Eva Hermans unfreiwilliger Abgang - sei es gestern Abend bei Kerner oder vergangene Woche beim NDR - sorgt weiter für Gesprächsstoff. Vor allem im Gästebuch ihrer Website.
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Die Website von Eva Herman Screenshot
Die Diskutanten bei Kerner gestern Abend waren sich einig: Wer weiterhin das Mutterglück unter den Nazis lobt, mit dem will man nicht reden. Die Folge: Eva Herman musste gehen, Johannes B. Kerner, Senter Berger, Margarethe Schreinemakers und Mario Barth blieben sitzen und das Publikum im Fernsehstudio applaudierte.
Eva Herman muss sich nun aber keine Sorgen machen, dass Sie keine Fans mehr hat. Das Gästebuch ihrer Website unter www.eva-herman.de quillt über vor Zustimmung - auch Ewiggestrige sind im Netzzeitalter angekommen.
So schreibt Frau L. aus München: "Ich bewundere Sie für Ihre Haltung und wünsche Ihnen viel Glück!". Gerade zu hymnisch liest sich der Eintrag von Jörg F. aus Senftenberg: "Ja zu Kindern! Ja zu Familien! Ja zur Meinungsfreiheit! Ja zu Frau Herman!"
Auch das Wort "Stolz" taucht des öfteren auf, in mehreren Fällen sogar gleichzeitig mit dem Wort "Autobahn". So schreibt "TB": "Ich bin stolz auf Sie! Obwohl natürlich Begriffe wie 'Stolz', 'Autobahn' (...) negativ besetzt sind!"
Viele der Eintragenden beginnen ihre zeilenlangen Stellungnahmen mit "Sehr geehrte Frau Herman" oder "Liebe Frau Herman", danach folgen meist zeilenlange Elogen auf Familienwerte und die Abhandlungen wie sehr der Ultrafeminismus den Neokonservatismus bedrängt.
Zwischen all den Jubel-Evas finden sich auch wenige kritische Stimmen. So schreibt Frenzi B. aus Bonn: "Wer so wenig Sensibilität zur eigenen Geschichte hat, hat (...) einen Ausstrahlungsplatz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht verdient.
Und zwischendurch finden sich um Objektivität bemühende Kommentare: J.N. aus Köln beklagt nicht Hermans Meinung, sondern ihre fehlende Vorbereitung: "Wenn Sie sich also schon auf das spiegelglatte Parkett mit den historischen Vergleichen begeben, dann bitte mit sorgfältiger Auswahl und fundierten Kenntnissen."
Die große, schreibende Mehrheit hält es aber mit Jan W. aus Berlin und wünscht: "Ich hoffe, Sie bleiben weiterhin präsent."



