FDP-Staatssekretärin Hessel lässt sich vom Ministerpräsidenten keine Vorschriften machen: Trotz Präsenzpflicht im Kabinett, trat sie eine lang geplante Brasilienreise an.

Im Streit zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der FDP über eine Südamerika-Reise von Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel: Setzt sich über Seehofers Anweisungen hinweg. (© Foto: ddp)

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Seehofer, der vergangene Woche eine Präsenzpflicht für alle Regierungsmitglieder bei Kabinettssitzungen angeordnet hatte, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in München: "Die Sache ist für mich nicht abgeschlossen. Es wird mit der FDP ein Gespräch geben."

Hessel war trotz Seehofers Anordnung am Samstag wie lange geplant nach Südamerika abgeflogen. Sie nimmt deshalb nicht an der gemeinsamen Kabinettssitzung von Bayern und Baden-Württemberg an diesem Dienstag in München teil.

Auch Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) wollte Hessels Reise nicht absagen - vor allem, weil die Staatskanzlei ihre Zustimmung eigentlich schon gegeben hatte. Zeil verteidigte die Entscheidung zu Hessels Abreise. Eine Verkürzung sei geprüft worden, aber nicht möglich gewesen. Deshalb habe er auch gesagt: "Die Reise findet statt." Auslandsreisen seien "schon wichtig, vor allem, wenn sie so lange vorbereitet sind".

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(dpa/bica)