Herausforderungen in der Bildungspolitik Förderung von Migranten

Nur wenige Arbeiterkinder schaffen es hierzulande aufs Gymnasium oder an die Universität - noch geringer sind die Zahlen in Familien, in denen zudem ein Migrationshintergrund vorhanden ist. Weder Bund noch Ländern ist es bislang gelungen, daran etwas zu ändern. Und dass, obwohl seit Veröffentlichung der ersten Pisa-Studie verstärkt in die Bildungs- und Sprachförderung von Migranten investiert wird. Noch immer fehlt es bereits im Kindergarten an ausreichend Sprachangeboten für den Nachwuchs aus ausländischem Elternhaus. Die Schulen können diese Defizite nicht verringern, im Gegenteil.

Die neue Bundesbildungsministerin gilt als Verfechterin der Migrantenförderung: Als Ministerin in Niedersachsen machte sich Johanna Wanka unter anderem für eine Öffnung der Hochschulen für "bildungsferne Schichten und Migranten" stark. Dabei stellte sie sich sogar gegen die eigene Partei und plädierte dafür, den Hochschulzugang auch ohne Abitur zu ermöglichen. Wird Wanka ihre Bemühungen um eine verstärkte Förderung von Migranten auch auf Bundesebene weiter verfolgen, selbst wenn die Umsetzung möglicher Konzepte dann im Zweifelsfall ihren Nachfolgern obliegt?