Herausforderungen in der Bildungspolitik Schulsystem
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- Zwei-Säulen-Modell
Eigentlich verbietet die klassische Länderhoheit dem Bund eine Einmischung in Schulbelange. Unter der Federführung Schavans hatte die CDU dennoch versucht, die Zukunft der Schulpolitik auszuloten. Hauptschulen sollten demnach bundesweit abgeschafft werden und zusammen mit Realschulen in einer Oberschule als zweite Säule neben dem Gymnasium aufgehen. Die zunächst umstrittene und umkämpfte Reform war am Ende erfolgreich: Fast alle Länder haben inzwischen ein Zwei-Säulen-Modell.
Johanna Wanka, deren bisheriges Bundesland Niedersachsen ebenfalls Oberschulen zumindest in Ansätzen einführte, wird sich in diesem Punkt wohl nicht mehr einmischen. Aufgrund ihrer Vergangenheit als Landesministerin und ihrer Vernetzung in der Kultusministerkonferenz wird sie zudem Bemühungen um gemeinsame Bildungsstandards der Länder sicherlich wohlwollend begleiten.
IQB-Studie Die Aufgaben des Bildungsvergleichs
- Inklusion
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Druck auf die neue Ressortchefin dürfte es schon bald beim Thema Inklusion geben, also dem Unterricht behinderter Kinder in regulären Schulen. Die UN-Behindertenkonvention, von Deutschland 2009 unterzeichnet, sieht explizit eine "Schule für alle" vor. Beeinträchtigte Schüler sollen dort integriert, aber nach individuellen Bedürfnissen betreut werden. Dazu brauche es dringend mehr Geld, sagt zum Beispiel Udo Beckmann, Chef des Verbands Bildung und Erziehung. Als größte Schwachstelle erweise sich das Kooperationsverbot im Grundgesetz, wonach der Bund in der Ländersache Schulpolitik nichts direkt finanzieren darf.
Da Johanna Wanka das Kooperationsverbot - wie ihre Vorgängerin - nur für die Hochschule und speziell für die Spitzenforschung lockern will, wird die Inklusion eine Dauerbaustelle bleiben.