Ein US-Amerikaner schickte mehrere Millionen Spam-Mails am Tag, um chinesische Börsenkurse zu manipulieren. Jetzt muss er ins Gefängnis.
Ein US-Bundesgericht in Michigan hat einen Spammer zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, der mit Massen-E-Mails die Kursentwicklung chinesischer Aktien zu manipulieren versuchte. Der 64-jährige Alan Ralsky, der als einer der weltweit größten Versender von Spam-Mails gilt, hatte sich in dem Verfahren schuldig bekannt.
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Spam ist nicht nur ein Markenname für Dosenfleisch, sondern auch ein Synonym für unerwünschte Werbemails (© Foto: Reuters)
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Er soll nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Sommer 2005 zwischen 400.000 und einer Million Dollar eingenommen haben, indem er mit seinen Spam-Mails die Kurse chinesischer Aktien künstlich aufgebläht hatte. "Ich habe ein Geschäft aufgebaut, von dem ich dachte, es wäre das schönste der Welt", sagte Ralsky nach Angaben der Detroit Post während der Verhandlung. "Ich glaube immer noch, das es das in vieler Hinsicht ist."
Gepflegte Verteilerliste
Ralsky und seine Helfer verschickten täglich mehrere Millionen Spam-Mails, in denen sie fast wertlose chinesische Aktien anpriesen. Nachdem die Kurse gestiegen waren, verkauften sie die künstlich verteuerten Aktien und strichen den Profit ein.
In dem Prozess waren insgesamt elf Personen angeklagt, vier davon drohen ebenfalls Gefängnisstrafen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Ralsky eine geringere Strafe gefordert, da dieser mit den Behörden kooperiert und die anderen Angeklagten zu Geständnissen bewegt habe.
Bereits während des Prozesses hatte Ralsky betont, er habe sein Unternehmen in guter Absicht geführt: Jeden Empfänger, der keine Spam-Mails erhalten wollte, habe er aus der Verteilerliste gestrichen.
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(AP/sueddeutsche.de/joku/beu)
Wirbel um Obama-Biographie
Googlemail empfehlen?
Nunja. Mit Zusatzwerkzeugen wie dem AdBlock Element Hiding Helper mag man vor dem Symptomen von Spam - auch solchen, den Google als "Werbung" klassifiziert - nicht oft in Berührung kommen.
Aber: Google bezahlt richtig viel Geld für Entwicklung und Pflege des Anti-Spams. trotzdem funktioniert er nicht. Es gibt falsche Positive ebenso wie falsche Negative. Letztendlich muss man also doch wieder regelmäßig im "Müll" wühlen, um versehentlich falsch einsortierte Mails zu finden.
Vom Datenschutz selbst gar nicht zu sprechen: Jede E-Mail mit Inhalten, die mehr als 5 Dollar wert sind, würde ich niemals a) unverschlüsselt und garantiert nicht über irgendeinen Freemail-Anbieter leiten.
Hat eigentlich irgendwer mal darüber nachgedacht, weshalb Google es sich leistet, für Millionenen Internetnutzer eine hochperformante E-Mail-Lösung mit mehr als 7 Gigabytes Platz kostenlos anzubieten? Alleine der Betrieb einer solchen Infrastruktur kostet pro Jahr mehrere Millionen US-Dollar. Das macht niemand einfach so und ohne dafür irgendeinen Gegenwert zu erhalten!
Wie viele Spammer letztendlich über scheinbar seriöse Dienstleister mit E-Mail-Adressen und weiteren Daten versorgt werden und dafür Geld bezahlen, ist die nächste Frage.
Es geht hier weit über eine "Belästigung" hinaus. Das ist purer Terror. Und dieser Terror verursacht parasität Kosten im Milliardenbereich weltweit - die jeder über seine DSL-Gebühren etc. bezahlt. Mehr noch: Spam ist DAS Kommunikationsmittel, wenn man subversive Botschaften versenden will, ohne dass der tatsächliche Empfänger identifizierbar wäre - also ein brisantes Kommunikationsmittel, das man schon im Interesse der öffentlichen Sicherheit SO und in dieser Form nicht hinnehmen sollte.
Würde für jede E-Mail ein Betrag von 5 Cent berechnet werden, wäre SPAM längst Geschichte. Da das aber nicht möglich ist und die eingesetzten Protokolle nur unzureichende Möglichkeiten der Identitätsprüfung und Sicherung bieten, sind harte Strafen - mit Gefängnis - für Täter wie Ralsky, die das systematisch betreiben, mehr als gerecht.
dass ist sehr lustig. grade habe ich in der uni erfahren, dass spam ursprünglich dosenfleisch ist. komm nach hause und lese - richtig -, dass spam dosenfleisch ist.
und warum werden die mails so genannt wie das dosenfleisch?
wieder richtig!
man will nicht wissen was drin ist
zufälle gibts...
schöne gruße
wie schnell die Leute drakonische Strafen befürworten, sobald sie sich auch nur genervt fühlen. Natürlich sollte so etwas bestraft werden und der Gewinn den jemand damit gemacht hat zurückgezahlt bzw. gespendet werden. Aber ein paar Jahre ins Gefängnis zu gehen, dafür dass man Spams verteilt hat ist masslos überzogen. Das meiste davon landet sowieso in irgendwelchen Spamordnern, da es automatisch herausgefiltert wird(kann in diesem Zusammenhang nur googlemail empfehlen).
Und von den 80% von denen mein Vorposter spricht, sind wahrscheinlich die meisten selbst verschuldet, da man sich überall mit seiner richtigen Adresse anmeldet(Gewinnspiele etc.). Ein bisschen den Kopf einschalten und überlegen wie man mit seinen sensiblen Daten umgeht hilft schon sehr. Ansonsten braucht man sich nicht darüber zu wundern wenn das Postfach überquillt und das Telefon dauerklingelt.
LG Tim
Der hat nicht nur 2005 gespamt und nicht nur für Aktien. Wahrscheinlich war die Beweislage aber nur dort eindeutig. Menschen wie Ralsky - nur teilweise mit wesentlich mehr krimineller Energie - terrorisieren seit Jahren E-Mail-Nutzer und produzieren immense Kosten für Spamabwehr, Speichermedien, Bandbreiten - mehr als 80% des weltweiten E-Mail-Volumens ist nutzloser Spam, den niemand will.
Zu Hochzeiten kamen auf einem Mailkonto - dessen Mailadresse nirgendwo offen gelegt wurde, sondern nur mit Bekannten genutzt wurde - mehrere hundert Spammails aus Botnetzen an. Der Verdacht liegt nahe, dass auch die Adresse selbst mit kriminellen Methoden (Keylogger, Trojaner etc.) abgegriffen wurde.
Perfide ist dabei, dass die Haupttäter (weniger als 15 Personen weltweit) namentlich bekannt sind. Teilweise liegen Fotos und Wohnort vor. Dennoch werden diese Menschen nicht zur Rechenschaft gezogen. Böse Zungen würden behaupten, dass das Geschäft mit Dummen - also jenen, die auf Spam reagieren - so einträglich sind, dass das wirtschaftliche Interesse das Interesse an der Strafverfolgung überwiegt.
Erstaunlich ist trotzdem, dass noch niemand völlig entnervt bei diesen Herren vorstellig geworden ist.