Der japanische Elektronikkonzern will aus dem Geschäft mit HD-DVD-Geräten aussteigen. Konkurrent Sony liegt mit seiner Blu-ray-Technik vorn.
Toshiba gibt auf: HD DVD hat den Formatkrieg gegen Blu-ray verloren. Foto: AP
Der Formatkrieg um die nächste DVD-Generation dürfte beendet sein. Gewonnen hat Blu-ray, das Format von Sony. Blu-ray wird von Sharp, Hitachi, Panasonic, Samsung und der holländischen Philips unterstützt. Der Toshiba-Konzern, der zusammen mit NEC das Konkurrenzformat HD-DVD erarbeitet und dieses vor zwei Jahren auf den Markt gebracht hatte, wird diese Eigenentwicklung aufgeben, wie aus Unternehmenskreisen von Toshiba verlautete.
Damit legt die Video-Branche ihren Formatkrieg bei, bevor die Masse der Konsumenten zwischen Blu-ray und HD-DVD entscheiden musste. Das war beim Streit um die VHS- und Betamax-Videokassetten in den 80er Jahren der Fall. Bisher hat Toshiba weltweit etwa eine Million HD-DVD-Spieler verkauft. Die Entscheidung zugunsten von Blu-ray hat sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Sechs große Hollywood-Studios - unter ihnen Disney, MGM und 20th Century Fox - gaben vor kurzem bekannt, ihre Filme künftig nur noch als Blu-ray-Disc zu veröffentlichen.
Am Freitag meldete dann der weltweit größte Einzelhändler Wal-Mart, dass er auf Blu-ray setzen wolle. Die Supermarkt-Kette kontrolliert 40 Prozent des amerikanischen DVD-Marktes. Wal-Mart begründete seine Entscheidung mit den Wünschen der Kunden. Das Toshiba-Format werde schrittweise aus den Regalen genommen. Schon am Montag voriger Woche hatte die amerikanische Netflix, der größte Video-Disc-Verleiher der Welt, entschieden, künftig exklusiv auf Blu-ray zu setzen. Bisher bot das Unternehmen beide Formate an. Netflix entschied sich gegen HD-DVD, obwohl viele ihrer Kunden mehr Filme im HD-DVD-Format ausleihen.
(Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2) nächste Seite
In diesem Artikel:


