Raubmord von Bad Reichenhall Messerscheide passt zur Tatwaffe

Im Mordfall von Bad Reichenhall verbucht die Polizei einen Ermittlungserfolg: Die Messerscheide, die im Spind des mutmaßlichen Täters sichergestellt wurde, konnte eindeutig der Tatwaffe zugeordnet werden. Nun wollen Kripobeamten den Soldaten vernehmen - in Norwegen.

  • Die Messerscheide, die im Stubenspind des mutmaßlichen Täters sichergestellt wurde, konnte eindeutig der Tatwaffe zugeordnet werden, mit der der Raubmord von Bad Reichenhall begangen wurde.
  • Die Polizei bereitet die Vernehmung des Soldaten vor.

Polizei meldet Ermittlungserfolg

Im Mordfall von Bad Reichenhall kann die Polizei einen weiteren Ermittlungserfolg vorweisen: Die Messerscheide, die im Stubenspind des mutmaßlichen Täters sichergestellt wurde, konnte durch Laboruntersuchungen eindeutig der Tatwaffe zugeordnet werden. Dies hätten Experten beim Landeskriminalamt (LKA) in München festgestellt, sagte Polizeisprecher Franz Sommerauer am Freitag. Das bei der Bundeswehr gebräuchliche Kampfmesser war schon zuvor gefunden worden.

Der in Reichenhall stationierte Soldat aus dem rheinland-pfälzischen Morbach im Kreis Bernkastel-Wittlich soll mit diesem Messer in der Nacht nach dem Finale der Fußball-WM einen 72-Jährigen ermordet haben. Wenig später soll er eine junge Frau ausgeraubt haben und die 17-Jährige dabei schwer verletzt haben.

Mordkommission "14. Juli" wartet auf Genehmigung

Am Dienstagabend wurde der Soldat Christoph R. in Norwegen nahe Trondheim widerstandslos festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Mitglieder der "Sonderkommission 14. Juli" sind sich sicher, nun den richtigen Täter gefasst zu haben.

Rätseln über das Motiv

Justiz und Polizei sind sich sicher, den Mann gefasst zu haben, der in Bad Reichenhall einen Rentner getötet und ein Mädchen schwer verletzt haben soll. Die Frage nach seinem Motiv ist noch offen. Von Heiner Effern mehr ...

Mit Spannung erwartet die Mordkommission "14. Juli" die Vernehmung des 20-Jährigen in Norwegen. Ehe Kripobeamte dorthin fliegen, muss erst die Genehmigung der Justizbehörden in dem skandinavischen Land vorliegen. Dies stellt nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in Traunstein aber eine reine Formsache dar. Der Auslieferungsantrag liegt der Justiz in Norwegen bereits vor.