Neuer Job für die bekannteste Puppe der Welt: Barbie wird Computeringenieurin. Bei der Entscheidung für den Berufswechsel half die Internetgemeinde.
Personaler würden Barbie wahrscheinlich eine gewisse Ziellosigkeit unterstellen: Ob Fitnesslehrerin, Astronautin, Supermodel oder Feuerwehrfrau - ständig wechselt die Blondine ihren Beruf.
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Barbie: Mit Laptop, ohne Lederhose (© Foto: AP)
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Vielleicht wird ihr 126. Job etwas Konstanz in das Berufsleben der für ihre 50 Jahre erstaunlich jung aussehenden Alleskönnerin bringen: Barbie wird Computeringenieurin. Eigentlich dominieren Männer das Berufsbild, doch die Puppe soll nach Angaben des Herstellers Mattel etwas "Geek-Schick" in die Branche bringen.
So wird sie im Herbst mit einem T-Shirt mit Codeschnipseln, Brille mit rosa Rand, Smartphone und einem pinken Laptop ausgerüstet in den Spielzeugläden der Welt erscheinen. Allerdings dürfte sie ihren IT-Job nur halbtags ausüben: Gleichzeitig wird sie nämlich auch als Nachrichtensprecherin die Bühne betreten.
Die Entscheidung für den neuen Beruf durften erstmals Internetnutzer fällen. Mehr als 500.000 Stimmen kamen dabei zusammen. Nora Lin, Präsidentin der Gesellschaft weiblicher Ingenieure, begrüßte die Wahl: "Als Computeringenieurin kann Barbie Mädchen zeigen, dass Frauen Produkte entwickeln können, die einen wichtigen und positiven Einfluss auf den Alltag der Menschen haben", zitiert sie die Nachrichtenagentur Reuters.
Ob sich Barbie einem bestimmten Arbeitgeber anschließt, ist noch ungewiss. Der Computerkonzern Apple könnte einige weibliche Entscheidungsträger durchaus gebrauchen: Nach der Vorstellung des iPad hatten zahlreiche Frauen im Internet gemutmaßt, dass im Namensfindungsteam für den Flachcomputer keine einzige Frau gesessen habe. "Pad" bedeutet neben "Notizblock" auch "Tampon".
(sueddeutsche.de/joku/gal)
Robin Gibb ist tot
Lieber @farbraum,
Ihre Kritik nehme ich mir zur Herzen, allerdings finde ich neben dem anekdotischen Wert die Meldung auch deshalb interessant, weil sie einen bestimmten Zeitgeist wiederspiegelt: Computer und Informationstechnologie werden immer mehr zur Matrix, in der wir uns bewegen.
Der ergraute Witz von lupe_christoph (vielen Dank für den Hinweis!) zeigt, dass inzwischen selbst die ironischsten Geek-Fantasien Realität wären. Anders gefragt: Hätten Sie vor zehn Jahren geglaubt, dass Programmieren einmal einen solchen Mainstream-Level erreicht?
Beste Grüße,
Johannes Kuhn, sueddeutsche.de
Das wurde schon vor Jahren angekuendigt:
Sysadmin Barbie! Complete with tiny pager, Leatherman, selection of LARTs, and makeup kit for that haven't-slept-in-3-days look.
Heather Garvey
Gut, Pager sind nicht mehr aktuell...
"Als Computeringenieurin kann Barbie Mädchen zeigen, dass Frauen Produkte entwickeln können, die einen wichtigen und positiven Einfluss auf den Alltag der Menschen haben"
Mattell scheint echt gute oder zumindest einflußreiche Marketing-Leute zu haben, dass sich die SZ zu so einem Artikel hinreißen lässt. Da hat man mittlerweile mehr von BILD.de, da ist man dann wenigstens nicht enttäuscht so ein Niveau anzutreffen.
Mit Journalismus hat das hier jedenfalls nicht mehr viel zu tun!
genau eine Plastikpuppe zeigt den Frauen was sie werden könne. Wie verzweifelt muss man eigentlich sein um sich an so etwas hochzuziehen?
Endlich eine gute Nachricht. Go, Baby, go!
Ich wünschte mir noch ein paar weitere Varianten:
- Barbie als Klaus Barbie
(Intersexualität als gesellschaftliches Thema, dessen Tabuisierung aufhören sollte)
- Barbie als "Malibu-Stacy"