Trotz des Widerstands der Schwesterpartei CDU hält die CSU an ihrer Forderung nach einer Rückkehr zur alten Pendlerpauschale fest - "selbstverständlich", wie Parteichef Huber sagt.
Wenige Tage vor ihrem Parteitag bleibt die CSU beim Thema Pendlerpauschale auf Konfrontationskurs zur Schwesterpartei CDU. Die Christsozialen hielten "selbstverständlich" an ihrer Forderung nach einer Rückkehr zur alten Regelung fest, wonach die Pauschale vom ersten Kilometer in Anspruch genommen werden kann, sagte CSU-Chef Erwin Huber vor einer Sitzung des Parteivorstands in München.
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (l.) und CSU-Chef Erwin Huber bleiben bei der Pendlerpauschale auf Kurs. (© Foto: ddp)
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Die CSU sei eine eigenständige Partei und formuliere ihre Ziele eigenständig. Der Streit über die Pendlerpauschale sei aber kein Anlass für ein Zerwürfnis mit der CDU. Der CSU-Parteitag beginnt am Freitag in Nürnberg.
An dem Treffen wird auch Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel teilnehmen, die in den vergangenen Tagen von der CSU-Spitze massiv angegriffen worden war.
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) erneuerte seine Kritik an Merkel wegen deren Haltung zur Pendlerpauschale. Er glaube nicht, dass es richtig sei zu warten, bis man vom Bundesverfassungsgericht zum Handeln verurteilt werde.
Merkel will vor einer politischen Entscheidung über die Zukunft der Pendlerpauschale eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten. Seit vergangenem Jahr kann die Pauschale beim Finanzamt erst vom 21. Kilometer an geltend gemacht werden.
Die Forderung des bayerischen SPD-Fraktionschefs Franz Maget nach einer Wiedereinführung der Pendlerpauschale bezeichnete CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer als "reine Heuchelei". Die SPD wolle die Entlastung der Pendler durch Kürzungen bei den Nichtpendlern finanzieren. Dies habe mit dem CSU-Vorschlag "absolut nichts zu tun". Haderthauer betonte: "Wir wollen eine echte Entlastung der Arbeitnehmer und nicht das Prinzip 'linke Tasche, rechte Tasche'."
Die CDU-Spitze rief die bayerische Schwesterpartei im Streit um die Pendlerpauschale unterdessen zur Mäßigung auf. Er rate allen, das auf der gemeinsamen Präsidiumsklausur in Erding Anfang Juni Beschlossene "in den Mittelpunkt zu stellen", sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla in Berlin. Zuvor hatten die Mitglieder des CDU-Präsidiums in einer Telefonkonferenz über die aktuelle Lage gesprochen.
Nach dem Treffen im Juni wollten CDU und CSU im kommenden Jahr mit einer Kindergelderhöhung und einer Anhebung der Kinderfreibeträge Familien sowie durch eine Absenkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge Arbeitnehmer entlasten, sagte Pofalla. Mit Blick auf die CSU-Forderungen nach Wiedereinführung der Pendlerpauschale ergänzte er, "die Meinungsunterschiede sind bekannt und werden durch Wiederholungen nicht verändert".
(ddp/dpa/gal/woja)
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Die neueste Antwort
"Die Anwälte des kleinen Mannes vorheucheln und dies in Wählerstimmen ummünzen". Es ist abgeleitet aus dem CSU-Grundsatzprogramm "Heuchelei und Intrigen um Posten" und bewegt sich auf noch niederigerem Niveau als Roland Koch, der im Hessen-Wahlkampf die Kanzlerin vor seinen rechtspopulistischen Karren spannte und wie schon Jahre zuvor Aversionen gegen Ausländer schürte, um dies in Wählerstimmen umzumünzen - Ergebnis für die CDU: -12 % und Totalstillstand in Hessen.
Es bleibt zu hoffen, dass in Bayern noch mehr Wähler die CSU durchschauen, als dies in Hessen bei der CDU der Fall war und die CSU nach der Schlappe bei der Kommunalwahl, eine weitere Schlappe bei der Landtagswahl einfährt.
Neuländer Geh bügeln... oder lesen Sie weiter auf geheucheltem Niveau die Bild. Es zeigt woher Sie Ihre BILDung beziehen. Aber Vorsicht: alles Heuchler...
Der erste Absatz ist stilloses Gepöbel auf Ihrem üblichen Niveau.
Franz Maget findet die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale gut... ist er nun auch ein Heuchler, Herr Teranova?
Er soll wohl als fit und potent dargestellt werden. Bei "Kick it like Beckstein wird er mit den Turnschuhen gezeigt, die symbolisieren sollten, dass er als Stoiber-Nachfolger in grosse Schuhe trete. Vermutlich gibt es von Becksteins letzter sportlicher Betätigung keine Farbfotos, da es zu dieser Zeit noch keine Farbfotografie gab. Hier ein peinliches Foto von Beckstein. Man beachte nicht nur die Bauchwölbung bzw. fehlende Rumpfmuskulatur, sondern auch die Arme oder besser gesagt Ärmchen des ehemaligen "Bergsteigers" Beckstein:
www.bild.t-online.de/BTO/news/leser-reporter/2007/08/20/beckstein-guenther/bade-erlebnis,geo=2344196.html
Haderthauer, die Maget "reine Heuchelei" vorwirft, muss es ja wissen. Die CSU-Generalsekretärin sollte wissen, dass die grössten Heuchler immer zuerst losheucheln und das war die CSU und zwar hemmschwellenlos. Es wird von der CSU sogar die sog. "Anschuldigungs-Heuchelei" verwendet, bei der zum Vorheucheln der Anwälte des kleinen Mannes gleichzeitig der politische Gegner als Behinderer bzw. Verhinderer hingestellt wird - sich selbst beweihräuchern und gleichzeitig den politischen gegner im Ruf schädigen. Da bei der CSu die Heuchelei immer Vorfahrt hat, hat es dabei sogar Merkel erwischt, die wegen der grossen Koalition zwischen SPD und CSU steht und von der CSU als Bürgerfremde angeklagt wurde. Merkel ist wohl nicht schnell genug zur Seite bzw. den Baum hoch gekommen. Inzwischen hat die CSU ihren Fehler "Nicht Merkel, sondern der politischeGegner soller niedergeheuchelt werden" bereits erkannt und meint jetzt, dass Merkel sich von der SPD falsch beraten lassen würde. Die CSUler wollten sich durch das Draufschlagen auf Merkel sicherlich auch als die Selbstbewussten aufblasen.
Hier noch abschliessend, wie die letzte Heuchelei-Show der CSu bei der vorgetäuschten Wiedereinführung des Buß- und Bettags ausgegangen ist. Bis heute sind die CSUler zu diesem Thema auf Tauchstation:
www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,Der-Buss--und-Bettag-stoert-die-Weihnachtsstimmung-in-der-CSU_arid,1131669_regid,8_puid,2_pageid,4289.htm
Es ist anzunehment, dass Beckstein & Co. die Wiedereinführung des Buß- und Bettags überhaupt nicht angedacht haben nicht einmal eine Gegenfinanzierung wurde genannt -, sondern mit dem Widerstand der SPD gerechnet wurde, um das Scheitern der Wiedereinführung dieser in die Schuhe zu schieben.
Die CSU hat inzwischen dermassen viele "Baustellen" mit unzufriedenen Bürgern, dass sie solche Tricks offenbar nötig hat.
Als Beispiel sei hier nur der beabsichtigte Ausbau des Sonderflughafens in Wessling-Oberpfaffenhofen südwestlich vor den Toren der Landeshauptstadt München genannt.
Von der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, soll hier mitten im Erholungsgebiet der Münchner, nämlich zwischen Starnberger See und Ammersee, eine internationale Drehscheibe für Privat-Jet-Reisende entstehen (das Bayerische Fernsehen berichtete am 10.7.08 in der Abendschau).
Statt am Wochenende Ruhe und Erholung zu finden, werden die Wochenendausflügler nach dem Willen der Bayerischen Staatsregierung künftig vom Fluglärm so genannter "Luft-Taxis" genervt.
München wird damit ein grosses Stück seiner Attraktivität verlieren. Am 20.7.08 wird in Wessling ab 13 Uhr eine grosse Protestkundgebung stattinden.
Man kann nur hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger allmählich so schlau geworden sind, dass sie auf so billige Wähler-Fang-Angebote eines Herrn Huber nicht mehr hereinfallen! Dass die Kürzung der Pendlerpauschale verfassungswidrig ist, liegt auf der Hand. Dem Steuerzahler kann man nur raten, gegen den Steuerbescheid Einspruch zu erheben. Nach dem Urteil des Verassungsgerichts muss dann das Finanzamt die Beträge nacherstatten.
Herr Huber verspricht demnach etwas, was dem Bürger ohnehin zusteht. Billiger geht's wirklich nicht mehr.
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