Studieren mit StipendiumIch studiere, du zahlst

Bildung ist Luxus? Wer knapp bei Kasse ist, muss nicht gleich seinen Traum vom Studium aufgeben. Eine große Auswahl an Stipendien macht das Leben leichter und den Abschluss erschwinglich. Welche Förderungsmöglichkeiten es gibt und worauf es bei der Bewerbung ankommt. Ein Überblick.

Probieren geht über Studieren - zumindest was die Bewerbung für ein Stipendium angeht. Wer sich das Luxusgut Bildung nicht leisten kann, muss nicht gleich seinen Studientraum aufgeben, sondern kann sich um finanzielle Unterstützung bemühen. Dabei sollte man sich die Stiftungen genau ansehen. Denn Förderungsmöglichkeiten gibt es viele - doch nicht jeder Bewerber passt zum Profil. Prinzipiell muss man bei der Vielzahl von Stiftungen zwischen unabhängigen, parteinahen und konfessionell orientierten Organisationen unterscheiden. Wichtig ist, sich gezielt auf eine individuell passende Organisation zu bewerben. Ein Überblick.

Das Stipendium: Deutschlandstipendium

Wer steht dahinter:

Das Deutschlandstipendium ist eine bundesweite Fördermöglichkeit und wird seit dem Sommersemester 2011 vergeben. Die frühere Bundesministerin Annette Schavan trieb dieses Prestigeprojekt eifrig voran und verkündete: "Die Zeit ist reif für eine neue Stipendienkultur." Das Stipendium wird jeweils zu 50 Prozent vom Bund und privaten Förderern finanziert. Außerdem spielen die Universitäten selbst eine große Rolle, da sie selbst potentielle Geldgeber akquirieren müssen.

Wer kann sich bewerben:

Prinzipell ist jede Fachrichtung förderbar. Voraussetzung für eine Bewerbung sind gute Noten und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Auch das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg wird berücksichtigt.

Wie kann ich mich bewerben:

Bewerben können sich alle Studienanfängerinnen und -anfänger direkt bei einer Hochschule, die das Deutschlandstipendium anbietet. Wer sich zum Beispiel an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität bewerben will, muss zunächst ein Online-Formular ausfüllen, anhand dessen eine Vorauswahl getroffen wird. Schließlich entscheidet die Hochschulleitung, wer gefördert wird und wer nicht.

Was bekomme ich:

Das einkommensunabhängige Fördergeld von monatlich 300 Euro (zusätzlich zu Bafög-Leistungen) erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit.

Bild: dpa 14. Juni 2011, 08:452011-06-14 08:45:24 © sueddeutsche.de/dato/holz/bön