Der Landwirtschaftsminister ist gescheitert, nun soll der Staatskanzleichef die rebellischen Bauern beruhigen: Siegfried Schneider (CSU) ist auf dem Weg nach Garmisch.
Die bayerische Staatsregierung lässt nichts unversucht im zähen Ringen um den für die Ringe unverzichtbaren Skistandort Skistandort Garmisch- Partenkirchen: Nachdem die Grundbesitzer in der Marktgemeinde ein Vermittlungsangebot von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) ausgeschlagen haben, soll nun Brunners Parteikollege und Staatskanzleichef Siegfried Schneider sein Glück versuchen.
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Garmisch wirbt für Garmisch, aber nicht für Olympia. Doch die Staatsregierung lässt nichts unversucht, um die Rebellen im Oberland zu überzeugen. (© ag.dpa)
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Schneider fährt an diesem Donnerstag nach Garmisch-Partenkirchen, um Gespräche mit den betroffenen Bauern zu führen. Er wolle um Vertrauen werben, hieß es. Schneider wolle unter anderem klarmachen, dass sich die Staatsregierung dafür einsetzt, dass Zusagen und Versprechen in Zusammenhang mit den Winterspielen 2018 eingehalten werden.
Dem um Vermittlung bemühten Landwirtschaftsminister Brunner war von den Grundbesitzern zu verstehen gegeben worden, dass ein Gespräch derzeit keinen Sinn mache. Der Minister halte sein Angebot jedoch aufrecht, bestätigte ein Sprecher.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte die Grundstücksfrage in Garmisch zuletzt nach einer Versammlung der Olympia-Gesellschafter als einen "Hauptpunkt" der Münchner Olympia-Bewerbung benannt. "Ich bin da zuversichtlich", erklärte Seehofer. Das Kabinett tagt am kommenden Dienstag unter Vorsitz von Seehofer in Garmisch. Der Ministerpräsident will dort auch längere Gespräche mit Kommunalpolitikern führen.
Ude sieht Bogner in der Pflicht
Garmischs Bürgermeister Thomas Schmid hatte noch vor einer Woche im Beisein von Seehofer verkündet, dass "die ersten Verträge" mit Grundbesitzern ins Rathaus "flattern". Der Mustervertrag umfasst 20 Seiten. Von "Enteignung" der Bauern könne keine Rese sein, sagte Schmid. Der Bürgermeister sprach von einer "Riesenaufgabe" für seine Gemeinde. Schwierig sei vor allem, die benötigten Flächen für das geplante olympische Dorf zu erhalten. Für bis zu drei Jahre müssen dort Grundstücke gepachtet werden.
Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sieht die Bewerbungsgesellschaft mit Geschäftsführer Willy Bogner an der Spitze gefordert. Sie müsse noch in diesem Monat darlegen, "wie viele Grundstücke sie gesichert hat und welche sie in Kürze zu sichern hofft - und vor allem, wie groß die Grundstücke dieser Flächen sind", sagte Ude der Tageszeitung tz. Man könne nicht länger "abstrakt diskutieren", mahnte Ude.
Die deutschen Olympia-Bewerber stehen zeitlich unter Druck. Bis zum 11. Januar 2011 müssen sie das endgültige Bewerbungsbuch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einreichen. Der Standort Garmisch gilt intern als alternativlos, auch wenn sich Oberstdorf als als Ersatz-Schauplatz für die Ski-Wettbewerbe angeboten hat.
München war im vergangenen Monat neben dem schon bei zwei Bewerbungen gescheiterten Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) vom IOC zur Kandidatenstadt ernannt worden. Der Schauplatz der übernächsten Winterspiele wird am 6. Juli 2011 auf der IOC-Vollversammlung im südafrikanischen Durban gewählt.
(dpa/hai/tob)
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Die neueste Antwort
Die Seriosität der Bewerbungsgesellschaft muß sich "2-Park-Konzept" bewerten lassen.
"3-Schandfleck-Manie" wäre passender.
mit Verlaub, bei dem Begriff "hervorragender Bürgermeister" kann man ja nur in schallendes Gelächter ausbrechen. Worin bitte bestehen die tollen Leistungen eines Hr. Udes? Mit dem Denkmal setzen haben Sie natürlich recht, aber er konnte dieser Politiker-Untugend offensichtlich nicht widerstehen.
Christian Ude war ein hervorragender Oberbürgermeister von München, doch jetzt am Ende seiner Amtszeit macht er den gleichen Fehler, den viele erfolgreiche Politiker machen - er versucht sich unsterblich zu machen.
Hierzu braucht er den "Schlußböller" Olympische Spiele, der ihm das Denkmal sichert. Solche Denkmalspflege in eigener Sache hätte der bescheidene, volksverbundene Münchner OB in keinster Weise nötig, ja es zersaust ihm sogar seinen lange und erfolgreich aufgebauten Ruf. Was bei einem OB Hans-Jochen Vogel zu seiner Zeit der Olympischen Spiele 1972 noch eine Glanztat war, ist heute in dem übersättigten "Brot und Spiele"-Zeitalter nur noch eine Farce.
Die Stadt München (mit dem überzüchtigten FC Bayern inkl. Allianz-Arena), das Land Bayern (mit seinen ganzjährigen Dauervolksfesten) braucht eine Spieleabrüstung und keine -aufrüstung.
Christian Ude hat leider diese Chance verpasst, sich als erster Spieleabrüster einen Namen für die Ewigkeit zu verschaffen.
Bitte unbedingt in die Unterschriftslisten eintragen!!!!
Die Vorgehensweise in diesem Fall ist sprichwörtlich für den Umgang der Politiker
nicht nur in Bayern mit ihren Bürgern. Zunächst wird entschieden und dann auf
die sich anders äußernden Bürger massiv Druck ausgeübt.
Ähnlichen Druck erhielt Garmisch 1936 aus Berlin. Damals wurde den Verantwortlichen
ein Ultimatum gestellt sich mit der ungeliebten Nachbargemeinde Partenkirchen zu
Garmisch-Partenkirchen zu vereinigen. Andernfalls drohe den Verantwortlichen Einweisung in ein Lager. Gottseidank sind diese Zeiten vorbei.
Bitte unbedingt in die Unterschriftslisten eintragen!!!!
Die Vorgehensweise in diesem Fall ist sprichwörtlich für den Umgang der Politiker
nicht nur in Bayern mit ihren Bürgern. Zunächst wird entschieden und dann auf
die sich anders äußernden Bürger massiv Druck ausgeübt.
Ähnlichen Druck erhielt Garmisch 1936 aus Berlin. Damals wurde den Verantwortlichen
ein Ultimatum gestellt sich mit der ungeliebten Nachbargemeinde Partenkirchen zu
Garmisch-Partenkirchen zu vereinigen. Andernfalls drohe den Verantwortlichen Einweisung in ein Lager. Gottseidank sind diese Zeiten vorbei.
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