Puppy Room an kanadischer Universität Streicheln gegen Stress

Hunde streicheln gegen den Prüfungsstress. An der Dalhousie-Universität im kanadischen Halifax können Studenten in einem "Puppy Room" Welpen knuddeln - und dabei entspannen. Eine Marktlücke offenbar - denn die Schlangen vor der Tür sind lang.

Schon die Vorbereitung war Stress pur: Erst wollten sie sich Katzen holen, aber die stresst der Transport zu sehr. Dann wollten sie Hundebabys, aber die schützt das Tierschutzgesetz vor dem Stress, der sie erwartet hätte.

Jetzt ist die Wahl auf einjährige, stressresistente Hunde gefallen. Drei Tage lang lassen die sich seit Dienstag von Hunderten Studenten streicheln - und das alles nur, damit die Studenten vor den kommenden Prüfungen weniger gestresst sind.

Für die Aktion hat die Studentenvereinigung Dalhousie Student Union (DSU) an einer Universität im kanadischen Halifax einen "Puppy-Room" eingerichtet. Ein Video zeigt strahlende Studenten, die dort mit dem Hundestreicheln gar nicht mehr aufhören wollen. Die DSU will mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass Studenten zunehmend an Depressionen und Ängsten leiden - oder vereinsamen. "Vielleicht entstehen im Raum ja auch Freundschaften", sagt Lindsay Dowling, Sprecherin der DSU.

Bei der langen Wartezeit bestimmt: Mehr als 300 Studenten drängelten allein am Dienstag in den Raum, einige mussten auf ihren ersten Tierkontakt 45 Minuten warten. Für ganz passionierte Streichler hat die DSU übrigens einen Shuttle-Bus eingerichtet, der sie zum nächsten Tierheim bringt. Da dürfen sie dann im Akkord Katzen knuddeln und mit Hunden im Freien spazieren.

Wer hier mit wem Gassi geht, ist die eine Frage. An wem die viel beschäftigten Tiere danach ihren Stress abstreicheln dürfen, die andere.

Nicht nur an der kanadischen Hochschule sind die Studenten offenbar sehr tierlieb - den Studierenden an der Universität Augsburg hat es eine streunende Katze angetan.