Eva Bulling-Schröter, Chefin der Linkspartei in Bayern, hat ihren Landesvorstand gerüffelt - nach einem Eklat, der weitreichende Folgen haben könnte.
Auf ihrer Internetseite feiern sich die Linken in Bayern für ein Umfrageergebnis, demzufolge sie bei einer Landtagswahl derzeit fünf Prozent der Stimmen bekommen und damit den Einzug ins Maximilianeum schaffen würden.
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Eva Bulling-Schröter ist streitwillig und versammelt eine Gruppe von Abtrünnigen um sich. (© Foto: dpa)
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Tatsächlich droht der Partei in Bayern aber die Spaltung. "Der amtierende Landesvorstand ist politikunfähig", sagte die Landesvorsitzende Eva Bulling-Schröter am Montag der SZ. "Wir müssen jetzt mit den Kreisverbänden darüber diskutieren, welchen Kurs dieser Landesvorstand einschlagen soll." Sie schloss auch einen außerordentlichen Landesparteitag nicht aus, bei dem nach dem Wunsch der bayerischen Parteichefin offenbar weite Teile des Landesvorstands gestürzt werden sollen.
Bulling-Schröters Kritik ging ein Eklat bei einer Landesvorstandssitzung am Samstag in München voraus. Dort verließ die Landeschefin mit anderen Mitgliedern des 20-köpfigen Gremiums wutentbrannt die Sitzung. Auch die Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg und Nicole Gohlke gehörten zu den Abtrünnigen.
Während der verbliebene Rest des Vorstands weiter Beschlüsse fasste, als wäre nichts gewesen, verfassten Bulling-Schröter und Co. eine Erklärung, die der SZ vorliegt.
Darin heißt es, der Auszug aus der Sitzung sei ein "Signal und eine Aufforderung an die Kreisverbände, sich in die Diskussion über das politische Selbstverständnis eines Landesvorstandes in Bayern einzumischen". Der Streit hatte sich an Anträgen entzündet, die organisatorische Veränderungen im Parteiapparat zum Ziel hatten. So stößt die vor allem von Partei- und Bundestags-Fraktionsvize Klaus Ernst forcierte "Bayern AG" vielen sauer auf.
In dieser Arbeitsgemeinschaft sollen sämtliche hauptamtlichen Mitarbeiter der sechs linken Bundestagsabgeordneten aus Bayern beschäftigt werden. Kritiker sehen darin den Versuch der Abgeordneten, eine Parallelorganisation zum Landesverband aufzubauen und ihren Getreuen gutdotierte Posten zuzuschanzen.
Außerdem streiten die Linken ums Geld. Landesschatzmeisterin Gilberte Lebien trat am Sonntag zurück. Seit Monaten hatte sie vergeblich die Finanzströme im Landesverband moniert. 70 Prozent der Mitgliedsbeiträge landen bei den Kreisverbänden und nur 30 Prozent beim Landesverband.
(SZ vom 26.01.2010/lmne)
Die neueste Antwort
Total falsch - fälscherer geht's nicht.
Und wenn schon "Anstellungsgarantie" moniert wird, dann eignet sich hierzu am ehesten die Vorgehensweise der MPP auf Spendenbasis:
Neuer Staatssekretärinnenposten für Frau Gudrun Kopp (verdiente Partei-Aktivistin seit über 30 Jahren) im Niebelschen BMZ (welches die MPPaS bekanntlich abschaffen wollte) für 500.000 Euro all in pro Jahr, an denen die Linke-WählerInnenschaft (nach Stimmanteilen) mit gut 100.000 Euro pro Jahr zwangs'beteiligt' werden.
Bei der Bayern AG muss niemand außerhalb der Partei Die Linke mit bezahlen.
Eva-Bulling Schröter und u. a. Bundestags-Neuling Nicole Gohlke sind also beleidigt. Vielleicht besinnen sie sich mal, wo sie herkommen und wem sie ihre Mandate zu verdanken haben.
Zuviel Bundestag macht blind!
Dass Klaus Ernst eine Hausmacht etablieren will, verwundert nicht.
Ein alter Fuchs, mit allen Wassern gewaschen. Am Sonntag will übrigens seine ehemalige Mitarbeiterin Lili Schlumberger-Dogu für das Amt der Münchner Kreissprecherin der LINKEN kandidieren.
http://www.youtube.com/watch?v=Sdwga0POCo8
Das Video zeigt schön auf, wie die Welt zur Zeit aussieht!
...und nicht unsichere!
Ich denke, das ehrt ihn sogar!
Ich denke, dass es sogar richtig ist, wenn sich zur Zeit in Bayern 70 % der Beträge bei den Kreisverbänden befinden. Denn die dortige Arbeit muss vorangetrieben werden.
Diese können diese Arbeit nicht aus der eigenen Tasche finanzieren. Das ist ein Unding.
Wenn die CSU meint, hier mit Dreck werfen zu müssen, so solle sie bedenken, dass sie im Glashaus sitzt und selbst die kleinste Schreibkraft bei der CSU das Parteibuch haben muß - oder Beziehungen - und zudem "Schweigen" Pflicht ist!
Bayern heißt nicht umsonst Amigo-Land!
Die SED verstand sich prima auf Vetternwirtschaft, sollten die Bayern-Linken das gemeinsame Erbe als hochzuhalten versuchen? Eine Bayern-AG mit Anstellungsgarantie ist doch ein bisschen DDR in der kalten kapitalistischen Welt. Die Proletarier zahlen, die Kader freuen sich. Und Frau Bulling-Schröter wird das auch noch zu nutzen lernen.
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