Einem Ende der CSU-Alleinregierung steht einer Umfrage zufolge mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern gleichgültig gegenüber. Fast eben so viele würden sich sogar darüber freuen.

Nicht einmal jeden dritten Bayern würde es nach einer Umfrage schmerzen, wenn die CSU bei der Landtagswahl im Herbst ihre absolute Mehrheit verlieren würde. Nach einer am Mittwoch vom Magazin Stern veröffentlichten Forsa-Umfrage ist es 39 Prozent der Befragten egal, wenn die CSU ihre absolute Mehrheit verlöre, 32 Prozent würden sich sogar freuen.

Günther Beckstein, Erwin Huber, ap

Glücklose Doppelspitze: Ob Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (l) und CSU-Chef Erwin Huber mit ihrem Wirken Erfolg haben, ist vielen Menschen egal. (© Foto: AP)

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Nur 29 Prozent würden sich ärgern, wenn die Christsozialen nach 46 Jahren keine absolute Mehrheit im Landtag mehr hätten. Im September wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt.

Außerdem glauben nach der von dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten Umfrage zufolge immer mehr Menschen, dass der bundespolitische Einfluss der CSU unter dem Parteivorsitzenden Erwin Huber gesunken ist. Mittlerweile vertreten 50 Prozent der Befragten diese Meinung. Lediglich vier Prozent sagen, dass die CSU nach dem Abgang von Ministerpräsident Edmund Stoiber eine größere bundespolitische Rolle spiele.

In der ebenfalls für den Stern und außerdem für RTL durchgeführten bundesweiten wöchentlichen Forsa-Erhebung liegt die Union unverändert mit 38 Prozent unangefochten vorn. Die SPD verharrt bei 24 Prozent, die Linkspartei klettert um einen Punkt auf 14 Prozent.

Die Grünen müssen einen Punkt abgeben und kommen auf neun Prozent. Der FDP würden wie in der Vorwoche elf Prozent der Wähler ihre Stimme geben.

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(sueddeutsche.de/Reuters/gal)