Wer zu Weihnachten ein Smartphone verschenken möchte, kann zwischen zahlreichen Modellen wählen: Soll es ein teures iPhone oder doch eher ein etwas preisgünstigeres Android-Handy sein? Und was kann Nokias Windows-Phone? Ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der Handy-Welt.
Seit mit dem iPhone bewiesen ist, dass man einen Minicomputer mit Telefonfunktion tatsächlich mit den Fingern steuern kann, verkaufen sich die Geräte wie geschnittenes Brot - und alle anderen Hersteller wollen an diesem Geschäft teilhaben. Immerhin gut ein Viertel aller weltweit verkauften Handys sind solche Alleskönner.
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Konkurrenten des neuen Apple-Smartphones – Sie können was, was das iPhone nicht kann
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Wer vor der Frage steht, ein neues Handy zu kaufen, sollte sich aber wie bei allen Gerätschaften erst einmal fragen, wozu er es vor allem nutzen will. Geht es ums Telefonieren, um die ein oder andere SMS? Dazu vielleicht gelegentlich ein Foto schießen und Musik oder Radio hören?
Das alles können inzwischen auch normale Handys für rund 100 Euro. Der in arge Schwierigkeiten geratene Nokia-Konzern etwa bietet in diesem Segment immer noch sehr gute Geräte an.
Der große Bildschirm der Smartphones wäre dagegen für solche Nutzung bei weitem überzogen; viele, die es nicht gewohnt sind oder nicht mehr so flink mit den Fingern sind, kommen auch mit der Berührungssteuerung nicht zurecht. Außerdem braucht der Bildschirm eine Menge Strom. Die meisten Smartphones müssen über Nacht an die Steckdose, je nachdem wie intensiv man sie nutzt.
Fünfte Version des Apple-Betriebssystems
Wer unterwegs ohne Internet, Facebook, Twitter & Co. nicht auskommt, landet zwangsläufig bei den Smartphones. Apple verkauft derzeit drei Generationen seines iPhones: das rundliche 3GS, das etwas kantigere Modell 4 und das äußerliche gleiche 4s.
Die Preise reichen von 369 Euro (3GS mit acht GB Speicher) bis 849 Euro (4s mit 64 GB). Auf allen diesen Geräten läuft die inzwischen fünfte Version von Apples Betriebssystem, die auch Anschluss an den Internetspeicherservice iCloud bietet. Die Synchronisierung mit dem Computerprogramm iTunes klappt gut, das digitale Ladengeschäft für Musik, Filme und andere Inhalte ist nahtlos integriert - das lässt sich Apple aber auch gut bezahlen.
Wer ähnlich leistungsstarke oder sogar noch besser ausgestattete Geräte haben will, ohne in Apples Welt gefangen zu sein, für den sind vor allem Handys mit Googles Android-System interessant. Die aktuelle Bestenliste des Fachmagazins Chip beispielsweise wird angeführt von Android-Smartphones von Samsung und HTC.
Vorsicht vor Billig-Phones
Den Spitzenreiter, Samsungs Galaxy S 2, gibt es bereits für rund 400 Euro. Auch das Android-System ist mittlerweile sehr benutzerfreundlich, erlaubt aber auch, etwa Musik oder Fotos einfach über das Ladekabel vom PC auf das Handy zu spielen und umgekehrt. Wer einen Zugang bei Google einrichtet, bekommt viele Dienste, zum Beispiel Navigation, kostenlos (von den Gebühren fürs mobile Internet abgesehen). Die Inhalte der Geräte lassen sich auch auf den Google-Servern sichern.
Noch rechtzeitig vor Weihnachten hat auch Nokia seine ersten Smartphones mit dem neuen Windows für Handys auf den Markt gebracht. Auch dieses System ist einen Blick wert und mit Sicherheit besser, als es die derzeitigen Verkaufszahlen vermuten lassen. Es mangelt allerdings noch ein bisschen an den kleinen Zusatzprogrammen, den Apps, die Apples Geräte und die mit Android erst so richtig zu Alleskönnern machen.
Vorsicht ist geboten bei sehr billigen Smartphones, egal mit welchem System. Diese haben langsamere Prozessoren, wenig Speicher und einen schlechteren Bildschirm, sodass viele Apps zwar funktionieren, aber eben doch keinen richtigen Spaß machen.
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(SZ vom 05.12.2011/joku)
Es ging mir um die typischen Floskeln in dem Bericht.
Ja, Apple lässt sich den Zugriff auf ihren riesigen Musik und Film-Shop bezahlen. Und Nein, ich muss meine Musik und meine Filme da nicht kaufen.
Ja, Apples Geräte sind perfekt aufeinander abgestimmt. Und Nein, auch mit zu Fremdanbietern (Google, Microsoft...) sind deren Produkte kompatibel.
Ja, Apple lässt (ohne Rooten des Smartphones) keine Apps aus anderen Quellen auf ihren Geräten laufen. Ich erkenne dabei aber bislang weder Nachteile für den Käufer, als für den Verkäufer (bis auf den Mangel an Pr0n-Apps). Die Preise sind minimal (vgl. Windows Mobile App-Preise in Pre-iOS-Zeiten).
Ja, Android ist ein freies OS. Und Nein, das bedeutet nicht automatisch, dass plötzlich alles mit allem kann und alle ganz uneigennützig nett zueinander sind.
Der Android Store wollte übrigens (im Gegensatz zum AppStore von Apple) auch unbedingt meine Kreditkartennummer. Und die rücke ich im Netz wirklich nicht gerne raus...
"Können das was Apple nicht kann..."
Dabei wird auf folgende Tatsachen nicht hingewiesen:
- Die Android Apps werden keiner Qualitätskontrolle unterzogen.
- Malware und Spyware breiten sich rasend schnell auf Android Devices aus.
- Für die meisten Android Handys gibt es schon nach kurzer Zeit keine Updates mehr, auch nicht für Sicherheitslücken.
- Im Apple Öko System, hat man zwar nicht die Freiheiten wie auf der Android Platform, dafür muss man allerdings auch kein Geek oder Nerd sein - einfach anstecken und alles funktioniert.
- Der neuen Siri Spracherkennung hat noch keiner der Konkurrenten etwas entgegenzusetzen.
Dies war mal eine positive Stellungnahme für Apple, meines Erachtens notwendig da der Artikel nicht ausgewogen über die verschiedenen Plattformen berichtet. Man könnte fast denken bei Android gäbe es keine Probleme.
Ich will keine religiösen Debatten führen, jeder soll kaufen, was er denkt. Aber die Fakten sollten bei Produktvergleichen schon korrekt sein.
>> Wer Google seine Daten nicht gibt, kann diese auch nicht (ohne
>> Frickelei) mit seinem Computer synchronisieren.
Das ist nicht korrekt. Es gibt mehrere vollkommen Google-freie, sehr, sehr simple Synchronisierungsmöglichkeiten. Eine davon sogar kostenlos. Eine App auf dem Gerät instaliieren, ein Programm auf dem Rechner. Fertig. Das kann man wohl kaum als "Frickelei" bezeichnen.
>> Einzig die Apps müssen an Apples Zensoren vorbei... d.h. wer
>> Porno-Software benötigt, sollte eine Alternative nehmen.
Gern genommenes Argument. Aber, abgesehen von diversen prinzipiellen Bedenken, die man bezüglich so einer Zensur durchaus haben darf, gibt es, speziell in Bezug auf Apps, noch weitere Argumente für Android. Zumindest, wenn man die systeminheränte Schnüffelei durch App-Anbieter ein wenig im Auge behalten möchte.
Sehr, sehr viele beliebte 'Gratis'-Apps erlauben sich, sowohl unter iOS als auch unter Android, sehr großzügige Zugriffsrechte auf das Telefon. besonders gern auf Dinge wie Telefonstatus inkl. angerufenen Nummern etc. obwohl die entsprechende App (Barcode-Scanner, Musik-Erkenner, Spiel, whatever) diese Informationen für das korrekte Funktionieren ganz gewiss nicht benötigt. Wofür? Das wissen nur die Entwickler.
Im Unterschied zu Apple klärt allerdings der Android-Store vorab über alle von der Anwendung gewünschten Rechte detailliert auf, so dass man frei entscheiden kann, ob man einb Programm für wertvoll genug hält, dem Anbieter sensible Informationen verfügbar zu machen.
Und wer dann wirklich ein wenig 'frickeln' will, kann einzelnen Anwendungen auch nachträglich offenkundig unbenötige Rechte entziehen.
Informativer sollte es heissen: Wer Google seine Daten nicht gibt, kann diese auch nicht (ohne Frickelei) mit seinem Computer synchronisieren.
Wäre mir dieser Fakt nämlich bekannt gewesen, hätte ich mir den Kauf damals erspart. Auch kam ich bei dem ach so freien Betriebssystem nicht um das Rooten des Geräts herum. Ansonsten hätte ich - nachdem der Support ein halbes Jahr nach Erscheinen des Geräts (Samsung) eingestellt wurde - kein aktuelles Betriebssystem installieren können.
Im Gegensatz dazu ist es mitnichten so, dass Apple den Benutzer einsperrt: Adressen/Kontakt lassen sich mit der Cloud, mit Outlook, mit den Apple-Kalendern, mit Thunderbird und mit Google syncen. Auch bekommt man - anders als in dem Text beschrieben - Musik und Filme aus jeder beliebigen Quelle (Amazon, eigene CDs/DVDs...). Einzig die Apps müssen an Apples Zensoren vorbei... d.h. wer Porno-Software benötigt, sollte eine Alternative nehmen.