Im Falle eines Machtwechsels will die SPD in Bayern die Staatsausgaben kräftig erhöhen. Das Geld soll unter anderem Studenten und Pendlern zugute kommen.
Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Franz Maget kündigte an, die SPD wolle bei einem Machtwechsel in den ersten 100 Tagen ihrer Regierung die Staatsausgaben um rund eine Milliarde Euro erhöhen. Bis Weihnachten könne die SPD zehn Punkte umsetzen, sagte der SPD-Spitzenkandidat am Freitag in München.
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Franz Maget, Spitzenkandidat der bayerischen SPD (Archivbild), sagt der CSU den Kampf an. (© Foto: Heddergott/ SZ Photo)
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Erster Punkt sei die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne im Freistaat. Weitere Kernforderungen sind höhere Ausgaben für zusätzliche Lehrer, ein kostenloses Kindergartenjahr, ein bayerisches Pendlergeld, die Abschaffung der Studiengebühren, die Verkürzung der Arbeitszeit auf 40 Stunden im öffentlichen Dienst und Zuschüsse für energiesparende Gebäudesanierung. Außerdem will die SPD Bayern zur gentechnikfreien Zone machen.
Der ausgeglichene Haushalt müsse nicht angetastet werden, sagte Maget. "Diese Größenordnungen sind keine Wolkenkuckucksheime." Die bayerischen Steuereinnahmen seien seit 2006 um vier Milliarden Euro gestiegen, betonte Maget. Der ausgeglichene Haushalt sei nur gefährdet, wenn die Erbschaftsteuer wegfiele.
Steinmeier: "Alleinherrschaft der CSU brechen"
Der Landtagsfraktionschef warf der CSU unseriöse Finanzpolitik vor, weil diese in ihrem Steuerkonzept für den Bund ein Gesamtvolumen von 28 Milliarden Euro für Ausgabenerhöhungen und Steuersenkungen fordert. "Bevor ich Steuersenkungen verspreche, die schwer durchsetzbar sind, helfe ich lieber den Menschen in Bayern", sagte Maget.
Das Pendlergeld würde nach SPD-Angaben 400 Millionen Euro kosten. Der Schuletat soll pro Jahr um 250 Millionen steigen. Das kostenlose letzte Kindergartenjahr würde mit 100 Millionen Euro zu Buche schlagen, die Abschaffung der Studiengebühren mit 150 Millionen. Keine Zahlen nannte Maget für die Kosten der Arbeitszeitverkürzung und das Förderprogramm für die Gebäudesanierung.
Unterdessen konkretisierte Frank-Walter Steinmeier kurz vor seinem ersten Wahlkampf-Auftritt als SPD-Kanzlerkandidat am Freitag in Regensburg (sueddeutsche.de berichtet ab 17 Uhr live) die Ziele seiner Partei für die Landtagswahl am 28. September. "Wir haben zwei Ziele: Erstens, die absolute Mehrheit der CSU zu beenden. Zweitens, die SPD zu stärken", sagte der Außenminister und Vizekanzler der Onlineausgabe der Mittelbayerischen Zeitung.
Steinmeier fügte hinzu, Bayern habe etwas Besseres verdient, als weitere vier Jahre Alleinherrschaft der CSU. Zu den Wahlaussichten der Bayern-SPD äußerte sich der Kanzlerkandidat optimistisch. Mit SPD-Fraktionschef Franz Maget habe man "einen hervorragenden Spitzenkandidaten, und wenn ich auf Veranstaltungen mit den Menschen rede, werde ich in meinem Eindruck bestätigt: Die Zeit für einen Wechsel ist da."
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(dpa/ddp-bay/dmo/beu)
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Die neueste Antwort
die Sparorgien des Herrn Stoiber einfach herumzudrehen. Und dabei ist es völlig egal, ob nun die SPD an die Regierung kommt oder nicht, ob das realistisch ist, oder nicht, ob das geht oder nicht geht.
Tatsache ist, Herr Maget will mehr Geld für dringend benötigte zusätzliche Lehrer (fragen Sie heute - am ersten Schultag in der Schule Ihrer Kinder nach!), fordert ein kostenloses Kindergartenjahr, will gesetzliche Mindestlöhne im Freistaat einführen, will die Pendler, die durch die mangelhafte Infrastrukturpolitik der CSU benachteiligt sind, unterstützen, die Studiengebühren abschaffen, die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst auf 40 Stunden kürzen, und Zuschüsse für energiesparende Gebäudesanierung geben und zum Schluss einen gentechnikfreien Freistaat.
Und dazu sagt Maget, ehrlich, wie er ist, braucht er eine Milliarde Euro aus dem Haushalt.
Und jeder, der nicht total borniert oder mit "zwoa Maß" im Kopf durch den Bayerischen Landtagswahlkampf steuert, sagt sich, ja das sind richtig sozialdemokratische und vor allem notwendige Punkte - keine Wolkenkuckucksheime!
Das ist sachlich, nachvollziehbar - und klar!
Realistischerweise schreibt die CSU diesmal nicht ab - frühestens erst wieder im kommenden Frühjahr - aber dann braucht keiner kommen und sagen, er hätte das gar nicht mitbekommen, dass die SPD in der Lage ist, so vorausschauend Politik zu formulieren!
Wer den Bericht genau durchliest, wird erkennen, dass Maget das Steuerkonzept der CSU nie gelesen und verstanden hat. Warum soll es bitte verwerflich sein, wenn der Bund eine 3-stelligen Milliardenbetrag mehr einnimmt, dass ist dann die Bürger entlaste. Schließlich kommen diese Mehreinnahmen vom Bürger. Warum soll auf Landesebene, wenn die Splitterpartei SPD regieren sollte (was Gott verhüten möge), aber genau das zulässig sein. Maget will seine Mehrausgaben doch auch von den Steuereinnahmen finanzieren.
Fazit: Maget hofft, dass die Wähler die nicht merken, anders ausgedrückt: Maget hält die Wähler für blöd
Her damit. Das ist sicher pro wählerstimme gedacht! Wo kann ich meine Kontonummer hinterlegen?
Immer schön Geld rausschmeissen und verplanen, das nicht da ist und mit Einnahme protzen, deren Durchsetzbarkeit völlig unklar ist. Immer rauf mit den Schulden.
Bravo!
Nachdem Frank-Walter ja vorher monatelang abgetaucht war, wird er sich ab jetzt auch nicht mehr verstecken können.
Irgendwas muss auch so ein farb- und ahnungsloser Beamte irgendwann mal sagen.
Seine ersten "Gehversuche" haben Sie zitiert.
Ich lach mich kaputt!
Würde ich ja gerne sagen... Aus einem einzigen Grund:
Damit ich, wenn die SPD in ein paar Jahren an der Macht das ganze Land heruntergewirtschaftet hat, sagen kann: "schaut's her - hätts halt mal euer Hirn eingeschaltet!"
Aber dummerweise hab ich dann wahrscheinlich meinen Job auch schon verloren und schau auch dumm aus der Wäsche.
Wer über Bayern schimpft aus dem spricht der Neid. Und der SPD glaub ich spätestens nach der Hessenwahl sowieso keine Wahlversprechen mehr...
SPD? Sic transit gloria Germaniae!
Paging