Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Maget warnt seine Parteifreundin Ypsilanti vor einem rot-roten Bündnis in Hessen - sonst werde ein "glasklares Wahlversprechen gebrochen".
Der Spitzenkandidat der bayerischen SPD, Franz Maget, warnt die hessischen Parteifreunde um deren Oppositionsführerin Andrea Ypsilanti energisch davor, ein Bündnis mit der Linken einzugehen, um nach der Wahlniederlage von CDU-Ministerpräsident Roland Koch im Frühjahr doch noch die Macht in Hessen zu erringen.
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Der bayerische Spitzenkadidat der SPD, Franz Maget, schließt eine Koalition mit der Linken in Bayern aus. (© Foto: ddp)
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"Es geht nicht um die Zusammenarbeit mit der Linken", sagte Maget der Süddeutschen Zeitung. "Es geht darum, dass hier ein glasklares Wahlversprechen gebrochen wird." Die Zusammenarbeit mit der Linken sei nicht grundsätzlich abzulehnen. "Andrea Ypsilanti könnte es machen, wenn sie es nicht vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen hätte. Es geht hier um die Glaubwürdigkeit." Ypsilanti habe die Tür zur Linken im Wahlkampf deutlich hörbar zugemacht. "Und wenn die Tür zu ist, ist sie zu", sagte Maget.
Der SPD-Fraktionschef im bayerischen Landtag sagte, es sei "kein Vergehen, mit der Linken zu kooperieren". Das sehe man an der rot-roten Koalition in Berlin, die seit Jahren gut funktioniere. Auch in Mecklenburg-Vorpommern habe es eine rot-rote Koalition gegeben. "Nirgendwo ist daraufhin der Kommunismus ausgebrochen", betonte Maget.
In Bayern allerdings komme so eine Kooperation nicht in Frage. "Die Linke hat noch nicht einmal Chancen, ins Parlament einzuziehen. Eine Regierungsbildung mit der Linken liegt in Bayern jenseits aller Vorstellung. Und ich würde es auch nicht machen", betonte Maget. Der SPD-Spitzenmann strebt ein Viererbündnis aus SPD, FDP, Grünen und Freien Wählern an, um die absolute Mehrheit der CSU zu brechen, die seit fast 50 Jahren Bayern allein regiert.
Die bayerische SPD hat der Plan von Ypsilanti aufgeschreckt, noch vor der Landtagswahl am 28. September einen Sonderparteitag in Hessen einzuberufen, um sich dort für die Zusammenarbeit mit der Linkspartei eine Zustimmung zu holen. Die Hessen erwägen nun, den Parteitag in den Oktober zu verschieben.
Maget sagte, er habe die Verschiebung nicht betrieben. "Die Hessen müssen nicht Rücksicht nehmen auf andere. Mit wem die Hessen-SPD zusammenarbeitet, ist ganz allein ihre Sache." Er habe auch nicht bei Ypsilanti angerufen. Allerdings hatte Maget schon vor Wochen mit Parteichef Kurt Beck über den Sonderparteitag der Hessen gesprochen. Die CSU würde ein Ja der SPD zur Linken in Hessen als Steilvorlage für den Wahlkampf in Bayern nutzen.
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(SZ vom 08.08.2008/ssc)
Die neueste Antwort
Magets Warnung vor der Linken klingt wie das Pfeifen im Walde.
Was treibt ihn um, wovor hat er Angst?
Vor dem Verlust der absoluten Mehrheit der CSU?
Vor einem Stimmengewinn?
Dass ihn das Wahlergebnis vor die Frage potentieller Koalitionsverhandlungen mit der Linken stellen könnte? Wer ja dramatisch wenn, nachdem die DDR-CDU-Blockflöten bereits anstandslos in CDU und CSU integriert sind, jetzt sich die SPD allein durch Gespräche mit möglichen ehemaligen SED'lern das weiße Hemd beschmutzte.
Obwohl es für die CSU knapp werden könnte, tritt er schon mal wieder der Rückzug im Voraus an. Also: Arrangement mit der Linken ausschließen. Sich vor der CSU hertreiben lassen: pflichtschuldigts den konstruierten, absurden wahltaktischen Generalverdacht ("Rotfront") der CSU erhört und dementiert mit Seitenhieb auf die Kollegin Ypsilanti in Hessen.
Wer hindert nun die hessische SPD mehr an der Regierungsbildung: Clement? Struck? Die großen Koalitionäre in Berlin? Ein eiertanzender Bundesvorsitzender? Maget?
Warum betreibt er nicht seinen eigenen Wahlkampf in Bayern, statt einen Schauplatz für eine ihm gar nicht abverlangte Rechtfertigung in Hessen zu eröffnen. Wo sind seine landespolitischen Inhalte? Spekuliert er vielkleicht auf eine große Koalition mit der CSU?
Ein weiterer Beitrag zur Verprellung sozial orientierter Wähler und zur bundesweiten Selbst-Demontage der SPD. So wird es sein wie fast immer schon: selbst wenn die Landes-CSU deutliche Verluste erleidet, kommt trotz guter Kommunalpolitik die Landes-SPD nicht auf die Beine.
Maget trägt dazu bei, den potentiellen Stimmenzuwachs der SPD gleich an die LInke und die Freien Wähler durchzureichen.
Wenn die SPD ihr Wahlziel bei der Landtagswahl in Bayern nicht erreicht, dann ist natürlich die Ypsilanti schuld. Nimmt Herr Maget eigentlich Tabletten dagegen ? Die bayerische SPD ist eine schlechter Scherz, da sie nicht einmal derzeit in der Lage ist, Oppositionspolitik zu betreiben und die CSU zu demaskieren.
Für die LINKE im bayerischen Landtag !!
Wenn der Herr Genosse Maget noch eine Periode als Opositionsanführer übersteht , dann hat einer 2013 einen Pensionsanspruch von dem 99 % der SPD-Wähler nur im entferntesten träumen können.
Und nur um das geht es Herrn Maget.
Sein Wahlkampf ist wie Trcckenschwimmen. Er kann eigentlich gar nicht absaufen.
(Seinem Listenplatz sei dank).
Also bitte, jetzt tun Sie der armen Frau aber unrecht, und ein wenig Fairness sollte gewahrt bleiben. Neben der überbordenden Machtgeilheit bietet Frau Ypsilanti selbstverständlich noch eine gehörige Portion Verlogenheit, erwiesenermaßen jede Menge fachlicher Unfähigkeit (alleine der peinliche Patzer bei den Studiengebühren, sooo geil), sowie last but not least ihre legendäre Abneigung, auch nur 5 Minuten vorauszuplanen. Ich finde, das ist doch eine beachtliche Palette von Fähigkeiten dieser klugen und fähigen Frau, die man auch nicht so einfach verschweigen sollte!
mfg nh100
Paparazzoberlin meint, Frau Y. sei eine mutige Frau und eine kristallklare vorausschauende
Realistin.
Leider ist Frau Y. und ihre Fraktion einschl. der Grünen nicht fähig, einen Gesetzestext (Abschaffung der Studiengeb.) zu kapieren, da musste schon das Kopiergerät schuld
sein, und solche Experten wollen Hessen regieren. Hoffentlich bleibt R. Koch Hessen noch lange erhalten. Ausser Machtgeilheit hat Frau Dilletanti nichts vorzuweisen.
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