Es muss nicht immer Windows sein: Das Angebot an Linux-Distributionen ist groß - und reicht vom Mini-System über Datenrettung bis zur Vollversorgung.

Das Wort "Distribution" klingt nicht gerade sexy. Was dahinter steht, kann es aber durchaus sein. Gemeint ist ein rund um das freie Betriebssystem Linux geschnürtes Softwarepaket. Das Angebot an Linux-Distributionen ist groß und reicht vom Mini-System zur Datenrettung bis zur Vollversorgung. Die populärsten Distributionen heißen OpenSuse, Ubuntu und Fedora.
Was Linux grundsätzlich von Windows und Mac OS unterscheidet: die Anwender dürfen die Software weitergeben.

"Fedora ist immer frei, damit es alle verwenden, ändern und verteilen können“, heißt es dazu etwa auf der Website des Fedora-Projektes. Diese Freiheit ist der Grund dafür, dass sich Linux-Distributionen gratis aus dem Internet herunterladen lassen oder immer wieder auch Computerzeitschriften beiliegen. Hilfe finden Anwender in vielen Online-Foren. OpenSuse ist auch im Handel - mit umfangreicher Dokumentation - zu haben. Eine weitere Möglichkeit ist, sich ein Linux-Buch mit beigelegter CD-ROM zu kaufen.

Die aktuellen Versionen der drei genannten Linuxe sind OpenSuse 11, Fedora 9 und Ubuntu 8.04/Hardy Heron. Ein Unterschied ergibt sich schon aus der verwendeten grafischen Anwendungsoberfläche: Fedora und Ubuntu setzen Gnome ein, während OpenSuse dem Nutzer bei der Installation die Wahl zwischen Gnome und KDE lässt.

Da Linux von Privatnutzern oft als zweites Betriebssystem parallel zu Windows installiert wird, spielt es vor allem für Einsteiger eine wichtige Rolle, welche Möglichkeiten zur Aufteilung der Festplatte die verwendete Distribution bietet. Experten sprechen hier von der Partitionierung. Fedora 9 könnte in diesem Punkt etwas besser sein: Die Angaben zur Anpassung des benötigten Platzes dürften dem einen oder anderen Neuling Kopfzerbrechen bereiten. Ubuntu und OpenSuse machen es dem Nutzer da einfacher. Doch um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Auch Linux-Anfänger bekommen alle drei genannten Distributionen zum Laufen.

Jede der drei Linux-Varianten hat einen etwas anderen Schwerpunkt.
"Ubuntu versucht, es dem Anwender möglichst einfach zu machen“, erklärt Oliver Dietrich von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift c’t. Viele Anwendungen sind schon konfiguriert, so dass der Nutzer nach der Installation schnell loslegen kann.

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