Bayerns Landtag will einen Teil des Geldes retten, das die BayernLB in Österreich verloren hat. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Opposition im Bayerischen Landestag will zumindest einen Teil der 3,7 Milliarden Euro retten, die der Freistaat und die Landesbank in Österreich verloren haben. "Das ganze Geschäft muss auf den Prüfstand", sagten die Fraktionschefs von SPD und Grünen, Markus Rinderspacher und Margarete Bause, der Süddeutschen Zeitung.
Die Zentrale der Skandalbank Hypo Alpe Adria. (© Foto: AP)
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In einem ersten Schritt sollen die rund 100 privaten Investoren, die im Jahr 2007 an der Übernahme der Hypo Alpe Adria durch die BayernLB bis zu 150 Millionen Euro verdient haben, ihre Profite auf Treuhandkonten hinterlegen. Das verlangt neben Rinderspacher und Bause auch der Abgeordnete Bernhard Pohl von den Freien Wählern.
Bei den Investoren soll es sich nach SZ-Informationen vor allem um reiche Familien aus Süddeutschland und Österreich handeln. Die Münchner Staatsanwaltschaft untersucht, ob dieses Geschäft auf geheimen, womöglich gar kriminellen Absprachen basierte und die Landesbank geschädigt wurde. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, der Kauf der Hypo Alpe Adria durch die BayernLB sei von den früheren Bankchefs Wolfgang Kulterer und Werner Schmidt von langer Hand vorbereitet worden, gemeinsam mit dem Vermögensverwalter Tilo Berlin. Die drei sind alte Bekannte aus den neunziger Jahren.
Fast 400 Millionen Euro zu teuer
Die Landesbank, so der Verdacht, habe bei dem Geschäft fast 400 Millionen Euro zu viel für die Hypo Alpe Adria gezahlt. Außerdem will die Staatsanwaltschaft klären, warum von Berlin betreute private Investoren an der Übernahme bis zu 150 Millionen Euro verdient haben. Der Strafverfolger ermitteln gegen Schmidt, der seine Unschuld beteuert. Die Grünen haben die Staatsanwaltschaft aufgefordert, auch gegen Berlin ein Verfahren einzuleiten. Der Anwalt von Berlin, gegen den bislang nicht ermittelt wird, weist alle Anschuldigungen zurück.
Die privaten Profiteure des Geschäfts sind mit einer Ausnahme bislang unbekannt. Berlin verschweigt die Namen seiner Mandanten, er beruft sich auf das Bank- und Geschäftsgeheimnis. In der Wiener Presse und im Kärntner Landtag wird gemutmaßt, namhafte Unternehmer aus Österreicht könnten mitverdient haben, bis hin zur Familie Piëch (VW, Porsche) und zur Flick-Stiftung. Der einzige Investor, der sich bisher öffentlich dazu bekannt hat, ist Veit Sorger, Präsident der österreichischen Industriellen Vereinigung.
Der Industrie-Präsident hat jetzt seinen Ertrag aus dem Geschäft zwischen der Landesbank und der Hypo Alpe Adria auf ein Treuhandkonto in Wien eingezahlt. Nach SZ-Informationen dürften das mehrere huntertausend Euro sein. Sorger selbst sagt nichts zu Höhe des Betrags. Der Industrie-Präsident erklärte, er wolle sich "nichts unterstellen lassen" und habe deshalb seinen Gewinn beiseite gelegt, bis die Prüfergebnisse der Behörden vorlägen.
Wer hat noch kassiert?
Die SPD im bayerischen Landtag will nun wissen, wer sonst noch kassiert hat. Auch die anderen Investoren sollten sich erklären, sagt Fraktionschef Rinderspacher. Und auch sie sollten "ihre Erträge auf Treuhandkonten hinterlegen", bis die Ermittlungen abgeschlossen seien.
Das verlangt Fraktionschefin Bause von den Grünen. "Wer damals an der Landesbank verdient hat, muss Farbe bekennen, das Versteckspiel muss aufhören." Es wäre im eigenen Interesse der Investoren, ihre Gewinne auf ein Treuhandkonto einzuzahlen, sagte Bause. "Nur so können die Investoren dem Eindruck entgegen treten, sie wollten sich auf Kosten der Steuerzahler bereichern." Der Landtag müsse alles tun, was möglich sei, um den von Staatsregierung, CSU und Landesbank angerichteten Schaden zu begrenzen, fordern Rinderspacher und Bause.
Es sei im eigenen Interesse der Investoren, das Geld herauszurücken, erklärt der Abgeordnete Pohl von den Freien Wählern. "Eine Begleichung von Schadenersatzansprüchen vor einem Prozess könnte strafmildernd wirken." Pohl gehört der Parlamentarischen Kontrollkommission für die BayernLB an, die von Ernst Weidenbusch (CSU) geleitet wird. Weidenbusch sagt, was Veit Sorger getan habe, sei eine "noble Geste". Die anderen Investoren sollten diesem Beispiel folgen. Um es ihnen leichter zu machen, schlägt Weidenbusch vor, dass die Gewinne "auch anonym auf Treuhandkonten eingezahlt werden können".
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(SZ vom 30.12.2009/mati)
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außer eine weitere Vertuschung des Falles zugunsten der Nutznießer diese Skandals. Unsere Justizministerin kam als Belohnung für ein Politisch angenehmes Urteil zugunsten für die ÖVP (übrings eines der größten Fehlurteile seit dem Krieg)zu ihrem Posten. Diese ÖVP zusammen mit unseren Rechtsparteien FPÖ/BZÖ (man weiß nie genau wer gerade was macht und zu wem gehört) sind die Parteien die angeblich rund 40 Millionen Euro lukriert haben aus dem Deal. Desweiteren muss man wissen das die Familien Piech Porsche sehr gute Kontakte zu FPÖ/BZÖ pflegen. Diese Kontakte ermöglichen zb. das 90% der Behördenfahrzeuge in Österreich aus diesem Haus kommen Mitbewerber Chancenlos!!
Und genau eine Justizministerin die mit den Gnaden dieser Rechtsparteien am Ministersessel festklammert soll aufklären??? Haha selten so gelacht.
Und ein Großteil der Leasing und Fahrzeugfinanzierungen der HAA am Balkan ist sowieso zu den Piech/Porsches geflossen den sie haben die Fahrzeuge vorwiegend Gebrauchtwagen in diese Länder verkauft. Interessant ist auch der Umstand das es bei der Porsche Gang und gäbe war Autos an Scheinadressen zu verkaufen wer hat da noch den Überblick???
Sowohl auf politischer Ebene, als auch auf der Ebene der Medien braucht es jetzt einen engen Schulterschluss zwischen Bayern und Österreich um diesen Bayern-LB-Hypo-Alpe-Adria-Sumpf trocken zu legen.
Ich bin wahrlich kein Freund der FDP, aber ohne die Gelben in der bayerischen Regierung wüssten wir derzeit wohl nur einen Bruchteil der Zocker-Aktivitäten in der Bayern-LB.
Das wird sicher ein hochinteressanter Jahresanfang ... und hoffentlich wird auch dem letzten CSU-Getreuen klar was da in dieser Partei gespielt wird ...
Dann sollen bitte die Verantwortlichen wie Naser, Huber, Faltlhauser, Stoiber, Schmid ... mit ihrem Privatvermögen und dem Verlust der Alterversorgung haften. Jeder andere Bemate der sich gleiches zuschulde kommen hätte lassen wäre so gnadenlos bestraft werden. Dann sollen sich die Damen und Herren wie alle anderen Hartz IV holen. Zudem sollte allen ein unbefristetes Berufsverbot erteilt werden. Also Huber und Konsorten: Raus aus dem Landtag!!!!!
Zudem soll die Partei CSU mit ihrem gesamten Parteivermögen und dem Verlust Staatlicher Zuschüsse haften. Ein Unternehmen haftet im Regelfall auch mit dem gesamten Vermögen.
es so zu bezeichnen ist wohl noch harmlos. Hat sich hier letzlich nicht gar eine kriminelle Vereinigung gebildet, zur Ausplünderung des bayrischen Landes?
Es ist schlimm das es in einer Demokratie unserer Prägung keine erfolgreichen Mechanissmen gibt, gegen solche "Straftäter" schnell und gezielt vorzugehen. Dies liegt augenscheinlich wohl daran, dass es eine Gewaltenteilung so wie in der Verfasung vorgeschrieben,
selten gibt, in Bayern wohl noch seltener. Doch der Wähler hat nun mal bei sogenannten repräsentativen Demokratien das Pech, das er nur einmal in Vier,oder fünf Jahren, zur Abstimmung gebeten wird.
Diese Falance aus Bankstern, Altreichen und politischen Machtinhabern ist wohl nur sehr schwer zu knacken, mit den Mitteln den sogenannten Rechtsstaaates, geht das wohl eher nicht und das wissen auch die Betroffenen. das Kartell der Selbstbediener, Ihrer politischen Helfer wird wohl halten und nicht zu sprengen sein.
Wo eigentlich leben wir, traurig muß man feststellen, der häßliche Begriff von der B-R-D, der Dananenrepublik Deutschland istb zutreffend, basta.
Namhafte Juristen haben festgestellt, dass der Kauf durch die Satzung garnicht abgeckt war.
Sie haben nur vergessen in den § 5 der BayernLB Satzung zu schauen!
In diesem Sinne!
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