Regensburg Wolbergs' Verhalten bei Sportevent war korrekt

Nach seinem umstrittenen Auftritt am Rande einer Triathlon-Veranstaltung hat der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) keine dienstrechtlichen Konsequenzen zu fürchten. Dies hat die Landesanwaltschaft am Donnerstag auf Nachfrage bestätigt. Bei der "Challenge Regensburg" hatte Wolbergs im August dem Zweitplatzierten eine Medaille überreicht. Weil der OB wegen seiner Suspendierung keine repräsentativen Aufgaben wahrnehmen darf, hatte die Landesanwaltschaft angekündigt, den Fall zu prüfen. Nun sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass Wolbergs "nicht den Anschein erweckt hat, dass er sich bei der Veranstaltung offiziell als Oberbürgermeister bewegt hat", sondern als Privatperson, sagte ein Sprecher der Justizbehörde. Ein Verstoß gegen die vorläufige Dienstenthebung liege nicht vor. Nach dessen zwischenzeitlicher Verhaftung im vergangenen Januar hatte die Landesanwaltschaft den Regensburger OB vom Dienst suspendiert und angeordnet, seine monatlichen Bezüge um die Hälfte zu kürzen. Wolbergs steht unter Korruptionsverdacht. Er soll mindestens einen Bauunternehmer bei städtischen Grundstücksgeschäften illegal begünstigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen ihn erhoben.