könnte, da ihnen Reichweiten-Verluste drohen.
Der Ausbau kommt deshalb vor allem Mobilfunkunternehmen wie Verizon Wireless, Sprint Nextel oder der US-Tochter der Deutschen Telekom zugute. Für Ausrüster wie Alcatel-Lucent, Qualcomm oder den Kabelverleger CommScope eröffnet sich die Aussicht auf lukrative Aufträge.
Für den Ausbau, der zwischen 15,5 und 25 Milliarden Dollar kosten soll, will die FCC vor allem Gelder aus dem Konjunkturprogramm verwenden. Zumindest bei der Vorstellung zeigte sich die Behörde allerdings wenig internetaffin: Der Plan ist erst seit Dienstag im Netz aufrufbar, am Montag mussten Journalisten ihn noch persönlich abholen - und zwar auf 360 Seiten ausgedruckt, wie das Wall Street Journal berichtet.
- Glasfaser-Internet Breitband-Insel der Glückseligen 02.01.2010
- Finnland Breitband-Zugang als Bürgerrecht 15.10.2009
- Internetzugang Breitband braucht Förderung 08.12.2009
- Internet-Konzern Google baut das Super-Netz 10.02.2010
(sueddeutsche.de/Reuters/joku/holz)
Kuriose Schilder (4)
Alles ist relativ!
Über Amerika:
Ein Sinn armer Artikel, das 25 fache von was? von 4,5 kiloBaud?
oder 19kb/s oder was?
Und die armen "coloured peoples", die vor Hunger nicht Schrippe sagen können, bekommen dann einen privaten Breitband/HochBaud -Anschluss zur Wirtschaftsbelebung. Naja!-
Und wir ? Kaufen 16 Mbit und bekommen und nutzen 5,8 Mbit?
(Download)
Nigeria! hatte zu der Zeit als bei uns in Deutschland ISDN eingeführt wurde ein Internet-Netz mit 1 MegaBaud. Da haben wir noch mit einem Dampfmodem gearbeitet in Deutschland. Natürlich mit einem Hightec aus dem die bites dann nur so herausgeschossen sind, tropfenweise. Noch gar nicht lange her.
Und auf den Dörfern in diesem unseren Lande läuft an vielen Stellen immer noch das Dampfmodem, weil es kein ADSL dort gibt. Oder? Lohnt sich halt nicht! sagte die T.
Alles in allem, viel Schatten in der Breite unseres Landes.
Aber um ehrlich zu sein, in Ballungszentren und ihrer Umgebung
ist das Internet schon sehr gut, realistisch 6 Mb/s, das reicht für schnelles Surfen und Telefonsprechen über InternetProtokoll (VOIP) und Digitalstream Radiohören. Geschwindigkeit mehr abhängig von Auslastung der Gegenstelle (Server) als von der Netzgeschwindigkeit.
Echte Verdienste hat sich dabei eine berliner Firma mit drei Buchstaben erworben. Leute ich lobe euch, aber es geht noch besser. (Docu)
Nur wenn Video über Netz eingeführt wird, kommt entweder der große Geschwindigkeits- und Stabilitätseinbruch oder das Netz muss so ausgebaut werden, wie es normal erst in 50 oder mehr Jahren sein würde.
Und das kostet echtes Geld, viel, viel Geld, das wir heute überhaupt nicht mehr haben und das sich nicht so schnell amortisiert.
Schaugn mir mal, dann...
"Schweden hat es schon heute geschafft auch entlegene Winkel mit 24 Mbps zu versorgen."
Schweden: 450.295 km²
USA: 9.629.091 km²
Die Vereinigten Staaten hatten in der Hinsicht schon immer ein Problem weil einfach eine riesige Fläche abgedeckt werden muss. Eisenbahnen, Highways, ... oder zu meiner Zeit die Netzabdeckung für Handys, wo in manchen Gegenden nur wenige Anbieter zur Verfügung standen und dank Roaming hübsche Rechnungen zusammen kamen.
Für uns sind das vielleicht keine beeindruckenden Geschwindigkeiten, für bisherige Verhältnisse in den USA aber durchaus.
... und weist darauf hin, dass nach "laut" nicht der Genitiv steht: Es heißt nicht "laut des", sondern "laut dem" (Dativ).
Außerdem werden Frequenzen nicht unbedingt gleich "freigeschaufelt", sondern ganz unspektakulär freigemacht oder freigegeben oder umgewidmet.
Und ein "ehrgeiziger Ausbau" ist derart ausgedroschenes Stroh, dass es staubt. Vor allem kann ich mir nichts darunter vorstellen. Ein "ehrgeiziger Ausbau"?
Goethe: "Ich habe mich in meinem Leben vor nichts so sehr als vor leeren Worten gehütet, und eine Phrase, wobei nichts gedacht und empfunden war, schien mir an anderen unerträglich, an mir unmöglich."
mit 24 Mbps zu versorgen?
Also ûberholspur würde ich es nun nicht gerade bezeichnen, was die USA da machen. Und Deutschland ist wohl unter der Diskussionsschwelle.
... in den Städten, überall dort, wo die DT als einziger Anbieter die Infrastruktur zur Verfügung stellt..., ist eine echte Zwangs- maßnahme, die in dem Ausmaß nicht durch die gestiegene Anzahl der Anschlüsse zu rechtfertigen ist. Was dahinter steckt ist einfach: die Deutsche Telekom zwingt dadurch Kunden aller Anbieter auf VDSL umzusteigen, um die eigenen Ausbaukosten nachträglich reinholen zu können.
Beispiel: Zentrum einer Grossstadt, schon vor 4 (vier) Jahren mit 16Mbps versorgt, ich hatte eine hervoragende 6Mbps-Leitung. Bis im Frühling 2008 die Deutsche Telekom unten auf der Strasse einen neuen Verteilerkasten für VDSL-Leitungen/Anschlüsse hingestellt hat. Ab dann war die BB von den 16Mbps schrittweise bis auf die max 3Mbps beschnitten. Wer mehr will, als das, was man vor drei Jahren bereits hatte... muss jetzt auf VDSL umsteigen, freilich zum doppelten Preis.
Und eine Leistungs-, bzw. BB-garantie gibt in der Bundesrepublik
gar nicht, bei "bis zu 25Mbps" kann man auch bei effektiven Dauer-6Mbps landen, selbst die eigene DT-Leistungsbescheibung für die VDSL-Anschlüsse relativiert in einem Satz die eigene Behauptung aus dem vorherigen Satz...
Zumal: vom Kundendienst kann ja bei keinem Anbieter ernsthaft, und statistisch relevant die Rede sein.
Bundesrepublik ist diesbezüglich ein Entwicklungsland.