Von Katharina Böhringer

Beim Thema Internet-Sicherheit ist nur eines sicher: Hundertprozentige Sicherheit existiert nicht. Dennoch gibt es die ein oder andere Maßnahme, mit der man seinen Computer gegen Virus- und Spamattacken wappnen kann - zumindest für den Moment.

Gerhard Forster kämpft mit Leib und Seele gegen einen unsichtbaren Feind. Sie heißen Viren, Trojaner, Spam, Würmer - und das sind nur einige der fiesen Elemente, die Computer befallen können. "Der Rechner kann blitzschnell zum ferngesteuerten Zombie werden", warnt Forster, Geschäftsführer der IT-Sicherheitsfirma Supratec.

Besonders fieses Subjekt: der Spammer. (© Foto: www.sicher-im-netz.de)

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Seine Zuhörer lauschen gebannt. Es sind gewiss nicht Computercracks, die Forster erreichen will. Es sind Nutzer wie du und ich, die den PC in der Freizeit oder bei der Arbeit verwenden. Vor allem aber ist es die Generation, die bei dem Begriff Trojaner noch zuerst an Homers Ilias denkt.

Auch an diesem Morgen sind vor allem ältere Teilnehmer zum kostenlosen Vortrag im Rahmen der Initiative "Deutschland sicher im Netz" nach Gröbenzell bei München gekommen. Aber auch der Jungmeister eines Handwerkbetriebs will sich darüber informieren, wie sich sein Unternehmen absichern kann. Schließlich würden laut Forster rund 75 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen durch mangelhafte IT-Sicherheit Schaden erleiden.

Immer wieder updaten

Grimmig blicken die Gesellen von der Leinwand, vor denen sich jeder besonders in Acht nehmen sollte: der Hacker, der Schmutzfink, der Online-Betrüger und der Spammer. Letzterer nervt vor allem, der Schmutzfink nutzt das Netz als Halde für seinen geistigen Müll, meist gewaltverherrlichender oder rechtsradikaler Art.

Richtig bedrohlich für den PC können vor allem der Hacker, korrekt müsste er eigentlich Cracker heißen und der Online-Betrüger genannt werden.

"Es geht hier nicht um die Technik", sagt Forster weiter, "sondern darum zu erkennen, dass man etwas tun muss, um sich vor Angreifern zu schützen." Forsters goldene und wichtigste Regel: Updaten, updaten, updaten.

So lästig es auch sein mag, nichts schütze besser als immer wieder die neuesten Versionen von Virenscanner und Betriebssystem herunterzuladen. "Und selbst dann kann ich nur sagen: Sie sind jetzt sicher, was nachher ist, weiß ich nicht", räumt Forster ein.

Misstrauen gegenüber Anhängen

Die häufigen Updates sind deshalb so wichtig, weil der Rechner nur so gegen die neuesten Virenattacken geschützt ist. Auch Betriebssystem und Anwendungen müssen regelmäßig aktualisiert werden.

Entdecken die Hersteller nämlich eine Schwachstelle in ihrer Software, wird ein so genanntes "Patch" veröffentlicht, damit Hacker jene Schwachstelle nicht ausnutzen können. Außerdem sollte der "digitale Türsteher", unter Fachleuten Firewall genannt, nicht fehlen.

Ein weiterer Ratschlag: unbekannte Anhänge nicht öffnen. Gerade wenn die Freundin Helga eine blinkende E-Mail mit tanzendem Bärchen schickt und die Aufforderung, das Dokument zu öffnen, noch so lustig ist, sollte man widerstehen. Das heißt: Helgas Bekannte sollte die Datei sofort löschen. Andernfalls droht sich ein Trojaner einzuschleichen. Dieser hat es vor allem auf Passwörter, Pins und Tans abgesehen.

Sofort vernichten sollte der Internet-Anwender auch Anhänge mit der Endung .exe. Da diese sich auch hinter 25 Leerzeichen verstecken kann, ist immer Vorsicht geboten. Immerhin: Über den Acrobat Reader lesbare Anhänge mit der Endung .pdf sind meist sicher.

Misstrauen sollte sich hingegen bei den Microsoft-Produkten Word, Excel und Powerpoint regen. Jene Anhänge könne verseucht sein, etwa wenn Helga einen Virus auf dem PC hat. Öffnet sich ein Fenster, das abfragt, ob ein Makro geöffnet werden soll - löschen.

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