Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften zu Warnstreiks aufgerufen. Unter anderem wollen Beschäftigte der Unikliniken, Schulen und der Polizei streiken.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes rufen die Gewerkschaften für heute in Bayern zu Warnstreiks auf. Betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind Straßen- und Autobahndirektionen, Unikliniken, staatliche Bau- und Wasserwirtschaftsämter, Theater und Schulen sowie die Polizei.

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Nicht in den Streik einbezogen sind den Angaben zufolge Angestellte von Bund und Kommunen sowie Beamte. Diese sind allerdings aufgerufen, sich außerhalb der Arbeitszeiten an den Aktionen zu beteiligen.

Die zentrale Kundgebung zu den Warnstreiks findet in Nürnberg statt. Nach einem Demonstrationszug wollen sich die Streikenden gegen 11.00 Uhr am Nürnberger Kornmarkt versammeln, wo unter anderen ver.di-Bundeschef Bsirske sprechen wird. Bereits seit gestern läuft eine dreitägige Mahnwache vor dem Finanzministerium in München.

Hintergrund des Warnstreiks ist die vierte Verhandlungsrunde für die rund 700.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (außer Hessen und Berlin) am Wochenende in Potsdam. Bisher bieten die Arbeitgeber 4,2 Prozent mehr Lohn ab Juli und eine Nullrunde für das Jahr 2010. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro mehr.

Ver.di-Bezirksgeschäftsführer Heinrich Birner bestätigte auf Nachfrage, dass bereits am Morgen einige Beschäftigte im Großraum München dem Streikaufruf gefolgt seien. Auch die Tarifbeschäftigten des Polizeipräsidiums in Nürnberg begannen mit Streikbeginn um 6.30 Uhr mit den Arbeitsniederlegungen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

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(ddp-bay/dpa/bica)