Die bayerische SPD hat gewählt: Florian Pronold ist neuer Landesvorsitzender der SPD. Der Niederbayer war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Ludwig Stiegler.
Er gilt als Hoffnungsträger, der die krisengeschüttelte Bayern-SPD aus dem Tal der Erfolglosigkeit führen soll: der 36 Jahre alte Bundestagsabgeordnete Florian Pronold. Auf dem 60. Landesparteitag in Weiden in der Oberpfalz haben die bayerischen Sozialdemokraten den Niederbayer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Pronold, einziger Kandidat, erhielt 89,7 Prozent der Stimmen.
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Die Bayern-SPD hat einen neuen Vorsitzenden: Florian Pronold (links) löst Ludwig Stiegler ab. "Flori, ich hätte Dir gern mehr übergeben", sagte Stiegler in seiner Abschiedsrede. (© Foto: dpa)
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Mit der Wahl Pronolds vollzogen die Genossen auch einen Generationswechsel - der gelernte Bankkaufmann und studierte Jurist ist 29 Jahre jünger als sein Vorgänger Ludwig Stiegler. Die meisten der rund 280 Delegierten erhoben sich nach den Wahl von ihren Plätzen: Pronold erntete nicht nur knapp 90 Prozent Zustimmung, sondern auch noch einen langanhaltenden Applaus. Der neue Vorstand steht nun vor der Aufgabe, die am Boden liegende Partei zu Wahlerfolgen führen zu müssen.
Pronold hatte sich mit einer emotionalen Rede als künftiger Landesvorsitzender beworben. Angesicht der zuletzt desaströsen Wahlergebnisse forderte er mehr Siegeswillen von seinen Parteifreunden. "Wir müssen uns ins Gewinnen verlieben", sagte Pronold auf dem Landesparteitag. Nach den Wahlniederlagen müsse es Veränderungen geben, betonte er.
Er war von der SPD-Spitze bereits Ende April als Nachfolger für den scheidenden Landeschef vorgeschlagen worden. Der war 2004 angetreten, um die Bayern-SPD wieder nach vorne zu führen. Was folgte war allerdings eine Serie von Wahlschlappen.
In seiner letzten Rede als Landeschef räumte Stiegler ein, dass es für die Sozialdemokraten in den vergangenen Jahren in Bayern und bundesweit massiv abwärtsgegangen sei. "Die Zeit in der Regierung hat uns unglaublich viel Substanz gekostet", sagte der 65-Jährige. Stiegler rief seine Parteifreunde auf, nicht den Rückzug anzutreten, sondern anzugreifen. Nach einer zehnjährigen Aufbauzeit werde die neue Spitze der Bayern-SPD auch Erfolge feiern können, prophezeite er.
Und noch eine personelle Änderung gibt es bei den bayerischen Sozialdemokraten: Natascha Kohnen wurde zur neuen SPD-Generalsekretärin gewählt. Die 41-jährige Münchnerin erhielt mit 93,6 Prozent eine noch größere Zustimmung als ihr Chef Pronold. Der Generalsekretärs-Posten war bei den bayerischen Genossen fünf Jahre lang vakant.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/bre)
Die neueste Antwort
... ist nach tiefschwarzen Nächten schon ein Aufbruchssignal, mit dem sich der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold nicht erst seit gestern empfohlen hatte.
Oftmals scheint es allerdings als würden so manchen Genossinnen und Genossen nicht wissen (wollen), in welcher Richtung der Sonnenaufgang liegt, weil manche ihn im Westen, im Süden oder im Norden suchen, wo er doch eindeutig im Osten liegt!
Ins "Gewinnen verlieben" ist dabei durchaus eine - gemessen an der (Bewußt-)Seinslage - optimale, da interpretierbare Zielfunktion, die hoffentlich sich nicht allzusehr an der langen (Auf-und-Ab-)Bauzeit der früheren Verantwortlichen orientiert.
Jetzt schaug'n mer mal - wie große bayerischen Philosophen sagen - wieviel Philister jetzt das filibustern anfangen.
Glück Auf!