Zahlreiche Anbieter locken derzeit mit günstigen DSL-Zugängen und versprechen gleichzeitig günstiges Telefonieren im Web. Die Angebote sind aber häufig mit allerhand Klauseln versehen. Genaues Hinsehen lohnt sich.
Voice over Internet Protocol (VoIP), das Telefonieren über das Internet, galt bis zu diesem Frühjahr meist als Spielerei.
Zahlreiche DSL-Anbieter locken inzwischen mit kostenloser Internet-Telefonie. (© Montage: sueddeutsche.de)
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Die Nachteile, wie etwa das unbequeme Telefonieren mit einem Headset oder die unausgereifte Technik überwogen. Die Qualität der Verbindungen war schlecht.
Das hat sich mittlerweile geändert. Nun werben die Internetdienstleister wie web.de, GMX oder Freenet mit der Internet-Telefonie. Sie schnüren Angebotspakete mit Hard- und Software und bieten verschiedene Tarife für Viel- und Wenigtelefonierer an.
Das Ziel ist, am Geschäft mit den Telefonkunden zu verdienen und diese langfristig an die Dienstleister zu binden. Viele Experten sind der Ansicht, dass die normale Telefonie in Zukunft durch VoIP ersetzt wird. Doch das Telefonieren über das Internet hat noch seine Tücken.
Welche Leitung braucht der Nutzer?
Um über das Internet in gewohnter Qualität telefonieren zu können, benötigt der User einen DSL-Anschluss. Erst über die Breitbandtechnik ist eine störungsfreie Übertragung möglich.
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Mercer Management Consulting verfügen aber lediglich 16 Prozent der deutschen Haushalte über einen solchen Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet. In den Niederlanden sind dies bereits 41 Prozent und in der Schweiz 37 Prozent. Mercer rechnet jedoch mit einer schnellen Ausbreitung des DSL-Standards dank Zusatz- oder Mehrwertdiensten wie VoIP oder TV-Diensten. Auch neue Anbieter wie Hansenet (Alice) bringen Bewegung in den Markt.
Was kostet die notwendige Technik?
Bis vor wenigen Jahren mussten die Nutzer auf Kopfhörer, Mikrofon, Soundkarte und Headset zurückgreifen. Heute gibt es spezielle Internet-Telefone, die von herkömmlichen Apparaten kaum zu unterscheiden sind. Die Geräte sind schon für knapp unter 100 Euro zu haben.
Mit Hilfe von Adaptern und einem so genannten Router, die den Übergang zwischen zwei verschiedenen Netzwerken ermöglichen, können auch analoge Telefone weiter in Gebrauch bleiben. Ebenso können hochwertige Handys und andere mobile Geräte über spezielle Software und Wireless genutzt werden. Für etwa 250 Euro sind Alleskönner im Handel. Sie vereinen Router, DSL-Modem, WLAN-Funk (drahtlose Verbindung) und VoIP-Telefonanlage in einem Gerät und funktionieren sogar ohne PC.
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