Mit Hilfe von Hinweisen über Facebook will die Polizei Hannover in diesem Jahr acht Kriminalfälle gelöst haben. Während nun auch andere Ermittler über den Einsatz der Facebook-Fahndung nachdenken, melden Datenschützer Bedenken an.
"Liebe Facebook-Gemeinde", ist auf dem Profil der Polizei Hannover aktuell zu lesen, "wir benötigen mal wieder Eure Hilfe bei einer Fahndung nach einem Betrügerpärchen." Ein Bild der zwei Tatverdächtigen, die einem 62-Jährigen die Geldbörse gestohlen und mit seiner EC-Karte später mehr als 1000 Euro abgehoben haben sollen, ist in dem sozialen Netzwerk zu sehen, darüber wird der genaue Vorfall beschrieben.
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Facebook-Seite der Polizei Hannover Hannover Facebook Polizei (© Screenshot: Facebook.com)
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Wenige Stunden nach der Veröffentlichung war diese Meldung am Mittwochnachmittag von den Fans der Facebook-Seite bereits knapp 7000 Mal "geteilt", also im Netz weiterverbreitet worden. "Andere Polizeidienststellen sollten sich ein Beispiel nehmen", lobt eine Userin.
Als eine der ersten bundesweit ist die Polizei der niedersächsischen Landeshauptstadt im Rahmen eines Pilotprojekts seit Anfang März bei Facebook aktiv. Nun zogen die Ermittler Bilanz: Acht Fälle konnten in Hannover mit Hilfe des sozialen Netzwerks gelöst werden, darunter zwei wegen gefährlicher Körperverletzung, zwei Vermisstensachen, ein Sexualdelikt und ein Autodiebstahl. Nicht ein einziger entscheidender Hinweis sei hingegen über die klassischen Medien eingetroffen, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe.
Das Prinzip der Facebook-Fahndung ist einfach: Die Pressestelle in Hannover hinterlässt auf der virtuellen Pinnwand eine Meldung, meist mit Foto, und bittet um sachdienliche Hinweise, etwa von Zeugen - diese sollen sich jedoch nicht öffentlich, über die Kommentarfunktion bei Facebook, melden, sondern telefonisch.
Datenschützer vermissen Rechtsgrundlage
Dass sich alle daran halten, wird von den Mitarbeitern der Dienststelle Tag und Nacht überprüft; bei Bedarf können Einträge gelöscht werden. Den Rest erledigen die inzwischen mehr als 80.000 Fans der Seite, indem sie Fotos und Texte im Netz verbreiten. Ein Vorteil der Facebook-Fahndung sei, dass die Ermittler selbst bestimmen könnten, was veröffentlicht werde, erklärt Schiewe. Zudem fände sich im Netz die richtige Zielgruppe: "Kriminalität ist relativ jung."
In Hannover haben sich viele Behörden gemeldet, die an den neuen Fahndungsmethoden interessiert sind. Datenschützer kritisieren jedoch, die nötige Rechtsgrundlage sei nicht zu erkennen. Nach Beratungen einer Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz im Januar und weiteren Gesprächen will das Innenministerium von Niedersachsen entscheiden, ob in Hannover weiterhin per Facebook gefahndet wird.
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(SZ vom 29.12.2011/joku)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Facebook = wanted dead or Alive
So wird es in Zukunft heißen.
Die Leute sind Mitglieder Sozialer Netzwerke und dabei werden sie sich selbst Bloßstellen,nicht nur Straftaten auch jeder kleinste Fehltritt
ob begangen oder nicht wird dann mit großer Schdadenfreude geahndet bzw geächtet.
Wenn dann noch Prämien für die Ergreifung ausgegben werden ist das Szenario komplett.
Ein Beamter sitzt gemütlich vor dem PC und wartet auf Informationen
die da vom Michel bei ihm Einhageln.
Wenig Aufwand aber effizient.
Die Prämie ist dann anschließend ein MC D.......ld Gutschein oder B.K wie auch immer viell.auch 20€ Punkte auf`s Konto.
Der Bürger überwacht sich selbst und meldet das an eine Staatliche Kontrolle ( Institution).
Irgendwie hat es das doch schon mal gegeben, nur früher hieß das nicht Facebook sondern Stasi.
Die hatten zwar keine PC´S dafür aber ganz viele kleine Karteikärtchen wo alles Akribisch festgehalten wurde.
Und wohin das geführt hat wissen wir ja heute.
Nähmlich zum TOTALEN HASS eines totalitärem System gegenüber.
Wenn sich unter anderem die Facebook User dem bewust werden, ist es schon lange zu spät.
Dann werden ihre Vorstellung von Demokratie schon längst der Vergangenheit angehören und ihrer Grundrechte beraubt sein.
Das ganze passiert dann schleichend alles wird psycholigisch so fein ausgearbeitet das der User/ Benutzrer davon so wenig wie möglich mitbekommt.
Das nennt man dann Fortschritt bzw.technische Erneuerung und alle springen auf den fahrenden Zug auf.
Gruß eM
Gibt es schon fast 10 Jahre bei uns. Man kann Straftaten im Internet anzeigen. Nicht besonders schön umgesetzt, aber umgesetzt.
Dass es jetzt auch in einem bekannten Social Network passiert, das in 3-5 Jahren vielleicht schon wieder tot ist (jetzt aber 100 Milliarden wert sein soll)... Werbung?