In Las Vegas stand Microsoft-Gründer Bill Gates zum letzten Mal auf der großen Bühne - ohne Neues im Gepäck.
Für eine Abschiedsvorstellung fiel der letzte Auftritt von Bill Gates auf einer Messe reichlich unspektaktulär aus. Am Sonntagabend um halb sieben Ortszeit, also spät Nachts in Deutschland, trat der Gründer und Verwaltungsratschef von Microsoft in Las Vegas auf die Bühne und eröffnete die Consumer Electronics Show, eine der wichtigstem Messen für die Unterhaltungsindustrie. Zum letzten Mal, denn ab Sommer zieht sich Gates aus dem Geschäftsleben zurück.
Ein echter Rock 'n' Roller: Bill Gates bei seinem Abschied von der High-Tech-Bühne. (© Foto: dpa)
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Es ist schon fast ein Ritual: Seit 1994 eröffnet Gates die Consumer Electronics Show. Mit wenigen Aussetzern konnte er so am Sonntag abend sein zehnjähriges Bühnenjubiläum in Las Vegas feiern. Es wird der letzte Auftritt vor dem Publikum aus der Unterhaltungsindustrie als Microsoft-Vordenker sein, denn im kommenden Sommer tritt Gates ab. Der reichste Mann der Welt widmet sich dann nur noch mit seiner Frau Melinda der gemeinsamen Stiftung, die mittlerweile mit einem Vermögen von 60 Milliarden Dollar zu der vermögendsten weltweit zählt.
Gates hat die Show in Vegas immer dazu genutzt, um das Publikum an seinen Visionen für die IT-Branche teilhaben zu lassen, aber auch um neue Produkte der eigenen Entwickler vorzustellen. So hat er die Spielkonsole Xbox zuerst auf der Unterhaltungsmesse gezeigt, ebenso wie das elektronische Buch oder die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems Windows namens Vista. Dieses Mal überließ es Gates seinen Topmanagern, die kommenden Produkte zu zeigen.
Die Hälfte seiner Redezeit gewährte der Firmengründer Robbie Bach. Der Verantwortliche für das Unterhaltungsgeschäft bei Microsoft wird zuweilen als neuer, starker Mann bei dem Softwarekonzern gehandelt. Bach zog seinen Arbeitgeber im Formatstreit zwischen Blu-ray- und HD-DVD-Medien aus der Schusslinie. Beide Formate werden als möglicher Nachfolger für DVDs gehandelt (Kasten).
"Der Onlinevertrieb wird die treibende Kraft", sagte dagegen der Manager - und stellte mit Disney, ABC und MGM neue Filmstudios vor, deren Sendungen in Zukunft aus dem Internet auf die TV-Konsole Xbox geladen werden können - in hochauflösender Qualität. So wird die Spielekonsole zur Settop-Box für Fernseher. Auch das Internetfernsehen der britischen Telefongesellschaft BT lässt sich in Zukunft auf diese Weise über die Xbox-Konsole auf dem Fernsehschirm empfangen.
Gates hielt sich während der Rede von Bach im Hintergrund. Er war wie bei so vielen seiner vorhergehenden Auftritte in Las Vegas mit Pullunder, Hemd und Anzugshose gekleidet. Sein Verdienst für die IT-Branche liegt darin, dass er frühzeitig die Bedeutung von Software herausgestellt hat. Vor 33 Jahren gründete der inzwischen 52-Jährige mit Paul Allen das Softwareunternehmen Microsoft. Mit dem Betriebssystem Windows und dem Büroanwendungspaket Office ist die Firma in den Folgejahren zum Quasi-Monopolisten aufgestiegen.
Der Vordenker von Microsoft rief in Las Vegas ein neues digitales Zeitalter aus. "Die erste digitale Dekade war ein voller Erfolg", sagte er. In den nächsten zehn Jahren werden seiner Ansicht nach andere Geräte, die nicht unbedingt das Aussehen eines Computers haben, zur Navigation, dem Surfen im Internet oder Abrufen von E-Mails dienen. Auf der Bühne in Las Vegas war deshalb auch ein Auto von Ford zu sehen. Über Sprachbefehle kann der Fahrer das Mobiltelefon im Wagen oder das Autoradio steuern. Ford hat seit vergangenen November 30000 Fahrzeuge mit der entsprechenden Software von Microsoft verkauft.
Gates selbst wird die Erfüllung seiner Träume nur noch aus der Ferne erleben: Er hatte schon vor acht Jahren einen Teil seiner Verantwortung abgegeben. Seither führt sein langjähriger Weggefährte Steve Ballmer das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender . Gates übernahm damals neben dem Vorstand im Verwaltungsrat den Posten des obersten Softwarearchitekten. Zum Sommer treten gleich zwei Microsoft-Manager seine Nachfolge an: Der Chef-Softwarezuständige heißt fortan Ray Ozzie. Für die Entwicklungsstrategie zeichnet Craig Mundie verantwortlich. Er selbst werde dann zum ersten Mal seit seinem 17. Geburtstag keinen Vollzeitjob mehr bei Microsoft haben, sagte Gates.
(SZ vom 08.01.2008/mri)
OB-Kandidatin Nallinger
... weil Herrn Wiedeking der auch so seine Milliönchen auf der Seite hat zolle ich durchaus auch Respekt. Auch wenn ich finde das 56 Millionen pro Jahr als Verdienst zu viel sind. Herrn Gates nicht. Weil mir bis heute nichts bekannt ist was er geleistet hat und Respekt verdient.
P.S. Herr Thorvalds hat zuerst um Unix/Minix ein Framework herumgebaut was rechtlich im Rahmen der Gesetze einwandfrei war. Erst später hat er dann die Betriebssystemfunktionen dazugefügt weil nicht mehr so viel fehlte und das auch im Rahmen der Gesetze. Das ist ein Unterschied dazu wenn man ein halbgares System dessen Code schlecht geklaut war und man in dem Moment noch nicht einmal in dessen Besitz ist verscherbelt. Herr Gates hat übrigens seine Programme auch nicht alleine geschrieben. Von Fachleuten hört man übrigens dass er nicht einmal so ein besonders guter Programmierer war. Seine Geschäftstüchtigkeit habe ich im übrigen schon gelobt aber Respekt hat er sich damit bei mir nicht verschafft. Dazu gehört mehr.
Ich für meinen Teil werde die Kommentierung zu dem Artikel jetzt beenden. Man kommt hier auf keinen grünen Zweig. Gates polarisiert eben. Es gibt Leute wie mich (und ich steh dazu) die den Mann, für seine Geschäftstüchtigkeit seinen Erfolg und das was er zweifelsohne erreicht hat, bewundern, und andere die es Ihm halt nicht gönnen. Sei es aus blankem Neid weil Sie zu dieser Zeit die Möglichkeiten nicht hatten ähnliches zu vollbringen, oder einfach aus anderen Beweggründen.
Linus Thorvalds hat auch nicht alleine Linux geschaffen. Er hat den Grundstein gelegt und ohne die freie Mitarbeit diverser Programmierer wäre Linux nicht da wo es heute ist, sondern nur das für was es eigentlich gedacht war: Ein Terminalemulator um sich schneller an Unix anmelden zu können. Wenn man die Geschichte von Linux liest könnte man ja auch gleich schreien DAS IST ALLES NUR GEKLAUT.. (Minix Betriebssystem, Zitat: "..da mein Betriebssystem diesem in einigen Merkmalen ähnelt (gleiches physikalisches Layout des Dateisystems (aus Praktikabilitätsgründen) und einige andere Dinge.." Zitatende..
Und trotzdem zolle auch ich auch Ihm Respekt. Respekt dafür etwas geschaffen, es kontinuierlich weiterverfolgt ,und sich einen Namen in der Geschichte gemacht zu haben.
Zum Thema Knebelverträge.. Wenn ich als Unternehmer eine gewisse Marktmacht habe, z.B. durch eben verstärkte Nachfrage, dann werde ich dies immer ausnutzen. Egal ob ich Microsoft, BMW, oder egal wie auch immer heiße. Dies gibt es überall. Fragen sie mal diverse kleine (Ex-) Vertragswerkstätten warum sie keine mehr sind.. (Stichwort: Vorschrift von Ausstellungsflächen.. etc..)
Zum Thema Copyright. Um das mit Geld aus der Welt zu schaffen müssen sie erstmal den Absatz machen um sich das leisten zu können. Wenn es eine Firma erfolgreich zu Ende bringen will, dann muß sie nicht nur auf Schadenersatz klagen, sondern auch die weitere Verwendung dieser Ideen/Produkte verbieten und verfolgen. Auch dafür gibt es wohl genügend Beispiele aus der ganzen Wirtschaftswelt (Siehe BMW-Nachbauten von Chinesischen Firmen, Duplikate von Kugellagern (FAG), etc. etc. etc. *ironiean* Als kleiner Denkanreiz.. fahren Sie nur Mercedes? Denn eigentlich ist das Prinzip des Automobils ja auch nur geklaut oder?? *ironieaus*
Was kein Kritiker jemals ansprechen wird ist, das es Microsoft geschafft hat, au
Das ist wahrlich eine dreiste Lüge!
Welche Standards? Wenn das ein Witz sein soll, dann ist er in die Hose gegangen.
Wenn es Ironie sein soll, ist wohl mein Detektor kaputt.
MS und Standards - was für ein Witz! Die Versionen sind ja z.T. untereinander inkompatibel.
MS hat eigene Formate (eben keine Standards!) immer nur benutzt, um Konkurrenten auszuschalten. Das kann imponieren, wem es will, mir nicht.
DW
P.S. http://de.wikipedia.org/wiki/Standard
"Er hat weltweite Standards geschaffen (bzw. schaffen lassen), das ist eine deutliche Leistung. Ich muß ihn nicht mögen, um das zu respektieren. "
IBM hat mit der freien PC Architektur einen Standard geschaffen. Das jetzt zufällig und durch gewisse unlautere Methoden Microsoft seine Programme durchgedrückt hat so das auf den meisten Bildschirmen alles ähnlich aussieht ist kein Standard. Die IT leidet furchtbar unter den Formaten die jeden Wettbewerber ausschaltet. Selbst Microsoft Produkte untereinander haben ja wenn man bei den Formaten bleibt genügend Probleme. Vernünfige Standards sind OpenDocument, PDF ... aber ganz sicher kein XLS, DOC .... Bill Gates hat Netscape durch quersubvention aus dem Markt gedrückt und die Bowserentwicklung als es keinen nennenswerten Konkurrenten mehr gab völlig eingestellt, auf dem Gebiet der Officepakete war 10 Jahre fast nichts zu sehen bis mit OpenOffice.org ein nennenswerter Konkurrent auftauchte ...
"warum nutzt dann die Mehrheit der Menschen Produkte von Hr. Gates?"
Knebelverträge mit Händlern (erst jetzt trauen sich manche wieder das eine oder andere Gerät ohne Windows auszuliefern). Fragen Sie mal bei Händlern über die Drücker von der Firma nach. Alternativen wurden mit unlauteren Mitteln ausgeschaltet (DR DOS, WordPerfect ...). Kennen keine Alternativen (ändert sich langsam aber bis so ein Quasimonopol gebrochen ist dauert es) ...
"Und wenn soviele Urheberrechtsverletzungen und Copyright-Verletzungen passiert sind, warum wurde dann Microsoft bisher noch nicht von einer solchen massiven Klage getroffen das der Konzern es nicht überstehen hätte können? "
Der Konzern hat teilweise so knapp 40 Verfahren nebeneinander wegen solcher Dinge gehabt aber da ein paar Milliönchen, dort ein paar hundert Milliönchen, da eine halbe Milliarde und schon ist das aus der Welt geschafft. Recht erkauft mit sich mit einem Barvermögen von 50.000.000.000 Dollar aus der Portokasse. Der Konzern war kurz vor der Machtübernahme durch Mr. Bush kurz vor der Zerschlagung. Wurde von Mr. Bush aber im Voraus schon angekündigt das unter seiner Regierung nix draus wird.
Zum Thema Respekt. Den muss man sich erarbeiten. Herr Thorvalds der Schöpfer von Linux hat meinen Respekt. Der hat nämlich wirklich in nächtelanger Arbeit ein Betriebssystem aus der Wiege gehoben und keine geklaute Ware verkauft.
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