Eine Künstlerin ist mit ihrer Klage gescheitert: Google darf weiterhin Miniaturansichten urheberrechtlich geschützter Werke zeigen.
Der Internetdienst Google verletzt bei seiner Bildersuche keine Urheberrechte. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheiden. Damit blieb die Klage einer Malerin und Grafikerin aus Weimar in letzter Instanz erfolglos. Sie hatte sich dagegen gewehrt, dass in der Trefferliste des Google- Bildersuchdienstes Miniaturansichten ihrer Bilder als sogenannte Thumbnails gezeigt werden.
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Googe-Bildersuche: Wer Schlagworte vergibt, will gefunden werden. (© Screenshot: Google.com)
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Der BGH folgte den Argumenten der Klägerin nicht. Die Künstlerin habe ihre Einwilligung zur Veröffentlichung der Bilder gegeben, weil sie diese auch auf ihrer eigene Internetseite veröffentliche. Zudem habe sie den Zugriff der Suchmaschinen auf ihr eigenes Portal ermöglicht.
Bereits in den beiden vorherigen Instanzen war die Künstlerin gescheitert. Das Thüringische Oberlandesgericht in Jena hatte zwar eine Urheberrechtsverletzung grundsätzliche festgestellt, die Ablehnung des Antrags aber unter anderem damit begründet, dass die Frau selbst eine Suchmaschinenoptimierung vorgenommen habe, woraus zu schließen sei, dass sie an der Auffindbarkeit durch Suchmaschinen interessiert sei. Unter anderem waren Bilder mit Schlagworten versehen worden.
Schweigendes Einverständnis vorausgesetzt
Das Urteil des BGH geht über das der Vorgängerinstanz hinaus: Die Künstlerin, so heißt es in der Begründung, habe keine Vorkehrungen getroffen, um die Google-Suchroboter auszusperren. Damit, so argumentieren einige Rechtsexperten, müssten Urheber künftig aktiv dafür sorgen, dass ihre Werke nicht auffindbar sind - sonst ist von einem schweigenden Einverständnis auszugehen.
Hätte die Klage erfolgt gehabt, wäre Google unter Umständen dazu gezwungen gewesen, die Internet-Bildersuche in Deutschland abzuschalten - denn damit hätte das Unternehmen prinzipiell für jedes Thumbnail, das im Suchindex erscheint, eine Einwilligung zur Darstellung einholen müssen.
Az.: I ZR 69/08
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(sueddeutsche.de/dpa/joku/holz)
Surfrider Beach in Malibu
Hallo Herr Kuhn,
es ist richtig, dass hier im Digital-Bereich mehr zu finden ist, als bloße News zum iPhone oder anderen Spielsachen. Ich bin generell auch froh, dass über diese Dinge überhaupt berichtet wird.
Aber wenn ich mir z.B. das Thema Missbrauch in der Kirche ansehe, über das die SZ nicht müde wird zu berichten, so finde ich dazu beim ersten Google-Versuch die Bereiche Politik, Bayern, Kultur, Panorama und Leben.
Es sind alles Bereiche, die davon betroffen sind, jeweils mit der entsprechenden Perspektive.
Es liegt in der Natur des Ressorts (Politik), dass es den Anschein hat, man könne zu allem Meinungen haben, die alle stehen zu lassen haben. Die Grenzen hier muss allerdings bei klaren Fakten liegen!
Daher würde ich mir gerade zu der Zensursula-Thematik eine breitere Aufarbeitung wünschen, die im Digital-Bereich ganz klar herausstellt, das - was jeder echte Fachmann bestätigen kann - diese Gesetze wirkungslos, gemeingefährlich und sündhaft teuer für die Verbraucher sind! Auch wenn die Ja-Stimmer hoch und heilig versprechen, es nicht zur Zensur einzusetzen.
Es ist nicht so, dass diese Fakten unklar sind - wie etwa die Frage, ob die Schuldenbremse funktioniert - und man das befürworten kann und es Kritiker gibt. Nein, hier liegt im Gegensatz zu politischen Themen die Sache klar auf der Hand!
Daher sollten die fachlichen Fakten hier klar herausgestellt werden, im Politikressort aufgezeigt werden, welche Personen es aus Informationsversäumnis oder böser Absicht (andere Möglichkeiten sind mathematisch ausgeschlossen) dennoch unterstützen und vielleicht im Wirtschaftsteil vorgerechnet wird, was so eine Zensurtechnologie den Provider kostet und so kleinere Anbieter systematisch aus dem Markt kickt!
Dank des Internets leben wir in einem Land, in dem so gut wie jeder alles vor einem großen Publikum sagen kann und allein dieses entscheidet, was es davon hören will. Das ist Demokratie in Reinform und wer dies mit (Staats-)Gewalt einschränken oder unterdrücken will, den kann man mit einiger Berechtigung Faschist nennen und wie ich finde sollte man ins Gefängnis werfen!
Ich kann mich nicht daran erinnern dass ihr in eurem Artikel irgendwas davon erwähnt habt, dass alles was irgendwie unter 18 aussieht für einen "Durchschnittsbetrachter" in Zukunft zum "Kind" umdefiniert wird und dann entsprechend bestraft wird. Denken sie mal nach was das unter anderem für die Kunst heißt.
Des weiteren kann ich mich nicht daran erinnern, dass ihr irgendwo erwähnt habt, dass Comics lesen ein Verbrechen werden soll.
Der Witz ist dass mit solchen absurden Ideen dann offiziell Kindesmissbrauch bekämpft werden soll. Die Leute sind doch nicht von diesem Planeten.
Vielleicht können sie mir den link posten zu dem Artikel auf den sie sich beziehen und mich eines besseren Belehren.
Sehr geehrte Nutzer,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
@olleluja: Danke für den Hinweis, haben wir korrigiert. *hüstel*
@schattenherz: Wir haben über das Thema berichtet, als Frau Malmström mit ihren Vorstellungen an die Öffentlichkeit ging. http://www.sueddeutsche.de/computer/129/507289/text/ Wir haben es natürlich weiter im Blick und werden, sobald es größere Entwicklungen gibt, wieder einsteigen. Folgen Sie uns auch auf Twitter, wo wir gerne Linktipps posten.
@KulturOptimist: Wir werden uns wahrscheinlich einig, aber ich wiederhole es gerne noch einmal: Das Digital-Ressort ist kein Nerd-Ressort sondern trägt der Digitalisierung der Gesellschaft und den Folgen für Zusammenleben und Gesetzgebung Rechnung. Ich bin froh, dass die Debatten zum Thema hier stattfinden - in der Politik würden sie aufgrund des hohen Themenumschlags sicherlich schwieriger zu finden sein.
Beste Grüße,
Johannes Kuhn, sueddeutsche.de
der BGH ist mitnichten einer BHG gleichzusetzen, unter welcher man vormals eine Bäuerliche Handelsgenossenschaft verstand.
google geheule ist langsam unerträglich. Die Leute sollten dankbar sein, dass man ihre irgendwo in der hinterletzten staubigen Ecke des Interents dahinvegetierende Webseite DANK google überhaupt findet. GOOGLE bietet diesen Diest auch noch kostenlos an.
Und wer nicht gelistet werden will, der baut einfach "index=nofollow" in den Quellcode ein und ab sofort ignoriert jede Suchmaschine die Seite. Auf das sie nie und nimmer gefunden wird.
Paging