CSU-Ministerpräsident Günther Beckstein gibt sich kämpferisch und legt eine lange Liste an Wahlversprechen vor - reine Torschlusspanik, sagen die Grünen.
Es ist die Rede von neuen "Leuchttürmen" und einem "Innovationspaket": Mit einer ganzen Serie von Wahlversprechen will die CSU-Staatsregierung bis zur Landtagswahl aus der Defensive kommen. Am Montag kündigte Ministerpräsident Günther Beckstein in der Staatskanzlei eine ganze Reihe neuer Initiativen von Klimaschutz über Hochtechnologie und Kinderbetreuung bis hin zur Schulpolitik an.
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Richtet den Blick derzeit lieber in die Zukunft: Günther Beckstein. (© Foto: ddp)
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Die Landtags-Grünen werteten die Versprechen als "akuten Fall von Torschlusspanik". "Alles, was die CSU in der zurückliegenden Legislaturperiode verschlafen, verweigert oder versemmelt hat, wird jetzt kurz vor der Wahl noch in Günthers großes Füllhorn gepackt", kommentierte Grünen-Fraktionschef Sepp Dürr Becksteins Vorschläge.
Darin plant Beckstein unter anderem, in der Familienpolitik eine Art Betreuungsgarantie für alle Kinder von 2 bis 14 Jahren zu geben. Zum Ende der nächsten Wahlperiode solle es außerdem keine Schulklassen mit mehr als 30 Kindern mehr geben. Im Klimaschutz will die Staatsregierung verbindliche Ziele festschreiben.
Laut der jüngsten Steuerschätzung wird sich der Geldregen der vergangenen zwei Jahre fortsetzen, weswegen die Finanzierung der neuen Programme nach Becksteins Angaben kein Problem sein soll - auch ohne neue Schulden. "Unsere finanzielle Basis ist sehr solide", sagte Beckstein. Allein in diesem Jahr werde der Freistaat eine halbe Milliarde mehr Euro einnehmen als bisher angenommen, 2009 noch einmal etwas mehr. 2010 soll es sogar mehr als eine Milliarde zusätzlicher Einnahmen geben.
Den Auftakt macht der Klimaschutz. Am Dienstag will das Kabinett konkrete Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie Einsparvorgaben beim Energieverbrauch beschließen. Einen Tag später folgt ein Klimakongress. Ein weiterer Punkt ist das Festhalten an der Atomkraft. "Wir müssen bezahlbare und klimafreundliche Energien sichern", sagte Beckstein. Der Ministerrat will sich außerdem hinter das 28-Milliarden Euro-Steuerkonzept von CSU-Chef Erwin Huber stellen.
"Innovationspaket" statt Transrapid
Der zweite Schlag soll Ende Juni in der Bildungspolitik folgen. Dann will Beckstein weitere neue Lehrerstellen ankündigen, um die Klassenstärken zu senken. In Grundschulen sollen im Laufe der nächsten Jahre maximal 25 Kinder in einer Klasse sitzen, in weiterführenden Schulen maximal 30. Am dreigliedrigen Schulsystem will Beckstein aber nicht rütteln.
Anfang Juli folgt die Technologiepolitik. Am 8. Juli will das Kabinett entscheiden, wie die 490 Millionen Euro ausgegeben werden sollen, die eigentlich für den - inzwischen gescheiterten - Münchner Transrapid eingeplant waren. Das "Innovationspaket" soll mehrere Säulen haben und insgesamt zwei Milliarden Euro kosten. Beckstein kündigte an, es werde neue "Forschungsleuchttürme" geben - vor allem in Nord- und Ostbayern.
Die Mittelstandspolitik soll damit eng verknüpft werden. Am 23. Juli will die Staatsregierung auf dem Mittelstandstag neue Fördermöglichkeiten für Risikokapital und Unternehmensgründungen vorstellen.
In der Familienpolitik wird das Kabinett noch vor der Sommerpause neue Stellen für Kindergärtnerinnen beschließen. Allen Eltern 2 bis 14 Jahre alter Kinder soll werktags ein verlässliches Betreuungsangebot bis 19 Uhr geboten werden. Damit soll unter anderem Alleinerziehenden geholfen werden, die derzeit wegen fehlender Kinderbetreuung oft nicht in Vollzeit arbeiten können. Bis wann die Betreuungsgarantie umgesetzt werden soll, ließ Beckstein offen.
Fortsetzung folgt: Ebenfalls im Sommer soll es weitere Initiativen zum Thema Gesundheit, Generationengerechtigkeit und innere Sicherheit geben.
(dpa/hai/odg)
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Die neueste Antwort
...durchsichtiger Wahlk(r)ampf das auch ist - an den Lächerlichkeitsstandard der "Linken" reicht es immernoch lange nicht hin. Dort ist vollständiger Realitätsverlust in allen Bereichen erklärtes Programm. Richtig-das gilt wohl für jede politische Partei in Teilbereichen, für die Kaste der Berufspolitiker wohl generell. Aber ein derartiges Maß wie die Linken erreichen sie alle nicht, wobei weitere Extreme hier unerwähnt bleiben, da sie ohnehin nur einen Kundenstamm von Minderbemittelten bedienen. Dies widerum gilt erstaunlicherweise für die Linke nicht ausschließlich-sie bedient die Traumtänzer aller (ehemaligen) Seiten. Sie wissen zwar, daß nichts von dem, was man herausposaunt irgendwelchen Kontakt zur Realität hat, aber es klingt halt schön kuschelig.
Manche Dilettanten arbeiten mit intensivster Selbsttäuschung, um das Ganze dann selbst zu glauben und nicht der Lüge überführt werden zu können.
Die CSU verspricht was sie niemals halten kann und wird, wähnt die BürgerInnen in trügerischer Sicherheit (unethisch) und es zum Teil z.B. bei der Bildung mehr als unzureichend.
Woher will die CSU das Geld nehmen, wenn sie schon mitverantwortlich und durch unzureichende Aufsicht 4Mrd Euro bei der BLB versenkt hat?
Die CSU hat nicht kapiert (wie denn auch?) wie eine Steuerschätzung funktioniert. Da wird einfach im Kaffeesatz gelesen und jede Vorsicht fallen lassen.
Ergo: die CSU verspricht (Wahl)-Geschenke ohne das Geld richtig in den Händen zu halten.
Die CSU ist wie die Linke und rechte Parteien, unwählbar, gefangen in Ideologie und Utopie und genau so unglaubwürdig. Das gleiche gilt natürlich auch für die SPD.
Die CSU muß sich komplett personell erneuern und sich von ihrer im 19.Jahrhundert stehen gebliebenen Ideologie befreien.
"Ich verspreche euch alles, Hauptsache, Ihr wählt uns"
Normalerweise würde ich erwarten, dass sich seine Nase stetig verlängert.
DW
... das kennen wir schon...am ende wird die mehrwertsteuer um 3% erhöht.
Paging