Parasiten im Videoclip
Apple
17.12.2007, 17:52
"Würmer? Viren? - Betrifft mich nicht, ich arbeite ja mit einem Mac." Lange Zeit galt dies wie eine unumstößliche Wahrheit unter Computernutzern. Nicht weil die Software von Apple-Rechnern so viel sicherer gewesen wäre als die weiter verbreiteten Windows-Programme des Marktführers Microsoft. Es gab einfach weltweit zu wenige der schicken Kisten mit dem Mac-Betriebssystem, um die Sache für Hacker mit Ego-Defizit oder für organisierte Internetkriminelle interessant zu machen. Doch im Sog der Erfolgsprodukte iPod und iPhone verkaufen sich neuerdings auch die Designcomputer der kalifornischen Computerschmiede bestens. In den USA liegt ihr Anteil inzwischen bei zehn Prozent. Und plötzlich werden auch Rechner von Apple von Internetgaunern angegriffen.
"Der Marktanteil des Apple Mac ist mittlerweile groß genug, um als Ziel herzuhalten", heißt es im jüngsten Bericht zur Sicherheitslage im Internet, den der finnische Anti-Viren-Spezialist F-Secure halbjährlich herausbringt. Deren Nutzer wähnen sich oft noch in Sicherheit. Deshalb könnte es sich als "handfester Nachteil" erweisen, dass es bisher kaum Viren und sogenannte Trojaner speziell für das Apple-Betriebssysteme OS-X gab, warnen Sicherheitsexperten.
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Apple ist, was die Sicherheit angeht, aber auch mit seinem neuen Betriebssystem Leopard unangenehm aufgefallen. Zu den wichtigsten Empfehlungen von Sicherheitsexperten zählt es, stets eine Firewall einzurichten, also eine Schutzsoftware, die wie eine Brandmauer unbefugte Zugriffe aus dem Internet ausschließt. Doch auch wer das vor kurzem auf den Markt gebrachte Betriebssystem auf "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" stellte, war dennoch angreifbar. Hinzu kam, dass man diese Änderung überhaupt als Nutzer von Hand vornehmen musste. Die Werkseinstellung lautete "alles offen".
Einladung für Gauner
Wer also das neue Betriebssystem installierte und nicht aufpasste, dessen Rechner stand offen wie ein Scheunentor. Apple hat inzwischen "Missverständnisse" eingeräumt und die Bezeichnung des Schalters korrigiert in "Nur wichtige Dienste zulassen". Ziemlich peinlich war auch die Einführung des Apple-eigenen Internetbrowsers Safari in einer Windows-Version, die vor Fehlern nur so strotzte. Einige davon fanden sich sogar in der Version für das Mac-Betriebssystem wieder.
Derselbe Browser kommt - in einer etwas abgespeckten Version - auch auf dem iPhone zum Einsatz. Und schon warnen Sicherheitsexperten davor, das Kultobjekt könnte zum Angriffsziel werden. Als wahrscheinlichste Methode nannte das Arbor securitry engineering and response team (Asert) vor kurzem sogenannte drive-by-downloads, gemeint sind damit Webseiten, die Schwachstellen in Browsern ausnutzen, um ahnungslosen Surfern quasi "im Vorbeifahren" schädliche Software auf den Rechner zu spielen. Es reicht schon, eine solche Webseite nur aufzurufen, man muss dafür gar nicht mehr klicken.
Für den Fall, dass das nicht klappt, gibt es inzwischen "sehr subtile Methoden", wie Sean Sullivan, Experte für Schadsoftware bei F-Secure, sagt. Diese funktionieren - anders als noch vor kurzem - auch auf Apple-Betriebssystemen. Der wichtigste Schlüssel, berichtet er, ist dabei die Maskerade der Schadsoftware, mit der sie die Benutzer überhaupt dazu kriegt, die Bedenken fallenzulassen und auf die entscheidenden Knöpfe zu drücken.
Dazu gehört zum Beispiel der Trick mit dem Internet-Video. Wer darauf klickte, um es zu sehen, erhielt einen Hinweis: Ein Decoder müsse installiert werden, um den Film abspielen zu können. Eine gängige Prozedur, und auch der Rest des Verfahrens wirkte normal. Also schnell das Administrator-Passwort eingegeben, die Frage zu den Lizenzbestimmungen mit Ja bestätigt, kurz gewartet und tatsächlich, jetzt lief das Filmchen.
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![]() 27.12.2007 09:41:09 dylan51: @hirnhygiene Sie haben meine Frage nicht beantwortet, dafür aber ein Vorurteil (entstanden und genährt durch eigene Erfahrung von Win 95 über 98, NT, ME, 2000 und XP) bestätigt: arme Windows-Welt, und wie schon erwähnt, hohe Rösser, auf denen Sie da reiten. ![]()
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