Riesending-Höhle Forscher muss Hubschrauberrettung nicht zahlen

Auf einer Trage fixiert wurde der Forscher Johann W. in einer beispiellosen Rettungsaktion aus der Riesending-Höhle geborgen.

(Foto: dpa)

Die Kosten für seine Rettung aus der Riesending-Höhle sollen in die Millionen gehen. Der Forscher Johann W. muss zumindest für einen Teil davon nicht aufkommen.

Der Höhlenforscher Johann W. muss nach seiner spektakulären Rettung aus der Riesending-Schachthöhle die Hubschraubereinsätze der bayerischen Polizei nicht bezahlen. Für diese Flüge werde keine Rechnung gestellt, bestätigte der Sprecher des bayerischen Innenministeriums, Stefan Frey, am Montag einen Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge.

Bürger würden nur zu Kasse gebeten, wenn sie den Einsatz vorsätzlich oder grob fahrlässig selbst verursacht hätten. "Hier liegt kein Vorsatz oder keine grobe Fahrlässigkeit vor." Eine Summe nannte Frey nicht. Insgesamt sollen die Kosten für die beispiellose Rettungsaktion in die Millionen gehen.

Der 52-jährige Höhlenforscher hatte bei einem Steinschlag in der Riesending-Höhle in etwa 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. In einer beispiellosen Rettungsaktion konnte er geborgen werden. Mehr als 200 der besten Höhlenretter Europas waren an der Aktion beteiligt. W. wurde anschließend in der Unfallklinik Murnau behandelt und konnte inzwischen wieder entlassen werden.

Der Zugang zu der Höhle ist inzwischen mit einem massiven Stahlgitter verschlossen worden, damit Ungeübte nicht aus Neugier einsteigen können. Wer künftig in die Höhle will, muss bei der Gemeinde Bischofswiesen nachfragen, denn die hat den Schlüssel.