Unter den bayerischen Sozialdemokraten ist eine Kontroverse über die Aussichten bei der Landtagswahl 2008 ausgebrochen.
"Die Lage ist keineswegs so schlecht, dass wir sie nicht mit Engagement und gutem Willen verbessern können", sagte der Landesvorsitzende Ludwig Stiegler am Wochenende. Damit schloss er sich Fraktionschef Franz Maget an, der die Situation seiner Partei vergangene Woche zuversichtlich beurteilte.
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"Ich sehe keine Abwärtsbewegung der SPD, eher das Gegenteil", sagte Maget. Er glaube fest daran, dass die SPD ihr schlechtes Ergebnis der Landtagswahl 2003 deutlich steigern könne. Damals hatte die Partei nur 19,6 Prozent der Stimmen erreicht. Bei einer Umfrage Ende März kam die SPD auf 23 Prozent, während die CSU 53 Prozent erreichte.
Ude: "Traditionelle Opposition zur Bundes-SPD aufgeben!"
Pessimistisch ist jedoch der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Er räumt seiner Partei trotz der CSU-Führungskrise bei der Wahl im nächsten Jahr keinerlei Chancen ein.
"Die CSU nach Stoiber ist keine Supermacht mehr, allenfalls noch eine Übermacht", sagte Ude. Er gehe aber davon aus, dass es auch weiterhin eine strukturelle CSU-Mehrheit im Lande gebe, die für eine absolute Mehrheit reichen werde.
"Die Schwäche kommt von der Schwäche", sagte Ude zum Zustand seiner Partei. "Wenn man zu lange in der Opposition ist, rückt die Vorstellung, man könne einmal die Regierungsmehrheit erringen, in immer weitere Ferne", fügte er zur Erklärung hinzu.
Ude forderte seine Partei auf, ihre traditionelle Opposition zur Bundes-SPD aufzugeben. Die SPD müsse zielstrebig für eine Mehrheit in Bayern arbeiten, und sie müsse dabei das Land so akzeptieren, wie es eben beschaffen sei.
Stiegler wies Udes Kritik zurück und betonte, dass die SPD auch auf die Unterstützung des Münchner Oberbürgermeisters setze. "Schließlich - das passt zu Ostern - wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen", zitierte Stiegler aus Goethes "Faust".
(SZ vom 10.4.2007)
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Hallo Herr Ude, bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich Sie nicht mit OB oder Herr Doktor anrede, aber das, was ich Ihnen sagen möchte benötigt keine Titel -
Hätte mein Urgroßvater dieselbe Einstellung gehabt, welche Sie an den Tag legen, hätte er den Stalingradkessel nicht überlebt, hätte seine Typhus Erkrankung nicht überlebt und er wäre auch nicht 1955 nach 10 Jahren Russicher Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückgekehrt.
Und jetzt überlegen Sie sich mal vor was oder wem Sie resignieren!
Wer nicht an den Sieg glaubt, der hat schon verloren.
Nichts für Ungut Herr Ude - aber denken Sie mal darüber nach!
"Er glaube fest daran, dass die SPD ihr schlechtes Ergebnis der Landtagswahl 2003 deutlich steigern könne."
Was ist denn das für eine lächerliche Aussage? Angesichts der Probleme, die die CSU derzeit hat und die sie vermutlich daran hindern wird, das Ergebnis von 60% vom letzten Mal zu wiederholen, wäre ein Resultat der SPD unter 25% eine Katastrophe.
Wie ich es hier herauslese, wären einige in der SPD schon mit einer leichten Steigerung auf 22, 23% zufrieden. Das ist ein absolutes Armutszeugnis.
Ich kann mir schon vorstellen, mit welch freudigen Gesichtern die SPD Leute nach der Wahl bei einem Ergebnis von 25% herum laufen würden, dabei wäre das gerade mal eine Stabilisierung auf sehr niedrigem Niveau und alles andere als ein Erfolg. Das muß man sich einmal vorstellen, daß eine (sogenannte) Volkspartei mit einem Viertel der Stimmen zufrieden wäre.
Nur ein Ergebnis über 30% wäre tatsächlich ein Erfolg, wenn man bedenkt, daß es gar nicht so lange her ist, daß die SPD in Bayern solche Ergebnisse erzielt hat...
Wir hatten in Bayern ja schon einmal, einen aus heutiger Sicht sehr fortschrittlichen SPD-Ministerpäsidenten; Kurt Eisner. Das könnte schon wieder einmal klappen.
Natürlich hat die Spd eine Chance sich prozntmässig zu verbessern.
Sie muß konsequent Köpfe aufbauen, stark personlaisierten Wahlkampf machen, die Partei im Hintergrund halten.
Als Arbeitsgruppe innerhalb der CSU könnte sie ihre Existenz in Bayern sichern und auch künftig 3 - 4 Abgeordnete in den Landtag schicken.
Ehrlich: warum soll ich in Bayern SPD wählen, wenn sie in Berlin die Politk der CDU/CSU macht ?
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