Abitur Wer Heine nimmt, ist selbst schuld

Beim Abitur, wie hier an einem Gymnasium in Rostock, geht es darum, das Glück in die eigene Hand zu nehmen, schreibt unser Autor.

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa)

Ständig geht es im Gymnasium um Kompetenzen. Aber was, wenn man nach der Schule von nichts richtig Bescheid weiß? Die persönliche Bilanz eines Hamburger Abiturienten.

Von Johann Aschenbrenner

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich häufig gefragt: Wozu das Ganze? Camus würde zwar sagen - das habe ich in den zwei Jahren Oberstufe gelernt -, dass diese Frage nicht zielführend ist, weil sowieso alles absurd und sinnlos ist. Aber ich kann nicht anders, als mir diese Frage zu stellen.

Ich bin 18 Jahre alt und mache am Gymnasium Othmarschen in Hamburg mein Abitur, dazu noch das französische Baccalauréat. Der Doppelabschluss heißt Abibac. Das schriftliche Abi ...