Studieren im Ausland Wie funktioniert das Fulbright-Stipendium?

Prominente wie Ulrich Wickert und Doris Dörrie hatten es schon, viele Studenten wollen es: Das Fulbright-Stipendium ermöglicht ein Studium in den USA. Die Förderung ist renommiert und sehr begehrt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Bewerber.

Fulbright-Stipendien erscheinen vielen Studenten als Lösung, wenn sie von einem teuren Studienaufenthalt in den USA träumen. Bekannt sind sie vor allem wegen des hohen Renommees und der berühmten ehemaligen Stipendiaten wie Ex-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert und Regisseurin Doris Dörrie.

Die Fulbright-Kommission in den USA ist vergleichbar mit dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD): Sie fördert den Austausch von Studenten und Wissenschaftlern zwischen den USA und mehr als 180 Ländern weltweit. Die deutsche Sektion ist die größte: Mehr als 40.000 Stipendiaten wurden bisher schon gefördert.

Bewerber müssen die deutsche Staatsangehörigkeit und das Abitur haben und mindestens zwei (FH) oder vier (Uni) Semester studiert haben. Sie sollen gute Studienleistungen, eine fundierte Allgemeinbildung, außeruniversitäres Engagement und gute Sprachkenntnisse (mindestens 89 Punkte im Toefl-Test) vorweisen. Zu den geforderten Unterlagen gehören auch ein Notenspiegel, die Darstellung des Studienvorhabens in den USA, ein Empfehlungsschreiben und ein "personal statement" (eine Art Selbstdarstellung als ausführlicher Lebenslauf).

Auf Basis der Bewerbungsunterlagen wird man zum Auswahlgespräch vor einer Expertenjury der eigenen Uni gebeten. Ein Teil der Bewerber wird dann zum Vorstellungsgespräch bei der Fulbright-Kommission eingeladen. Dort müssen sie unter Beweis stellen, dass sie über Politik, Kultur und Zeitgeschehen in Deutschland und den USA Bescheid wissen. Außerdem sollten sie sich Gedanken darüber gemacht haben, was sie zum deutsch-amerikanischen Kulturaustausch betragen können.

Wer das Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, kann an einer US-amerikanischen Hochschule kostenfrei studieren; Fulbright zahlt ganz oder in Teilen für Lebenshaltungskosten und Reise, für Versicherungen und auch für Organisatorisches wie Sprachtests.

Auch die ideelle Unterstützung ist umfassend: Die Kommission vermittelt ihren Stipendiaten einen Studienplatz, hält Vorbereitungstreffen ab, bietet Seminare und Unterstützung vor Ort an. Außerdem bietet Fulbright auch Stipendien allein zur Finanzierung der Reisekosten an, wenn der Aufenthalt selbst von einer anderen Organisation getragen wird.