Albert Bauernfeind, Dekan von Fürstenfeldbruck und einer der Sprecher des reformorientierten Münchner Kreises, zeigte sich von dem Rücktritt erstaunt - er sieht darin aber auch eine "Chance" für die katholische Kirche. Überrascht sei er insofern, als er Papst Benedikt XVI. für so traditionsverbunden gehalten habe, dass er geglaubt hätte, dieser werde das Amt bis zum Ende ausüben. "Nun sollten wir überlegen, inwieweit das eine Gelegenheit ist, sich darüber Gedanken zu machen, was für eine Qualität der Persönlichkeit und der Führungskultur es braucht", sagte Bauernfeind. Das biete auch Möglichkeit, darüber nachzudenken, inwieweit der konservative Kurs in der katholischen Kirche fortgesetzt werden oder eine andere Richtung eingeschlagen werden solle.

Bild: Claus Schunk 11. Februar 2013, 18:122013-02-11 18:12:00 © SZ vom 12.02.2013/dpa, KNA, SZ/dayk