In der CSU kann es zugehen wie es will: In den Umfragewerten schneidet sie nach wie vor gut ab. Und warum? Darüber gibt es in der Partei verschiedene Meinungen.

Die CSU ist vor dem Rücktritt des Parteivorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber im Aufwind. Nach einer aktuellen dimap-Umfrage käme die CSU bei Landtagswahlen derzeit auf 58 Prozent, sagte Stoiber. "Das ist ein gutes Testat für meine Regierungszeit."

Edmund Stoiber, dpa

Edmund Stoiber freut sich über die guten Umfragewerte: "Das ist ein gutes Testat für meine Regierungszeit." (© Foto: dpa)

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Der designierte Ministerpräsident Günther Beckstein sagte, der Übergang werde von den Bürgern offensichtlich akzeptiert und zum Teil sogar deutlich gebilligt.

Er habe zwar die Erfahrung gemacht, dass gute Umfragewerte noch keine ebenso guten Wahlergbenisse garantierten. Aber 58 Prozent sprächen für die Stabilität der CSU, sagte Beckstein.

Auch der bayerische Wirtschaftsminister und Kandidat für den CSU-Vorsitz Erwin Huber sah bestätigt, dass Stoibers Ablösung und die Kampfkandidatur um den Vorsitz die Partei nicht beschädigt habe.

Stoiber sprach von einem guten Zeugnis für seine Regierung und einem tollen Ausblick für Beckstein ein Jahr vor der Landtagswahl.

Eine Debatte im Vorstand wird über die Frage erwartet, wann der Parteitag Beckstein zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 nominiert. Eine Nominierung zwischen den Wahlen des Schatzmeisters und des Schriftführers der CSU sei vielleicht nicht die richtige Entscheidung, sagte der CSU-Europaabgeordnete und schwäbische CSU-Bezirkschef Markus Ferber.

Der bayerische CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann wies auf das klare Votum der Landtagsfraktion für Beckstein hin und sagte: "Es gibt keinen zwingenden Grund, lange zu warten."

Ob die Unterstützer von Hubers Gegenkandidat Horst Seehofer mit einer vorherigen Nominierung Becksteins einverstanden sind, gilt aber als fraglich, weil dies als ein Signal pro Huber verstanden werden könnte. Beckstein hat sich klar für Huber als CSU-Chef ausgesprochen.

Der CSU-Vorstand will auch abschließend über das neue Grundsatzprogramm der CSU beraten. Beckstein bezeichnete die Abschnitte über eine moderne Familienpolitik und den Klimaschutz besonders gelungen.

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(AP/dpa)