So viele Bayern wie nie 12,54 Millionen Einwohner

In Bayern leben so viele Menschen wie noch nie: Ende 2010 waren im Freistaat 12,54 Millionen gemeldet. Die Zahl der Bayern ist in 20 Jahren um 1,1 Millionen gestiegen.

Von Mike Szymanski

Ende 2010 waren im Freistaat 12,54 Millionen Menschen gemeldet. Insgesamt hat die Bevölkerungszahl in den vergangenen 20 Jahren um 1,1 Millionen Bürger zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Jahrbuch 2011, das an diesem Mittwoch von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgestellt wird.

Gedränge in der Münchner Fußgängerzone: Allein dem Landkreis München wird in den kommenden 20 Jahren ein Wachstum von annähernd 14 Prozent vorausgesagt.

(Foto: dpa)

Während die Zahl der Bewohner in Südbayern eher wächst, bluten ganze Landstriche im Norden und in Teilen Ostbayerns regelrecht aus. Der Landkreis Wunsiedel hat bis 2030 den größten Schwund zu verkraften - laut Statistiker geht dort die Bevölkerung um 20 Prozent zurück - so deutlich wir nirgendwo anders im Freistaat.

Dagegen profitiert vor allem der Großraum München vom anhaltenden Zuzug aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Allein dem Landkreis München wird in den kommenden 20 Jahren ein Wachstum von annähernd 14 Prozent vorausgesagt. Damit dürfte das Ziel, gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilen Bayern zu schaffen, weiterhin die größte Herausforderung für die Politik in Bayern bleiben.

Das Wachstum begründet sich vor allem mit Zuzug. Fast jeder Zweite, der 2010 aus anderen Bundesländern nach Bayern umgezogen ist, kommt aus Ostdeutschland. Bei Ausländern ist Bayern ebenso beliebt - 2010 verzeichneten die Statistiker 135.000 Zuzüge gegenüber 95.000 Fortzügen.

Im ersten Halbjahr 2011 habe sich der Trend insgesamt fortgesetzt, verlautete aus der Behörde. Die Einwohnerzahl sei bereits abermals deutlich gestiegen. Noch nicht berücksichtigt in den Daten sind die Ergebnisse der im Sommer abgehaltenen Volksbefragung. Sie dürften ein noch präziseres Bild liefern.