Bayerns Finanzminister Fahrenschon ist "wild entschlossen" zu Steuersenkungen, Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg mahnt zu Augenmaß.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht nur Raum für mäßige Steuersenkungen. Diese machten "Sinn, um die Leistungsträger nicht zu demotivieren und die Wirtschaft anzukurbeln", sagte der CSU-Minister der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post. Angesichts der "gigantischen Staatsverschuldung" müsse man aber mit Augenmaß vorangehen.
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (rechts) sieht nur Raum für mäßige Steuersenkungen, die bayerische CSU unter Horst Seehofer (links) will die Entlastungen dagegen so schnell wie möglich durchsetzen. (© Foto: AP)
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Die Konjunktur bewege sich derzeit "in einer Hügellandschaft aufwärts", sagte zu Guttenberg. Allerdings lägen "auf dem Arbeitsmarkt die schwersten Folgen der Wirtschaftskrise noch vor uns".
Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) verteidigte dagegen die von der Union geplanten Steuersenkungen in der kommenden Wahlperiode. "Wir setzen auf Wachstum, wir setzen weiter auf Entlastung, weil Entlastung an der Steuerfront Wachstumskräfte freisetzt", sagte er im ARD-"Morgenmagazin".
"Wir machen Vorschläge, die nur eine Entlastung von 15 Milliarden Euro mit sich bringen. Die ist aber notwendig, um insbesondere die unteren und mittleren Einkommen zu entlasten." Die Entlastungen kämen "so schnell wie möglich", sagte Fahrenschon.
Für 2009 und 2010 stünden sie schon im Gesetzblatt. "Und die Union ist wild entschlossen, den Kurs der Steuerentlastung auch ohne eine Unterbrechung fortzusetzen - im Jahr 2011, im Jahr 2012 und natürlich auch 2013."
Fahrenschon bestritt, dass es wegen des von der CSU geforderten Wirtschafts-Sofortprogramms Krach mit der CDU gebe. "Da gibt es keinen Zwist zwischen CDU und CSU, sondern wir marschieren getrennt und schlagen gemeinsam."
Die CSU will am kommenden Montag ein Wirtschafts-Sofortprogramm vorstellen und damit die Union stärker von der großen Koalition abgrenzen. Die CDU hält ein solches Papier nicht für notwendig.
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(AP/dpa/afis/odg)
Die neueste Antwort
Natürlich kann es keine Steuersenkungen mit Herrn Guttenberg geben.
Schließlich braucht der Mann die Milliarden für seine von ihm über alles geliebte Atom- und Plutoniumswirtschaft, die wir ja auch noch auf Jahrtausende hinaus mit Multi-Milliarden Subventionen versorgen müssen, um durch die Übernahme der Endlagerkosten den Atomstrom so billig zu machen, wie ihn die von mir so wenig verehrte Frau Merkel in der Öffentlichkeit so lauthals herum posaunt. Wenn diese Logik die Grundlage der wissenschaftlichen Kenntnis der Kanzlerin ist, dann in der Tat kann Wasser auch den Berg hinauf und über den Rand der Erde, die dann wohl ja eine Scheibe sein sollte, in ....... ? wohin auch immer fließen.
Muss man sich solchen Tendenzjournalismus, der ja offenbar von immer totalerer Desinformation und Faktenklitterung durchzogen wird, eigentlich wirklich noch an tun?
SZ könnte dann wohl auch bald als Abkürzung von scientologisches Zentrum verstanden werden, weil die ja auch eine ähnliche Interessenpolitik wie die Atomindustrie umsetzen.
welcher inhaltliche Vollentspannung folgt.
Was will uns der Verfasser (dpa/ap) dieses Textes sagen? - Ich weiß es nicht.
Ganz spannend wäre zu erfahren, was uns der Herr Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wirklich zu sagen hat. - Man/frau kann letztendlich nur raten.
'Angesichts der "gigantischen Staatsverschuldung" müsse man aber mit Augenmaß vorangehen.' ist einerseits eine Binse, die gewaltigen Interpretationsspielraum (nicht nur beim "Wo" sondern auch beim "Wieviel" sowie dem "Wann") lässt ...
... anderseits eine Mordswatschn für die Herren Fahrenschon und Seehofer, denen er schon mal vorsorglich sowie mehr oder weniger unverblümt jedwedes steuerpolitische Augenmaß abspricht.
"Dann werden die Beiträge für die Rentenversicherung erhöht" - das geht so nicht, die Lohnnebenkosten muessen doch gesenkt werden, also wird hoechstens der Arbeitnehmer-Anteil erhoeht!
Was spricht gegen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes? Ein lediger Arbeitnehmer braucht 96.000 EUR im Jahr um in den "Genuss" des Spitzensteuersatzes zu kommen. Wohlgemerkt wird auch nur der 96.000 EUR übersteigende Teil mit dem Spitzensteuersatz besteuert. Die geringen Einkommen werden dadurch also nicht belastet. Wo man die sogenannten mittleren Einkommen ansetzt, bleibt jedem selbst überlassen. Jemand mit einem durchschnittlichen Einkommen braucht sich über den Spitzensteuersatz nicht viele Gedanken machen.
Grüße vom Kauz01
Meine Güte, wie plump. Wie sehen denn Ihre Vorschläge aus, aus dem Haushaltsdefizit rauszukommen?
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