Horst Seehofer geht in die Offensive: Für den Fall einer Übernahme des CSU-Vorsitzes kündigt er eine gründliche Reform seiner Partei an.
"Viele Grundsätze der Vergangenheit müssen wir weiter pflegen. Aber es gibt einiges, was wir modernisieren und optimieren müssen", sagte der Bundesverbraucherminister der Berliner Zeitung. Zunächst müsse sich die Partei deutlich verjüngen: "Bis 2010 muss die Hälfte unserer Führungspositionen im Bund und im Land von unter 50-Jährigen besetzt werden."
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Horst Seehofer: "Es gibt einiges, was wir modernisieren und optimieren müssen." (© Foto: dpa)
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Zugleich wolle er den Führungsstil in der CSU ändern und die Bevölkerung sowie die Parteimitglieder in grundsätzlichen Politik- und Personalfragen mehr einbeziehen. "Man muss sich vor der Basis nicht fürchten", betonte der stellvertretende CSU-Vorsitzende. Auch die Einführung von Mitgliederbefragungen, wie sie die Fürther Landrätin Gabriele Pauli fordert, schloss er nicht aus.
Inhaltlich werde er einen Schwerpunkt darauf legen, die Kinderarmut zu überwinden, sagte Seehofer. Zudem werde sich die CSU unter seiner Führung auf ein Gesellschaftsmodell der Teilhabe konzentrieren. Dies schließe Teilhabe an moderner Bildung ebenso ein wie eine gerechten Verteilung von Vermögen und Arbeit. Seine Erfolgsaussichten im Rennen gegen den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber und die zweite Mitbewerberin Gabriele Pauli bewertete Seehofer als gut.
(AP)
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ist nur die diplomatische Umschreibung für "die CSU in die Selbstreinigung zwingen". Auf ihn selbst hat die CSU ein lückenloses, mediales Trommelfeuer mit der typischen CSU-Dreckschleuder-Technologie (bei der "Bild" ... Abschussmaterial abladen, die einzige Technologie, von der die CSUler etwas verstehen) abgezogen. Gegen Pauli scheiterten die CSU-Granden schon beim Sammeln bzw. Herbeireden des Abschussmateriels (Männerbekanntschaften, Alkoholprobleme), welches dann mit der CSU-Dreckschleuder um den halben Erdball geschossen werden sollte. Es blieb dann nur noch versuchtes Niedermobben durch die CSU-Granden Huber, Söder, Faltlhauser, Goppel, & Co, das ebenso kläglich scheiterte. Nur Günther Beckstein, der vor kurzem noch an Pauli hinspottete "Wenn die Dame 3 % der Stimmen erhält, so würde mich das wundern" und der sie kürzlich vor den Delegierten eine Anti-Empfehlung für Pauli abgab (wegen ihrer Unerfahrenheit könne sie den CSU-Vorsitz nicht schaffen), hat ganz offensichtlich bis heute nicht einmal kapiert, dass es Pauli nicht um Prozentpunkte weges des Partei-Vorsitzes geht (Pauli: "Mir geht es darum, die Partei zu öffnen und den Mitgliedern mehr Mitsprachemöglichkeiten zu geben. Es muss interessanter werden, in die CSU zu gehen"). Bei den gesamten Reform-Vorschlägen (personelle Erneuerung, offener Diskussionsstil ...) sollte man nie vergessen, dass die Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli die jetzige Bewegung in der CSU ausgelöst und permanent vorangetrieben hat. Sie wird nicht ruhen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden ist und selbst dann wird sie permanent nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen und ihre Meinung dazu sagen. Widerstand zwecklos. Dies sollte Beckstein endlich einsehen. Er erkennt bzw. versteht, wenn überhaupt, nur Vorgänge in der Partei , die mindestens ein halbes Jahr zurückliegen. Günther Beckstein lehnt Pauli ab, weil er es mit Stoiber abgemacht hat, der ihm dafür im Gegenzug keine Steine in den Weg zum MP-Amt legt. Stoiber, der Pauli eine konstuktive Mitarbeit zusagte, aber nichts einhielt, und auch Beckstein können zusammen eine "Schwächeerklärung" abgeben, die besagt, das beide auf Ultra Low Level handeln.