Adobe Ihr Flash-Player ist unsicher - schützen Sie sich per Notfall-Update

In unschöner Regelmäßigkeit muss Adobe Sicherheitslücken im Flash-Player mit Notfall-Updates stopfen.

(Foto: Getty Images)

Fast zwei Dutzend Sicherheitslücken hat Hersteller Adobe gefunden. Sie erlauben es Angreifern, fremde Computer zu übernehmen.

Windows, Mac und Linux sind betroffen: Adobe hat - mal wieder - einen Haufen Schwachstellen in seinem Flash Player gefunden. Der Hersteller empfiehlt Nutzern, ein Notfall-Update herunterzuladen - und zwar so schnell wie möglich.

Die 23 Schwachstellen werden von Adobe als "kritisch" eingestuft, es ist die höchste Gefährdungsstufe. Angreifer könnten sogar aus der Ferne die Kontrolle über ein Gerät übernehmen, schreibt das Unternehmen. Eine der Lücken werde demnach bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt. Einige der Lücken haben "Priorität 1"; damit fordert Adobe Nutzer auf, das Update unverzüglich zu installieren.

Die meisten Rechner aktualisieren Adobe-Software automatisch oder fordern dazu auf. Manuell kann der Flash-Player über diese Webseite aktualisiert werden. Nutzer sollten darauf achten, von Adobe zusätzlich angebotene Software-Installationen abzulehnen, wenn sie diese nicht haben wollen. Diese Drittanbieter-Programme sind meist überflüssig und bieten keinerlei zusätzliche Sicherheit.

Der Webstandard Flash, der es seit den Neunzigern ermöglicht, Videos, animierte Grafiken und andere multimediale Inhalte im Netz darzustellen, gilt als überholt. Regelmäßig wünschen ihm Nutzer und IT-Sicherheitsexperten den Tod. Immer mehr große Webseiten wie Facebook und Youtube verzichten mittlerweile auf Flash. Auch Adobe selbst plant seit Ende vergangenen Jahres wohl damit, dass das Internet in Zukunft Flash-frei sein wird und andere Standards wie HTML5 seinen Platz einnehmen werden.

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Grundsätzlich empfiehlt es sich, im Browser "Click-to-play" einzuschalten. Dann ist der Flash Player zunächst ausgeschaltet, Flash-Inhalte werden erst abgespielt, wenn der Nutzer sie anklickt. Wie das in Ihrem Browser geht, lesen Sie hier.