Die Lockerung des Rauchverbots ist falsch, findet die ÖDP. Jetzt will sie mit einem Volksbegehren das neue Gesetz in letzter Minute stoppen.
Mit einem Volksbegehren will die ÖDP die von der CSU/FDP-Staatsregierung geplante Lockerung des Rauchverbots in Bayerns Gastronomie stoppen. Noch in dieser Woche wolle man die Vorbereitungen für das Volksbegehren starten, teilte die ÖDP mit.
Die ÖDP will das neue Gesetz zum Rauchverbot stoppen. (© Foto: ddp)
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Die Initiative werde von mehreren Verbänden unterstützt. Ziel sei die Beibehaltung des bisherigen Gesetzes zum Nichtraucherschutz, zugleich solle darin aber die umstrittene Ausnahme zur Schaffung von Raucherclubs abgeschafft werden. Das Motto des Volksbegehrens lautet: "Leben und leben lassen - für echten Nichtraucherschutz".
Zunächst hatte die CSU - noch unter dem früheren Ministerpräsidenten Günther Beckstein - das bundesweit strengste Rauchverbot in der Gastronomie durchgesetzt. Es war am 1. Januar 2008 in Kraft getreten. Seither durfte in allen öffentlichen Gebäuden und in Gaststätten nicht mehr geraucht werden, auch nicht in den Nebenräumen von Lokalen. Tausende Wirte in Bayern nutzen aber eine Lücke im Gesetz, erklärten ihre Gaststätte zu einem Raucherclub und unterliefen so das Verbot.
Aufgeschreckt durch den Verlust ihrer absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl beschloss die CSU mit ihrem Koalitionspartner FDP eine deutliche Lockerung des bisherigen Rauchverbots. Nach dem Gesetzentwurf der Staatsregierung soll das Rauchen künftig in kleinen, vor allem vom Getränkeverkauf geprägten Einraum-Wirtshäusern sowie in Nebenräumen von Gaststätten und Diskotheken wieder erlaubt sein. Auch in Bier- und Festzelten soll es kein Rauchverbot geben.
Nach Ansicht der Grünen wird damit der Schutz der Nichtraucher "praktisch abgeschafft". Auch Ärzte-Vertreter werfen der Staatsregierung einen Kniefall vor der Wirtelobby vor. Die ÖDP wies auf den Hintergrund ihrer Terminplanung hin. Denn voraussichtlich zum 1. August werde "das neue Gesetz zur Abschaffung des Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern" in Kraft treten. Damit werde die Gesundheitsvorsorge "dem Populismus der FDP und der Europawahl-Panik der CSU" geopfert.
Man hoffe, mit dem eigenen Fahrplan die öffentliche Debatte anzuschieben und so die Gesetzesberatung im Landtag noch beeinflussen zu können. Der bayerische Grundsatz "Leben und leben lassen" darf nach Ansicht der ÖDP kein Vorwand für eine Aufweichung des Gesundheitsschutzes sein. Insbesondere müsse auch der gesundheitliche Schutz der Kellnerinnen und Kellner gewährleistet sein.
Nähere Einzelheiten zum geplanten Volksbegehren will die ÖDP an diesem Donnerstag in München mitteilen. Unterstützt wird die Partei unter anderem vom Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit sowie von der Nichtraucher-Initiative München.
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(dpa/bica)
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Die neueste Antwort
Ihren Platitüden kann ich noch eine hinzufügen:
Für den Schutz der Zebras ist es unerläßlich, die Eisbären auszurotten.
Was ist das?
Der einzige Maßstab, der an "Schutz" anzulegen ist, ist die Notwendigkeit. Alles was über das Notwendige hinausgeht, hat mit "Schutz" nichts mehr zu tun. Das nennt man dann Bevormundung anderer.
Solange Sie nirgendwo mehr gezwungen sind, Tabakrauch einatmen zu müssen, müsste das doch reichen, oder? Was stört es Sie, wenn z.B. in einem Raucherclub geraucht wird? Und was ist mit den Menschen, die gar nicht von Ihnen "geschützt" werden wollen?
daß endlich alles rauchfrei wird, ohne irgendwelche Ausnahmen, um so einen maximalen Schutz vor dem krebserregenden Tabakrauchgift zu schaffen.
Ab wann gibt es eine Liste zum Unterzeichnen!
Ich hoffe, daß der CSU und FDP endlich einmal klar wird, daß die Gesundheit der Bürger im Vordergrund steht und nicht der Machterhalt und die Zuschüsse der Tabak-Lobby.
Für eine rauchfreie Zukunft, für uns, unsere Kinder und die zukünftigen Generationen!
Ich finds auch unsäglich, jahrelang verantwortungslos an diesem Thema rumzupfuschen.
Meine Wahlentscheidung habe ich nie und werde ich nie an so einem Thema festmachen.
Also ich rauche seit 2 Jahren nicht mehr und habe hier in München aller Raucherclubs zum Trotz eine Riesenauswahl an rauchfreien Lokalen. Restaurants sind fast alle komplett rauchfrei und werden es auch nach der abermaligen Gesetzesänderung bleiben. Und wenn sich die jetzigen Raucherclubs ab dem 1.August in Raucherlokale umbenennen - wen kümmert's.
Es wäre schön, wenn dieses leidige Thema jetzt nach fast 2 Jahren Dauerdiskussion endlich zur Ruhe kommen würde. Es wurde ein - in meinen Augen - akzeptabler Kompromiss zwischen Rauchern und Nichtrauchern gefunden. Das eine der überflüssigsten aller Kleinparteien sich hier jetzt nochmal wichtig machen will, ist einfach nur ärgerlich!
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