"Es geht bei Google Street View um die faszinierende Möglichkeit, sich fremde Städte anzusehen“, sagt Keuchel. So könne man sich etwa bei einer Umzugsplanung schon vorher die Umgebung einer neuen Mietswohnung anschauen. "Am liebsten wäre uns, wenn gar keine Personen auf den Bildern wären.“ Das lasse sich aber in den großen Metropolen nicht immer vermeiden. Und was ist mit den Hausfassaden?

"Kein Einbrecher auf der Welt benötigt ein Produkt von Google, um auf Beutezug zu gehen“, antwortet Keuchel. "Wir verstehen die Argumente. Aber 99,9 Prozent aller Nutzer werden Street View nutzen, um gute Dinge damit zu tun.“

"Dieses Bild nicht mehr verfügbar"

Weder in den USA noch in anderen Ländern habe es eine vergleichbare kontroverse Diskussion um den Datenschutz gegeben wie in Deutschland, sagt Keuchel.

Google Street View wurde im Mai 2007 mit vier Städten in den USA gestartet, inzwischen kann man dort mehr als 40 Städte aus der Straßenperspektive erkunden. Nach den USA folgten Australien und Japan. In der vergangenen Woche gab es den Google-Street-View-Start in Frankreich mit Paris, Lyon, Marseille, Lille, Nizza und Toulouse.

Allerdings gibt es auch in der Pariser Street View bereits eine schwarze Lücke - weil offenbar jemand von seinen persönlichen Rechten Gebrauch gemacht und bei Google die Entfernung eines Fotos verlangt hat: Klickt man sich auf den Champs Élysées nach Nordwesten, heißt es kurz vor dem Triumphbogen: "Dieses Bild ist nicht mehr verfügbar.“

(AP, Peter Zschunke/mri)

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