SPD-Fraktionschef Franz Maget fordert den Ministerpräsidenten heraus: In einem TV-Duell will er sich mit Beckstein messen - doch dieser zögert noch.
Der SPD-Spitzenkandidat für die bayerische Landtagswahl, Franz Maget, will ein Fernsehduell mit Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU). Vom Bayerischen Rundfunk habe er eine entsprechende Einladung erhalten, die er "gerne" annehme, sagte Maget.
SPD-Fraktionschef Franz Maget will sich mit Ministerpräsident Beckstein in einem TV-Duell messen. (© Foto: dpa)
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Der Sender habe den 18. September als mögliches Datum vorgeschlagen. "Mir ist jeder Termin recht", sagte der SPD-Fraktionschef. Er rechne fest damit, dass es zu dem Duell komme, sagte Maget. Dies sei heute auch vor Landtagswahlen längst "Standard".
Ein solcher direkter Schlagabtausch im Fernsehen sei zwar "nie wahlentscheidend", aber es könne einen Beitrag dazu leisten, die Landtagswahl "spannender zu machen".
Eine Zusage von Beckstein gibt es bisher nicht. Regierungssprecher Michael Ziegler sagte auf ddp-Anfrage, es sei noch keine Entscheidung über ein mögliches Fernsehduell gefallen. Derzeit werde noch über Details wie Dauer und Themen eines solchen Treffens gesprochen.
Zudem wolle Beckstein zunächst wissen, als Kandidat welcher Koalition Maget bei einem möglichen Duell auftrete. Maget entgegnete, diese Frage könne er nicht nachvollziehen. "Ich bin Spitzenkandidat der SPD", betonte er. Die Sozialdemokraten hätten das Ziel, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Er kritisierte dagegen die Spekulationen der CSU über mögliche Koalitionen in Bayern.
Mit abwegigen Diskussionen über mögliche Kooperationen mit der Linken versuche die CSU, ein Feindbild aufzubauen. Andere mögliche Bündnisse karikiere die CSU dagegen. Dies sei "herablassend und hochmütig".
(ddp-bay/bica)
Die neueste Antwort
... sind wesentlich abhängig vom Bildungsgrad der Diskutanten.
Da die CSU nicht müde wird, zu behaupten, Bayern sei das beste Bildungsland, braucht sich Herr Beckstein vor dem Bildungsgrad des Herausforderers Franz Maget nicht fürchten, weil nämlich der Herr Maget, wie man auch hier in der SZ nachlesen kann, in Bayern Abitur gemacht hat.
In den bildungspolitischen Aussagen der SPD und Grünen und FDP und FW kann man aber noch mehr nach lesen, dass sich von den Wolkenkuckucksheimen der CSU wohltuend unterscheidet:
Die Bildungsleistung eines Menschen ist demnach seine eigene Sache und nicht Ergebnis eines Parteibuchs. Ich finde es schon dreist, dass sogenannte Bildungspolitiker der CSU die Arbeit von Millionen Schülerinnen und Schülern in Bayern sich als fremden Federschmuck an die Wahlplakat-Köpfe kleben. Das ist bodenlos dreist und frech!
Und dann reden immer noch Leute von den Bildungs- und Ranking-Studien und -Statistiken: Was hat irgendein(e) Schüler(in) davon, ob sie/er sich in Bayern oder Niedersachsen die allgemeine Hochschulreife erarbeitet hat, wenn das Studium in Deutschland und Bayern mit dem in anderen G8-Staaten nicht mehr vergleichbar ist, weil Essentielles wie Räumlichkeiten, Material, Bilbliothekszugänge und -nutzungs-möglichkeiten nicht in ausreichender Weise zur Verfügung stehen?
Seit Jahren werden Bau- und Reparaturvorhaben an bayerischen Hochschul-standorten verschoben, verändert, neu geplant und dann doch nicht realisiert, weil Herr Stoiber in der Föderalismusklasse der Primus beim Rechnen sein wollte - soviel zu Bildung und Wissen!
Und wenn ich an das bildungspolitische Niveau des CSU-Parteitags am Aschermittwoch in Passau denke, dann braucht der Franke Beckstein wirklich einen ebenbürtigen Sparringspartner mit dem Oberbayern Maget!
Beckstein muß sich die Gegenfrage gefallen lassen:
Wer steht hinter Beckstein?
Der neue Hoffnungsträger der csU heißt zweifellos Horst Seehofer.
Maget hätte besser gleich Horst Seehofer zum (Rede-)Duell auffordern sollen.
In der csU gibt es tatsächlich keine Geschlossenheit mehr, auch wenn das dem dummen Wähler so verkauft werden soll.
Stoiber und Seehofer haben Huber und den Noch-interims-Ministerpräsidenten, Beckstein, bei ihrem Wahlkampfauftritt in Ingolstadt-Gerolfing kein einziges mal namentlich erwähnt, sonder nur von den "Nachfolgern" gesprochen.
Stoiber könnte Huber und Beckstein mit "Ratschlägen überschütten", das heißt das gegenwärtige csU-"Führungs"-Tandem macht eigentlich alles falsch.
Vgl. hierzu SZ: sueddeutsche.de/bayern/artikel/949/187355/
Hans Magath fährt jetzt erstmal durch Bayern und verpestet die Umwelt mit einem Bus, der ab 1. Oktober nicht mehr durch München fahren darf. So gesehen wäre es vielleicht besser, wenn er nur am Fernsehen wäre... aus ökologischen Gesichtspunkten. Da man dem BR aber andererseits keine negativen Einschaltquoten zumuten kann.... naja...
Haben Sie schon mal was von der PISA-Studie gehört?
Dort steht nun mal Bayern besser da als die anderen Bundesländer.
Dann kann Herr Beckstein ja auch Herrn Maget fragen, warum in München bei den Schulen und Kindergärten ein riesiger Sanierungsbedarf besteht.
Es betrübt mich, dass es in Bayern immer wieder notwendig erscheint, dass völlig normale Vorgänge in demokratisch verfassten Systemen auch als solche beschrieben werden müssen.
Da wird von der CSU in einer atemberaubenden Dreistigkeit eine Arroganz dargestellt, dass man sich als normaler Bürger fragt, wie fern denn diese Machthaber von normalen Erlebnisbereichen sind - das ist ja fast eine andere Galaxie!
Beispiele:
1. Bayern habe durch die CSU das beste Bildungssystem der Bundesrepublik: Wenn man fragt, auf welcher objektivierbaren Grundlage diese Aussage basiert, erhält man im Kultusministerium die Aussage, dieses unterliege dem Datenschutz.
2. Bayern habe durch die CSU einen ausgeglichenen Staatshaushalt: Wenn man sich ohne blinden Feck im rechten Auge anschaut, welche volkswirtschaftlichen Schäden sehenden Auges von ministeriellen Verwaltungen beim Verkauf von Staatseigentum (also unserem Eigentum) in Kauf genommen wurde, welche Schäden an Staatseigentum entstanden sind, weil Bau- und Reparaturmaßnahmen aufgeschoben oder sogar aufgehoben wurden, welche Abschreibungssummen (4.900.000.000,00 Euro) die Fehlspekulationen allein der Landesbank Bayern dem Steuerzahler auflasten, nicht zu vergessen, die Fehlspukulationen mit Ost-Immobilien vor einigen Jahren, dann frage ich mich allen Ernstes, ob es nicht uns Steuerzahlern ein wenig günstiger geht, wenn andere mal das sagen haben.
Darüber sollten Herr Maget und herr Beckstein diskutieren, wenn der Herr Ministerpräsident sich überhaupt traut, dafür sein Gesicht auch mal hinzuhalten und die verantwortung zu übernehmen.
Paging