Im Streit um das Thema Mindestlöhne ist Linken-Parteichef Lafontaine auf CSU-Chef Huber und Ministerpräsident Beckstein losgegangen - doch die beiden wissen zu kontern.
Um das Thema Mindestlöhne ist ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen der CSU und der Linken entbrannt. Ihr Vorsitzender Oskar Lafontaine nannte CSU-Chef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein "erklärte Verfassungsfeinde", da sie Mindestlöhne ablehnten, die die bayerische Verfassung jedoch vorsehe. Beide müsse man "aus dem Amt jagen".
Bild vergrößern
CSU-Parteichef Erwin Huber meckert zurück (© Foto: ddp)
Anzeige
Beckstein bezeichnete Lafontaine daraufhin als "das Recht verdrehender marxistischer Demagoge". Huber nannte die Vorwürfe "groben Unfug" und "lächerlich". Für Mindestlöhne sei nicht der Freistaat zuständig, sondern der Bund.
Dass Lafontaine diese Rechtslage nicht kenne, sei "beschämend für jemanden, der schon mal Bundesminister war". Im Übrigen habe die CSU der Aufnahme einzelner Branchen in das Entsendegesetz zugestimmt, sie lehne nur einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ab.
Derweil plant der bayerische Gewerkschaftsbund, seinen Antrag für ein Mindestlohn-Volksbegehren, das sich ebenfalls auf die Verfassung beruft, fünf Tage vor der Landtagswahl einzureichen. Am 23. September werde man die Unterschriften dem Innenministerium übergeben, kündigte DGB-Sprecher Kai Senf an.
Längst habe man weit mehr als die erforderlichen 25.000 beisammen, man wolle das Thema aber noch bis kurz vor der Wahl "hochhalten", sagte Senf. Zudem teste man derzeit in fünf ausgewählten Städten, ob es gelinge, zehn Prozent der Wahlberechtigten als Unterstützer zu gewinnen. Das wäre nötig, um später einen Volksentscheid durchzusetzen.
- Huber über SPD und Linke "Wir führen einen Kreuzzug" 24.08.2008
- Änderungen in der Schulpolitik Die Schüler haben die Wahl 28.04.2010
- Parteitag der Linken Gysis Machtwort 18.04.2010
- Reisen in Deutschland Servus, Watzmann! 09.04.2010
- Ausflugstipp: Altmühltal Fossilien für jedermann 06.04.2010
- Horst Seehofer Versprochen ist versprochen 22.03.2010
- Kirche: Missbrauch Der pädophile Pfarrer - ein begnadeter Schauspieler 19.03.2010
(SZ vom 29.08.2008)
Gewalt in Syrien
Die neueste Antwort
Das steht in der bayerischen Verfassung und nichts hindert eine Regierung, so sie denn will, das umzusetzen.
Artikel 169 [Mindestlöhne, Tarifverträge]
(1) Für jeden Berufszweig können Mindestlöhne festgesetzt werden, die dem Arbeitnehmer eine den jeweiligen kulturellen Verhältnissen entsprechende Mindestlebenshaltung für sich und seine Familie ermöglichen.
Artikel 156 [Kartell- und Konzernverbot]
Der Zusammenschluss von Unternehmungen zum Zwecke der Zusammenballung wirtschaftlicher Macht und der Monopolbildung ist unzulässig. Insbesondere sind Kartelle, Konzerne und Preisabreden verboten, welche die Ausbeutung der breiten Massen der Bevölkerung oder die Vernichtung selbständiger mittelständischer Existenzen bezwecken.
Mit freundlichen Grüssen
Wolfgang Kopf-Gonzalez
Direktkandidat im Wahlkreis 104
Wer Mindestlöhne für Millionen Bürger will, muss DIE LINKE wählen - zuständig : Oskar Lafontaine, Lothar Bisky, Gregor Gysi ... samt Partei in Bund und Land.
Wer Maximumgehälter für bereits existierende Millionäre haben will, muss CDU, CSU, FDP und SPD (Seeheimer Kreis) wählen - zuständig : Angela Merkel, Erwin Huber, Guido Westerwelle, Johannes Kahrs mit ihren Parteien und Lobbyisten.
Mindestlöhne für viele oder Maximumgehälter für wenige - zuständig : DER WÄHLER !!!
Das war mein Kommentar:
In dem schrieb ich, dass ein Urteil vom Landesarbeitsgericht Bremen 5 Euro Stundenlohn für sittenwidrig erklärt hat:
9.08.2008 11:04:16
Legis: Die Frage ist: Was ist sittenwidrig: Kein Mindestlohn oder der Raubzug am Steuerzahler?
Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig
Auch Arbeitnehmer, die als Auspackhilfen im Supermarkt beschäftigt sind, haben Anspruch auf einen angemessenen Lohn. Das Landesarbeitsgericht Bremen hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass ein Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig ist.
Die Richter hielten diesen Lohn für sittenwidrig, weil er mehr als ein Drittel unter dem für diese Branche und in dieser Region üblichen Lohn lag. Der Arbeitgeber wurde dazu verurteilt, den Tariflohn zu zahlen. (Az.: 1 Sa 29/08)
http://www.anwalt.de/rechtstipps/detail.php?id=1946
Wenn das die Fakten sind, na bravo.
Sie haben behauptet, Gewerkschaften schliessen Tarifverträge ab mit einem Stundenlohn von 6 Euro.
Nun her mit den Beweisen.
Nur wieder nicht nachprüfbare Behautungen.
Und noch Unterstellungen.
Na dann gehen Sie einmal in die Schwanthaler Straße nach München und fragen dort nach den Gehältern der Angestellten bei den diversen Gewerkschaften!
Da kommen einem die Tränen!
Die Gehälter der dortigen Angestellten sind seit Jahren nach unten geschrumpft!
Aber die Gehälter der oberen Funktionäre nicht!
Die Funktionäre versorgen sich schon selbst!
Gewerkschaften sind inzwischen zahnlose Tiger und die Funktionäre an der Spitze versorgen sich alle zuerst!
Aufsichtsratspöstchen, Vorstandspöstchen usw......
Paging