Staatsanwaltschaft und Politik haben den Vorgang bereits zu den Akten gelegt - da tauchen Fotos auf, die die umstrittenen Initiationsrituale an der Polizeihundeschule im oberpfälzischen Herzogau belegen sollen.
Zu den umstrittenen Initiationsritualen an der Polizeihundeschule im oberpfälzischen Herzogau sind neue Details bekanntgeworden. Wie stern.de am Montag berichtete, liegen dem Online-Portal Fotos von den sogenannten Erstlingshundeführertaufen vor.
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Der Eingang zur Diensthundeschule des Fortbildungsinstituts der bayerischen Polizei, Aussenstelle Herzogau (© Foto: ddp)
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Auf den Bildern sei unter anderem ein Polizist zu sehen, der ein Würgehalsband und ein Elektrohalsband trage. Das andere Ende der Leine habe sein "Pate" in der Hand.
Dem Bericht zufolge musste der "Täufling" Schnapsfläschen mit den Zähnen fassen und austrinken. Die Fotos zeigten auch, wie der Hundeführer aus einem mit einer gelben Flüssigkeit gefüllten Napf schlabbere.
Stern.de zufolge musste aus dem Hundenapf nach übereinstimmenden Erzählungen von Zeugen auch Trocken-Hundefutter gegessen werden. Wer dabei zögerte, sei teilweise mit einem Elektroschock ermuntert worden.
Als Höhepunkt des Taufrituals sollen die Polizisten mit einer Mischung aus Brühe, Salatöl, Essig, Bier und anderen Zutaten übergossen worden sein. Das Gebräu wurde dem Bericht nach von einer Schüssel aufgefangen, die der Proband anschließend austrinken musste.
Die Staatsanwaltschaft Regensburg hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass es keinerlei Anhaltspunkte für Straftaten von Ausbildern in Herzogau gibt. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Montag, die in einem anonymen Schreiben erhobenen Vorwürfe seien weitgehend widerlegt.
Die dienstrechtliche Prüfung der Anschuldigungen dauere aber noch an.
(ddp-bay/bavo/woja)
Kuriose Schilder (4)
Die neueste Antwort
Das ist ja haarsträubend. Woher haben Sie diese Erkenntnis?
........Es sollte Ihnen klar sein, dass in einem demokratischen System niemand so verhaßt ist
als die Polizei und die "anständigen Bürger" nur darauf lauern uns ein Fehlverhalten
vorwerfen zu können........
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Festzuhalten bleibt: Wer Missstände durch Whistleblowing benennt, handelt jedenfalls allemal mutiger als alle anderen Beteiligten. Dass sich ein einziger in Jahren dieser Praxis dazu entschlossen hat, spricht Bände.
Einem solchen Menschen am Zeug zu flicken hat niemand das Recht, schon gar nicht, wenn er wissen kann, dass das Problem ohne diesen Menschen unter den Teppich gekehrt worden wäre und dazu wissen könnte, was in dieser Republik seit Jahren gang und gäbe ist, wenn sich einer nicht konform verhält, dass er nämlich mit Mobbing, daraus folgender Krankheit, Arbeitsunfähígkeit, eventuell sogar Arbeitslosigkeit rechnen muss - und dann in einem gewissen Alter keinerlei Möglichkeit mehr zu einer Anstellung findet, wohl aber mit Hartz IV rechnen muss auf Lebenszeit.
Nun, die Polizeieinheit besteht auf Grund eines relativen Maximums der Entindividualisierung zu Gunsten der Vereinheitlichung. Selbstverständlich ist das bis zu einem gewissen Grad auch wichtig. Fahren zwei Polizisten Streife, muss klar sein, dass beispielsweise "in 500 m rechts abbiegen" nichts anderes als das bedeutet, etc.
Ein Initiationsritus ist ein Initiationsritus. Jemand der hier ausschert, kann seine "Kameradenloyalitätszukunft" vergessen - mit allerlei möglichen Konsequenzen die hierzu gehören.
Es bleibt eine Angelegenheit, die auf dem Niveau der Leitung geklärt werden muss.
Zweifel über die Führungsqualitäten des hier angewiesenen Hundeführervorgesetzten habe ich aber von Beginn an und sind von grundsätzlicher Art. Die Anwendung von Hilfsmitteln wie Stachelhalsband und Elektroschock-Halsband für die Schutzhundeausbildung, zeugen von Führungsschwäche für die Funktion des Hundeführers und für die Funktion des Hundeführerausbilders sowieso. Hunde die eine Ausbildung mit diesen Hilfsmitteln zum Schutzhund durchlaufen, kann man so gut wie immer charakterlich abschreiben und als sogenannte "Angstbeißer" deklarieren. Anders gesagt: Es kommt nur Mist raus.
Über die Kameraden in dem hier oben beschriebenen Initiationsritus möchte ich dann nichts weiter sagen.
Grüße,
SCH III
Das glauben Sie doch selber nicht, dass anonyme Anzeiger in irgendeiner Gesellschaft "hochangesehen" sind.
Noch nicht einmal bei denen, die von den anonymen Anzeigen "profitieren".
Sie kennen doch das bonmont, dass man zwar den Verrat, nicht jedoch den Verräter schätzt.
Expat hat es in seinem letzten Absatz ziemlich genau getroffen.
Welche Gefahren ist denn ein angehender oder bereits ausgebildeter Hundeführer ausgesetzt, wenn er im Kreise seiner Kameraden offen ausspricht, dass er mit der geschilderten Art und Weise der Taufe (so sie denn tatsächlich so stattgefunden hat) nicht einverstanden ist und diese ablehnt?
Welche Gefahren sehen Sie denn da, werte mona7? Mord, Totschlag, Körperverletzung?
Oder vielleicht hämisches Gelächter und beleidigender Bemerkungen?
Erstere drei genannten Fälle sind allenfalls theoretischer Natur, die beiden letzten tun nicht weh.
"Gefahren, die ihm selbst drohen...", werte mona7, wir leben in Mitteleuropa und nicht in irgendeinem Kriminalschinken.
"In Amerika gibt es den "Whistleblower", der dort hoch angesehen ist - natürlich nicht bei den Angezeigten. "
Wo haben Sie bloß den Satz her?
Kopfschüttelnde Grüße
Paging