Schauspieler Fedder gegen Rauchverbot "So nicht und nicht mit mir"

Zum Glück steht das "Großstadtrevier" nicht in München: TV-Polizist Jan Fedder ist vom bayerischen Rauchverbot entsetzt - und will künftig einen großen Bogen um den Freistaat machen.

Ab August ist Bayern rauchfrei, zumindest weitgehend. In Kneipen, Gaststätten und auch in Festzelten darf dann nicht mehr geraucht werden. Ausnahmen, etwa durch abgetrennte Raucherräume, wird es dann nicht mehr geben. So will es das schärfste Rauchverbot der Bundesrepublik, das die Bayern am vorvergangenen Wochenende per Volksentscheid beschlossen haben. Nur in den Wiesn-Zelten darf in diesem Jahr gequalmt werden, ab 2011 wird jedoch auch das Oktoberfest rauchfrei sein.

So viel Konsequenz - da packt den Schauspieler und bekennenden Genussraucher Jan Fedder das kalte Grauen. Der aus der TV-Serie Großstadtrevier bekannte Fernsehpolizist ist stinksauer auf die Bayern - und protestiert auf seine Weise gegen das Rauchverbot.

Wenn die strenge Regelung eingeführt werde, werde er nicht mehr in Bayern drehen, kündigte er in der Zeitschrift Bunte an. "So nicht und nicht mit mir", sagte der Hamburger.

"Militante Menschen"

Sollte sich seine Stadt gar dem bayerischen Gesetz anschließen, werde er seine Freiheiten verteidigen "bis zu einem bitteren Krieg", betonte der 55-Jährige. "Ich lasse mir von niemandem sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe. Ich fühle mich in eine Zeit zurückversetzt, in der Bevormundung, Bespitzelung und blinder Aktionismus stattfand."

Bei der Regelung denke keiner an die Besitzer kleiner Kneipen, stänkerte Fedder. "Diese Wirte, die seit Jahrzehnten gerade so über die Runden kommen, die Familien haben, können dichtmachen. Ganze Existenzen werden ruiniert. Das kann nicht das Ziel sein, nur weil es militante Menschen gibt, die uns Erwachsenen Verbote erteilen."