Daxenberger war über die Parteigrenzen hinweg beliebt wegen seiner Geradlinigkeit. Er galt als Pragmatiker ohne ideologische Scheuklappen und trat auch für schwarz-grüne Bündnisse ein. "Schwarz-Grün wäre sicher ein schmerzlicher Kompromiss für uns, aber es würde Bewegung in die politische Landschaft bringen", sagte er einst in einem SZ-Interview.
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Bei den Grünen hat die Nachricht über seinen Tod tiefe Bestürzung hervorgerufen: "Wir sind alle tief betroffen", sagt die stellvertretende Fraktionssprecherin der Grünen, Beate Kellermann. "Der Tod von Sepp Daxenberger ist ein großer Verlust, nicht nur für die Politik, sondern auch persönlich."
Zutiefst betroffen reagiert auch Ministerpräsident Horst Seehofer auf den Tod von Sepp Daxenberger: "Das ist eine Tragödie, die sprachlos macht", sagt derCSU-Chef. Mit Daxenberger habe Bayern einen Politiker aus "innerster Überzeugung und tiefster Leidenschaft" verloren.
Er bezeichnet den Grünen als "Vollblutpolitiker" und als eine "Persönlichkeit, wie sie typischer für unser Land nicht sein könnte. Selbstbewusst, kantig, willensstark und dabei erfüllt von einer tiefen Liebe zu seiner oberbayerischen Heimat." Wie Daxenberger jahrelang gegen seine Krebserkrankung gekämpft habe, "verdient höchste Bewunderung", so Seehofer.
"Bayern im positiven Sinne bewegt"
Landtagspräsidentin Barbara Stamm geht die Nachricht vom Tod ihres Grünen-Kollegen ebenfalls sehr nahe: Sie würdigt Daxenberger als einen bodenständigen, charismatischen und werteorientierten Menschen, der für seine Familie und Politik gelebt hat. "Daraus hat er viel Kraft für seinen Kampf gegen seine schwere Krankheit geschöpft", sagt Stamm über Daxenberger, dem sie sich immer auch menschlich sehr nahe gefühlt habe.
"Der Tod von Sepp Daxenberger ist ein tragischer Verlust für ganz Bayern." Mit diesen Worten würdigt Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, den ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Grünen. "Sepp Daxenberger war über die Parteigrenzen hinweg ein äußerst beliebter und angesehener Kollege mit Herz und Verstand."
Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sowie Fraktionsvorsitzender Thomas Hacker zeigen sich bestürzt: "Mit seiner aufrichtigen und unprätentiösen Art hat er im Bayerischen Landtag Maßstäbe gesetzt." Als Mensch wie als Politiker habe sich Daxenberger durch Ehrlichkeit, Integrität, Glaubwürdigkeit, Wärme, Herzlichkeit und Menschlichkeit ausgezeichnet. "Mit Sepp Daxenberger haben der Freistaat Bayern eine prägende Persönlichkeit und wir im Bayerischen Landtag einen liebenswerten Kollegen verloren. Die Liberalen verneigen sich vor dem Lebenswerk von Sepp Daxenberger", so Zeil und Hacker.
Auch der bayerische SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher und seine Stellvertreterin Christa Naaß sind fassungslos. Sie würdigen Daxenberger als einen der profiliertesten bayerischen Grünen: "Als erster grüner Bürgermeister in Bayern hat er Geschichte geschrieben. Wir trauern um einen menschlichen, bodenständigen, zuverlässigen und kämpferischen Kollegen."
Der Fraktionschef der Freien Wähler im Landtag, Hubert Aiwanger, spricht aus, was sich die meisten bayerischen Politiker denken: "Sepp Daxenberger war ein Mensch, den man nur mögen konnte." Er habe neue politische Ansichten glaubwürdig und ideologiefrei vertreten und ihnen dadurch zum Durchbruch verholfen. "Er hat Bayern im positiven Sinne bewegt, dafür gebührt ihm unser aller Dank."
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(sueddeutsche.de/bica)
Wirbel um Obama-Biographie
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Dunkler Falter
Wenn zwei Eheleute zum Sternenhimmel starrn,
oder ein Bruder hält seiner lieben Schwester das Garn,
oder ein Freund schenkt bedachtsam dem Freunde ein -
schwebt ein Dunkler Falter über den Zwein:
einer von uns muss hinter dem Sarge gehn,
dran im Straßenwinde die Schleifen wehn,
einer von uns muss streun mit kalter Hand
Erde hernieder vom bretternen Grabesrand,
einer von uns muss gehn nach Haus allein -
lieber Gott, lass mich der andere sein!
(Börries von Münchhausen)
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Ruhig bleiben,
es gibt doch nichts besseres als einmal auf "Rot" zu drücken und dann dauernd erwähnt zu werden.
Also einfach ignorieren.
Man fragt sich schon was für Leute hier am Werke sind, was gibts hier zu bewerten, zu kritisieren, wenn jemand seine Trauer, Anerkennung, Wertschätzung für einen Verstorbenen zum Ausdruck bringt?
Eigentlich sollte die SZ bei solchen Artikeln die Kommentierfunktion ausschalten!
Hoffentlich müssen seine Söhne das nicht lesen...
"Teddix Diesen Kommentar können wir leider nicht veröffentlichen.
Diesen Kommentar können wir leider nicht veröffentlichen. Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB"
Trostlos. Zensur der Trauerkarten.
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