Huawei P20 Das Smartphone mit den drei Kameras

Und jetzt mit drei Linsen: Huaweis Smartphone P20 pro legt besonderen Wert auf die Kameratechnik.

(Foto: OH)

Huawei hat für sein P20 zusammen mit Leica eine sehr aufwendige Kameraeinheit entwickelt. Die Chinesen sind in der Oberklasse angekommen. Aber braucht man das?

Von Helmut Martin-Jung

Gemessen an dem, was man mit einem Smartphone alles machen kann, ist das Telefonieren zur Nebensache geworden. Dafür wird eines immer wichtiger: Fotos. Man hat die Geräte ja nicht bloß immer dabei, die Fotos lassen sich auch gleich in soziale Netzwerke oder in eine Cloud hochladen. Und das Beste: Die Qualität der Bilder wird immer besser. Wie zuletzt Samsung bei seinem Galaxy S9 setzt nun auch Huawei mit dem P20 pro auf eine sehr aufwendige Kameraeinheit. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt.

Nicht weniger als drei Kameras hat der chinesische Hersteller auf der Rückseite des großen Handys verbaut. Die eine nimmt in Schwarz-Weiß auf, die andere ist eine Kamera mit optischem Dreifach-Zoom und die dritte - die Hauptkamera - hat einen für Smartphones großen Sensor mit 40 Megapixel, rechnet aber immer vier Pixel zu einem zusammen.

Dazu hat Huawei Software entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz (KI) Szenen erkennt und die Parameter entsprechend einstellt. Nimmt man etwa den Kopf eines Menschen ins Visier, lässt die Automatik den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen, Farben - etwa das Grün einer Wiese - werden mit einem extra Schuss Leuchtkraft versehen. Am meisten bringt die Kamera-Aufrüstung bei Aufnahmen in Dunkelheit; auch hier hilft die KI, Bilder aus mehreren verwackelten Aufnahmen zu einem ansehnlichen Ergebnis zusammenzurechnen.

Erinnerungen ans iPhone

Und sonst? Hat Huawei ein Oberklasse-Smartphone entwickelt, das sich in keiner Hinsicht vor der Konkurrenz zu verstecken braucht, es läuft sehr flott und durchwegs flüssig. Der Oled-Bildschirm nimmt fast die gesamte Frontseite ein, abgesehen von der durch Apples iPhone X bekannt gewordenen Aussparung sowie einem schmalen Streifen unten, in dem Huawei den Fingerabdrucksensor untergebracht hat. Die Design-Ähnlichkeit zum iPhone ist unverkennbar, das gilt auch für das Betriebssystem. Huawei nutzt zwar Android (8.1), die Oberfläche erinnert aber eher an iOS.

Auf einen Klinkenanschluss für analoge Kopfhörer haben Huaweis Designer verzichtet, auch ein Schlitz für eine Speichererweiterung mit SD-Karten fehlt, 128 Gigabyte sind aber standardmäßig an Bord. Dafür nimmt das Smartphone allerdings zwei SIM-Karten auf. Huawei ist mit dem P20 pro definitiv in der Oberklasse angekommen, allerdings auch beim Preis, es kostet 899 Euro.

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