8. November 2012 10:03 Streit um Softwarepatente Gericht verdonnert Apple zu Millionenstrafe

Apple ist im Streit um Softwarepatente von einem amerikanischen Gericht abgestraft worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Apple Teile seines Videotelefonie-Programms Facetime kopiert hat. Geklagt hatte ein kleines Unternehmen, das auch schon gegen Microsoft gekämpft hat.

Apple soll der kleinen Firma VirnetX nach einem Gerichtsbeschluss 368,2 Millionen Dollar (303 Mio Euro) für Patentverletzungen zahlen. Das entschieden Geschworene im US-Staat Texas.

In dem Fall ging es vor allem Technologien für die sichere Online-Verbindung (VPN) bei Apples Videotelefonie-Dienst Facetime. Die Geschworenen stellten eine Verletzung von vier VirnetX-Patenten auf breiter Front fest, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Apple behauptet, bei Facetime eine andere Lösung als die von VirnetX geschützte gefunden zu haben.

Die Firma wollte ursprünglich mehr als 700 Millionen Dollar haben. Sie hatte 2010 bereits ein Verfahren gegen Microsoft mit einem Vergleich über 200 Millionen Dollar beendet. Am Dienstag reichte VirnetX zudem eine weitere ähnliche Klage gegen Apple ein, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.