Columbia University in den USA Professor strippt vor Studenten

Wie begeistert man Studenten am besten für die Quantenmechanik? Ein amerikanischer Professor wählte jetzt eine ungewöhnliche Taktik: In seiner Vorlesung strippte Emlyn Hughes zu Musik - und Bildern von 9/11.

Es gibt Studienfächer, die auf den ersten Blick wenig Sexappeal haben, zumindest für Laien. Um Erstsemester-Studenten sein Fachgebiet, die Quantenmechanik, nahezubringen, hat ein amerikanischer Professor jetzt zu drastischen Mitteln gegriffen: Emlyn Hughes eröffnete eine Vorlesung mit einem Striptease.

Studenten der New Yorker Columbia University filmten den Auftritt ihres Dozenten und veröffentlichten das Video auf der Webseite des Uni-Magazins Bwog. In dem knapp sechsminütigen Handy-Clip ist zu sehen, wie Hughes sich mit dem Rücken zum Auditorium erst seines T-Shirts und dann - eine Banane essend - seiner Jeans entledigt. Auf einer Leinwand im Hintergund sind dazu die Worte "Quantum Mechanics" und ein Totenkopf eingeblendet.

Mit dem Ninja-Schwert gegen Kuscheltiere

Anschließend zieht sich der Professor in aller Ruhe wieder an: schwarze Hose, schwarzer Rollkragenpullover, Socken, Schuhe und Maske in derselben Farbe - bis er am Ende an einen japanischen Elite-Kämpfer erinnert. Dann drischt er mit einem Ninja-Schwert auf zwei Kuscheltiere ein, die ein ebenfalls schwarz gewandter Kompagnon zuvor auf die Bühne gebracht hat. Im Hintergrund werden dabei Bilder unter anderem der zusammenstürzenden Twin Towers, von Osama bin Laden und Adolf Hitler eingeblendet.

"Was soll das nun wieder?", fragt eine Studentin - und stellt damit die Frage, die wohl jeden beim Ansehen des Videos umtreibt. Die Antwort liefert der im besten Sinne verrückte Professor - der sich auf seiner Uni-Webseite ziemlich normal gibt - am Ende des Clips: "Um Quantenmechanik zu lernen, müssen Sie sich von allem freimachen, den ganzen Müll aus ihrem Gehirn löschen und ganz von vorne anfangen", sagt er an sein Publikum gewandt.

Im Netz mag Hughes ein Hit sein, doch die Hochschule scheint weniger begeistert von seinen experimentellen Lehrmethoden. In einem Statement der Columbia University heißt es zwar, Universitäten seien "dem Erhalt der akademischen Freiheit verpflichtet". Der betreffende Vortrag in Quantenmechanik werde aber gerade geprüft.

Hughes selbst hat sich bislang nicht geäußert - vielleicht bereitet er ja die nächste Vorlesung vor.